Foto: Messe-Friedrichshafen
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Antriebs- und Speichertechnik
Deutsches-Lithium aus den Tiefen des Oberrheingraben
Forscher am KIT in Karlsruhe haben nach einem neuen Verfah- ren nachweisen können, wie man aus salzhaltigen Tiefengewässern im Oberrheingraben Lithiumionen aus dem Thermalwasser herausfil- tern kann und wie in einem zwei- ten Schritt Lithium als Salz aus- gefällt werden kann. Das inzwi- schen patentierte, nach seinen Erfindern benannte Grimmer-Sa- ravia-Verfahren soll nun in einer ersten Versuchsanlage umgesetzt werden, um daraus Lithiumkarbo-
nat bzw. Lithiumhydroxid zu gewinnen. Wenn die Versuche erfolgreich sind, ist der Bau einer Grossanlage geplant. Möglich wäre dann eine Pro- duktion von mehreren hundert Tonnen Lithiumhydroxid pro Jahr pro Geothermie-Anlage. Nach aktueller Datenlage be- laufen sich die Potenziale im Oberrheingraben auf deutscher und französischer Seite auf mehrere tausend Tonnen an förderbarem Lithium pro Jahr.
03.07.2020
Weitere Meldungen aus der Elektroflug-Szene:
KIT KIT
13.01.2020
Verein für Urban Mobility in der Schweiz im Aufbau
Schweizer Studenten gründeten zusammen mit Dufour Aerospace die Urban Air Mobility Association Switzerland (UAMAS) um den öffentlichem Verkehr und Airtaxis zusammenzubringen. Mit dem Projekt möchten sie die zukünf- tige „Mobilität der dritten Dimension“ bekannter machen. Airtaxis werden bereits in naher Zukunft eingesetzt werden. Trotz eines guten öffentlichen Verkehrsnetzes ist die Effizienz durch die Topographie besonders in der Schweiz limitiert. Ein Airtaxi würde die Reisezeit um zwei Drittel verkürzen. Dank zahlreichen technologischen Fortschritten in der Aviatik in den letzten Jahren sind diese Zeitersparnisse keine Utopie mehr. Die Initianten von UAMAS wollen helfen, diese Entwicklung zu beschleunigen. Dafür organisieren sie Veranstaltungen, an denen die verschiedensten Anspruchsgruppen gemeinsam an Chancen und Herausforderungen arbeiten können.
Foto: UAMAS
Bild: Dufour Aerospace
14.01.2020
Breezer Aircraft will Brennstoffzellen für Kleinflugzeuge
Breezer Aircraft möchte in Zukunft in seinen Flugzeugen elektrische Antriebe mit anbieten. Der Kontakt mit dem Fahrzeugausrüster eCap, die auch Brennstoffzellentriebe entwickeln, führte zu einer Vereinbarung für das 600 kg- Muster B440-6, eine komplette Antriebseinheit zu entwickeln. eCap arbeitet mit dem chinesischen Brennstoff- zellenhersteller Re-Fire zusammen. Ein erstes Flugzeug soll zunächst nur rein elektrisch fliegen. Danach soll eine weitere Maschine zusätzlich mit einem Brennstoffzellen-System ausgerüstet werden. „Für die kommenden Jahre erwarten wir einen wachsenden Bedarf an zuverlässigen, sicheren und umweltfreundlichen Antriebs- und Umrüst- lösungen für Flugzeuge“, so Dirk Lehmann, Gründer von eCap. CEO Dirk Ketelsen von Breezer Aircraft bleibt aber realistisch und rechnet noch nicht mit großen Stückzahlen, dafür seien die Systeme noch viel zu teuer.
Foto: Breezer Aircraft
Foto: Breezer Aircraft
18.01.2020
Joby Aviation: die Airtaxy-Schrittmacher
2009 gründeten Luftfahrt-Enthusiasten im kalifornischen Santa Cruz die Joby Aviation, um ein E-VTOL zu entwi- ckeln. Die Idee war, rein elektrisch senkrecht zu starten und zu landen und aerodynamisch zu fliegen. Inzwischen hat sich das Unternehmen mit bis zu 140 Mitarbeitern an zwei Standorten vergrößert. Das neuvorgestellte Muster ist bereits seriennah. Machbar war das erst, als man weitere Kapitalgeber fand und zuletzt Toyota erneut 394 Mil- lionen Dollar zusätzlich investierte. Damit hat Joby bereits 720 Millionen Dollar für das Projekt aufgebracht. Die Konstruktion basiert aus einer Art Schulterdecker, auf dessen Flügel sich vier Schwenk-und Kipptriebwerke befin- den. Die Stabilisierung der Querachse übernehmen zwei Schwenktriebwerke am V-Leitwerk. Der 4-5 Sitzer soll bis zu 200 Meilen schnell fliegen können und eine Reichweite von 220 Kilometer Reichweite besitzen.
Foto: Joby Aviation
Foto: Joby Aviation
23.01.2020
Neue Messe: European Rotors
Die European Helicopter Association(EHA) und die EASA bündeln ihre Kräfte, um der Rotorcraft-Community ein neues Gesicht anzubieten. Die neue Veranstaltung findet vom 10.–12. November 2020 in der Kölnmesse als glo- bale Netzwerkplattform statt. In diesem Rahmen wird auch das renommierte EASA-Rotorcraft- und VTOL-Sym- posium stattfinden. Die Einbindung der VTOL’s umfasst Entwicklungen bei Elektro- und Hybrid-Fluggeräten, die hochgradig autonom funktionieren und eine bedeutende Rolle für die Entwicklung des gesamten Sektors spielen – indem sie Helikopter-Missionen ergänzen oder als eigenständige Form der Mobilität in der Luft. Die Marktführer Airbus, Bell, Leonardo und Safran unterstützen das Konzept. Veranstaltungsort der EUROPEAN ROTORS ist die Kölnmesse. Neben den Organisatoren tritt die Messe Friedrichshafen auf, die auch die AERO organisiert.
Foto: Safran
Foto: Leonanrdo
VoltAero VoltAero EHang EHang
05.02.2020
APUS: Deutsche Forschungs-Factory möchte Akzente setzen
Die Straußberger APUS Group, ein EASA-zertifizierter Entwicklungsbetrieb, setzt seine Schwerpunkte auf For- schungs- und Entwicklungsprojekte der General Aviation. Dazu zählen innovative Flugantriebe, aeromechani- sches Design, Strukturentwicklung, CAD und die Zertifizierung von Flugsystemen. Neben einigen erfolgreichen Drohnenentwicklungen stehen jetzt zwei große Projekte an, die die Luftfahrt nachhaltig bereichern dürften. Mit der APUS i-2 hat man sich ein erstes großes Ziel gesetzt. Der zweimotorige Viersitzer mit 800 km Reichweite soll mit Brennstoffzellen betrieben werden. Wasserstofftanks befinden sich im Flügel. Wahlweise mit Brennstoffzellen oder Range-Extendern auf Basis eines Diesel- oder Gasturbinengenerators soll schon 2022 der Technologieträger APUS i-6 starten, der sich durch einen Canardflügel und verteilten Antrieben mit 7 E-Motoren auszeichnen wird.
Bild: APUS
Bild: APUS
06.02.2020
Amerikas erster Kurzstrecken-E-Jet in Planung
Wright Electric hofft seinen E-Jet bereits 2023 in die Luft zu bekommen. Am 30. Januar 2020 skizzierte das Unter- nehmen in New York eine komplette Antriebseinheit. 2030 soll die Inbetriebnahme des E-Jets sein. Verteilte An- triebe und ein anders ausgearbeitetes V-Leitwerk mit zusätzlichen Motoren sind die markantesten Veränderungen gegenüber dem ersten Entwurf. Zudem wurde aus dem angedachten 150-Sitzer ein 186-Sitzer. Wie ferner bekannt wurde, will das Unternehmen seinen Firmensitz nach Albany in den US-Bundesstaat Staat New York verlegen. Bereits im kommenden Jahr möchte man erste Testläufe mit dem noch in Entwicklung befindlichen Motor begin- nen. Die heutigen Entwicklungen sind ein weiterer, entscheidender Schritt für unseren Partner Wright Electric zur Einführung von E-Verkehrsflugzeugen, meinte Johan Lundgren, CEO von easyJet, dem Erstkunden.
Bild: Wiright Electric
Bild: Wright Electric
12.02.2020
Pipistrel baut Elektroflugzeuge in größeren Stückzahlen
Die slowenische Firma Pipistrel hat angekündigt, seine Fertigung in seinem Zweigwerk in Gorizia/Italien von 4 auf 6 Maschinen pro Monat beim Typ Alpha Electro auszuweiten. Die Alpha Electro ist derzeit das einzige Elektroflug- zeug auf dem Weltmarkt, das in bedeutenden Stückzahlen produziert wird, wenn man von Einzelstücken anderer Hersteller einmal absieht. Pipistrel gilt als erfahrenster Betrieb in der Herstellung von elektrischen Antrieben in Luftfahrzeugen. Sein Debüt feierte die Alpha Electro 2015 auf der AERO. Für dieses Jahr wird eine neuere Version dieses inzwischen erfolgreichen Flugzeugtyps erwartet. Der komplette Antriebstrang der Maschine wird von dem Hersteller selbst produziert. Eine speziell entwickelte Wasserkühlung für die Batterien verspricht eine längere Lebensdauer der teuren Batterien und kürzere Ladezeiten.
Foto:ipistrel
Foto:Pipistrel
13.02.2020
Geldgeber gesucht: Lazzarini denkt über kühnes Projekt nach
Pierpaolo Lazzarini hat sich mit seinem Design-Studio und bisherigen Entwürfen, die stets auf dem Boden blie- ben, einen Namen gemacht. In Bewegung geriet er erst mit seinem Water Jet. Zusammen mit seinem Team entwarf er nun einen Multicopter, Formula Drone ONE genannt, der auf Hybridtechnik basieren soll. Drei umman- telte Hubrotoren, die als gegenläufige Doppelrotoren zur reinen Redundanz ausgebildet sind und mit Strom von einem 12 Zylinder V-Motor-Generator mit 740 PS versorgt werden, sollen dem Fluggerät VTOL-Eigenschaften ver- leihen. Dabei lässt der Rumpf unverkennbar die Konturen früher Rennwagen erkennen, die den Namen Ferrari einst in die Welt trugen. Nach eigenen Angaben soll sich das 900 kg schwere „Luftgestühl“ mit 7,40 m Länge bis zu drei Stunden in der Luft halten können und dabei eine Reichweite von 500 Kilometer erreichen.
Bild: Lazzarini
Bild: Lazzarini
17.02.2020
Vordenker bei DLR und Bauhaus Luftfahrt
DLR und Bauhaus Luftfahrt arbeiten eng zusammen. Die Institutionen kamen zur Erkenntnis, dass mit heutigen Technologien ein 19-sitziges Commuterflugzeug realisiert werden könnte. Man lehnte sich dabei an vorhandene Flugzeugtypen. So könne man über die Triebwerksgondeln tauschbare Batterieblöcke unterbringen. Das reiche für Reichweiten von 200 Kilometern und entspricht 56 % aller beflogenen Strecken und bis zu 83 % der Strecken unter 350 Kilometern. Ergänzt um Range Extender könne bereits einen Großteil der CO2-Emissionen vermieden werden. Der Range Extender ist dabei auch für die Sicherheit solch eines elektrifizierten Flugzeugs entscheidend, da im Notfall ein entfernterer Ausweichflughafen bei schlechten Wetterbedingungen angesteuert werden könnte. Verteilte Antriebe, so eine andere Studie, ermöglichten Strecken von über 400 Kilometern.
Bild: DLR
Bild: DLR
20.02.2020
Foto: Peter Phillips
Foto: Per Lundgren, Swedavia
Schweden plant seine Verkehrsflughäfen mit elektrischer Ladeinfrastruktur auszurüsten. 10 davon werden von dem staatlichen Flughafenbetreiber Swedavia betrieben und die sollen ab diesem Jahr bereits mit Dockingsy- stemen ausgestattet werden. Swedavia hat dazu eine Strategie für die elektrische Luftfahrt verabschiedet. Ziel ist es, die Airports für elektrisch betriebene Flugzeuge so vorzubereiten, damit man in der Lage ist, bis 2025 die erste kommerzielle E-Fluglinie in Betrieb zu nehmen. Der in Mittelschweden liegende Airport Åre Östersund soll zusammen mit einem Testgelände für E-Flugzeuge noch diesen Herbst in Betrieb gehen. Allerdings rechnet man nicht vor 2025 mit dem ersten E-Linienflugverkehr. Da Schweden bis 2030 den Inlandflugverkehr möglichst frei von fossilen Brennstoffen betreiben will, wird dies von der schwedischen Regierung unterstützt.
Schwedens Airports erhalten elektrische Ladeinfrastruktur
25.02.2020
Kunstflugdrohne aus Liechtenstein
Herbert Weirather, 32, ist CEO der Liechtensteiner Drone Champions AG, eine Firma für Sportmarketing. Er kam auf die Idee, mit einer bemannten Drohne zu fliegen und damit sogar Kunstflug zu betreiben. Das Konzept dazu war klar: es sollte ein Rumpf mit 6 über CFK-Stützen liegende Doppelpylons werden, deren Motoren jeweils als Hub-und Schubmotoren ausgebildet sind. 12 luftgekühlte Motoren mit je 12 kW aus dem Modellbereich sollten in der Lage sein, 165 kg in die Luft zu bringen. 300 kg Schub stehen mit den Motoren mit einer etwas höheren Span- nung als angegeben zur Verfügung. Bis zu 140 km/h schnell wird man damit fliegen können. Die 98 kg leichte Drohne hat eine automatische Lageregelung. Der Einsitzer hat eine Sticksteuerung. Er wurde zunächst fernge- steuert. Weirather ließ sich im Anschluss ferngesteuert, nur einen Meter über dem Boden schwebend fliegen.
Bild: DCL
Bild: DCL
26.02.2020
EHang-Drohnen probten den Ernstfall
Das chinesische Unternehmen EHang bezeichnet sich als Führendes für autonome Luftfahrzeuge. Der Hexakopter EHang 216 VTOLwurde jüngst zu einer Übung zur Vorbeugung und Bekämpfung der Corona-Epidemie von den Behörden der Stadt Hezhou/ Guangxi eingeladen, ein medizinisches Notfallpaket vom Hezhou-Platz zu dem in vier Kilometer Entfernung liegenden Hezhou People's Hospital zu überbringen. Die Landung erfolgte auf einem 25- stöckigen Dach des Hospitals. Anschließend nahm Edward Xu, Chief Strategy Officer (CEO) von EHang, einen autonomen Flug vom Stadtzentrum, um vier Kilometer weiter auf dem Dach des Krankenhauses sicher zu landen. Der Flug diente einer Serie innerstädtischer, Testflüge. Dazu gehörten auch Missionen in Hezhou, einschließlich nächtlicher Flüge, mit einer Reichweite über 15 Kilometer und einer Reisegeschwindigkeit von bis zu 90 km/h.
Foto: EHang
Foto: EHang
16.03.2020
AERO und 1. AERO e-flight Rallye auf das Jahr 2021 verschoben!
Das Vorrücken des Corona-Virus veranlasste in der ersten Märzwoche viele europäische Messegesellschaften, aus Sicherheitsgründen und reinen Vorsichtsmaßnahmen, ihre eingeplanten Messen zu verschieben. Dazu zählt auch die General Aviation Messe AERO. Der neue Termin heißt laut einer neuen Mitteilung 2021. Die Welt steht Kopf, heißt es in der neuesten Mitteilung. Trotzdem gilt es auch bei der Messe Friedrichshafen, den Blick nach vorne zu richten. Seit der Entscheidung, die für das Zeitfenster 1. bis 4. April 2020 geplante AERO Friedrichshafen aufgrund des Einflusses des Coronaviruses zu verschieben, wurden viele Überlegungen zur Verlegung auf einen späteren Termin unternommen. Mit dem Ergebnis, dass die nächste Durchführung der Leitmesse der allgemeinen Luftfahrt zum Termin 21. bis 24. April 2021 stattfinden wird. Das gilt ebenfalls für die 1. AERO e-flight Rallye.
Bild: H.Penner
12.03.2020
VoltAero startete mit Cassio 1 zu Testflügen
Foto: VoltAero
Foto: VoltAero
VoltAero trat 2019 in Paris mit seinem Erprobungsträger Cassio 1, einer umgerüsteten Cessna C337 an die Öffent- lichkeit. Kern des Antriebs ist ein Verbrenner von Nissan, der einen Schubpropeller am Heck des Flugzeugs an- treibt. Cassio 1 besitzt regulär zwei Contis in Push-Pull-Anordnung. In dem Versuchsträger treibt der 300 kW Ver- brenner gleichzeitig drei Generator/Motoren mit an, deren Strom eine Pufferbatterie lädt. Anstelle des Zugmotors befindet sich jetzt je ein E-Motor von Safran Electrical & Power auf der Tragfläche. Safran hat dazu sein kleinstes Muster mit 45 kW, den Engineus 45, geliefert und feiert somit auch sein Debüt mit den Direktantrieben. Für den Start stehen dem 9-sitzigen Flugzeug 480 kW zur Verfügung. Das Unternehmen plant die Erfahrungen der Cassio1 in ein Serienflugzeug aus Faserverbundwerkstoff fließen zu lassen.
17.03.2020
Internationales Konsortium erarbeitet FUTPRINT50
Für den Luftfahrtsektor ist heute die globale Minimierung schädlicher Umwelteinflüsse eine enorme Herausforde- rung, und die EU-Kommission hat das Ziel gesetzt, die Luftfahrt bis 2050 klimaneutral zu gestalten. Um dies zu erreichen, arbeiten Forschende im Rahmen des Projekts FUTPRINT50 (Future Propulsion and Integration towards a hybrid-electric 50-seat regional aircraft) an einem hybrid-elektrischen Flugzeug mit bis zu 50 Sitzen. Koordiniert wird das Projekt, von Wissenschaftlern des Instituts für Flugzeugbau der Universität Stuttgart. Ziel des Vorhabens ist es, bis 2035/40 Technologien zu identifizieren und voranzutreiben. Fördermittel von insgesamt 7,63 Millionen Euro stehen zur Verfügung. Das Projekt FutPrInt50 wird von einem internationalen Konsortium durchgeführt, wel- ches das Fachwissen verschiedener Fachbereiche auf internationaler Ebene bündelt.
Foto: H.Penner
Bild: Uni Stgt.
24.03.2020
Weitere Millionen: frisches Geld stärkt Lilium-Projekt
Der chinesische Internetkonzern Tencent, unterstützte in einer weiteren Finanzierungsrunde neben anderen Kapi- talgebern das bayrische Unternehmen Lilium mit weiteren 240 Millionen. Schon wurde eine neue Halle in Weßling bei München mit einer Fläche von 3000 qm erstellt. Allein 400 Mitarbeiter werkeln bereits an dem utopisch wirken- den Flugobjekt. Ob die prognostizierten Daten tatsächlich erreicht werden, bezweifelte jüngst ein Ingenieur durch Berechnungen in einem Artikel im Aerokurier, dem auch anerkannte Professoren zustimmten. Der Beweis selbst, die volle Transportfähigkeit des Lilium-Jets medienwirksam zu präsentieren, etwa wie es Volocopter oder EHang bewiesen haben, steht bislang von Lilium aus. Rein technologisch zeigt sich aber bei den Flugversuchen, dass man mit dem Grundkonzept der schwenkbaren, verteilten Antriebe auf dem richtigen Weg zu sein scheint.
Foto: Lilium
Bild: Lilium
31.03.2020
Dieses Jahr beginnen mit der X-57 die Flugversuche
Noch sind die Bilder der NASA mit der X-57 Fotomontagen, doch sie könnte ebenso wie ihre Vorgänger in die Annalen der Luftfahrtgeschichte eingehen. Als erster NASA-Erprobungsträger für E-Antriebe wurde Tecnams P 2006 ausgewählt. Für die Flugversuche wurde ein schlankerer Flügel entwickelt. Zwei Hauptantriebsmotoren mit Dreiblattpropellern an den Flügelenden mit 1,52 Meter Durchmesser sind dort angebracht, um den Widerstand der Flügelspitzenwirbel zu reduzieren und um Energie zurückzugewinnen. Über den gesamten Flügel verteilt, werden unter die Flügelvorderkante 12 kleine Hochauftriebsantriebe, bestehend aus kleinen Elektromotoren, mit kleinen Rotoren angebracht, die nur für den Start und die Landung aktiviert werden. Im Reiseflug werden die Pro- peller in die kleinen Antriebsgondeln eingeklappt. Die ersten Flugversuche sollen noch in diesem Jahr beginnen.
NASA Langley/Advanced Conceps Lab.
NASA Langley/Advanced Conceps Lab.
Skyleader JA-400 S eignet sich zur Serie
Skyleader widmete sich schon vor drei Jahren mit viel Sachverstand elektrischen Antriebssystemen. Da der Elek- tromotorenhersteller MGM quasi vor der Haustür ist, fiel die Wahl auf den MGM RE 80-Motor mit 80 kW. Die Versu- che basieren auf dem Muster Sky-leader 400, einen kleinen Zweisitzer mit einer Leermasse von 383 kg, bzw. 443 kg und bis zu vier Sony-Battery-Packs, die 40 bis 90 Minu¬ten Flugzeit ermöglichen. Ausgestattet mit einen fran- zösischen Dreiblattpropeller e-Prop-Durandal 100 M, der sich sehr gut für die Flugversuche den Bedürfnissen ent- sprechend anpassen lässt, fand bereit am 15.01.2018 am Flugplatz Budweis der Erstflug statt. Die Maschine er- reicht eine Reisegeschwindigkeit von 124 kt (230 km/h). Über 200 Stunden ist man damit bereits geflogen. Eine Serie daraus wäre denkbar. Den Antriebstrang würde man aber besser in ein Kunststoffflugzeug einbauen.
Foto: Skyleader
Foto: Skyleader
02.04.2020
14.04.2020
Smartflyers Hybridantrieb gilt als gelöst
Weltweit wird an Hybridantrieben entwickelt, die den CO2 -Ausstoß wesentlich verringern können. Eines der her- ausragenden Projekte ist der viersitzige Smartflyer des Schweizers Rolf Stuber, der nun auch erstmals seine Skiz- zen für einen 8-10-Sitzer bekanntgab. Dem gingen Prüfstandsversuche mit den Hauptkomponenten voraus. „wir haben einen Grund, uns zu freuen! Mit 7 Monaten Verspätung haben wir es geschafft! Der Meilenstein 1 "Entwick- lung des Antriebes" konnte vom Bundesamt für Zivilluftfahrt erfolgreich abgenommen werden. Mit dem Meilen- stein 2 "Konzeptionelle Auslegung eines Flugzeuges für den entwickelten Antrieb" wird es ab sofort wieder voll um das Flugzeug mit der Zelle selbst gehen. Der Viersitzer soll mit 14 l/h Treibstoff auskommen. Für den Start stehen 160 kW zur Verfügung. Er wird 120 kts schnell sein und eine Reichweite von 750 km haben.
Foto: Smartflyer
Grafik: Smartflyer
Smartflyer Smartflyer
Im eFlyer 2 flüstert jetzt ein Rolls-Royce E-Motor
Foto: Bye Aerospace
Foto: Bye Aerospace
15.04.2020
Die Alpha Electro hat einen neuen Namen. Sie heißt Velis Electro und sie ist der Folgetyp von Pipistrel erstem Elektro-UL, was durch viele Verbesserungen aufgewertet wurde. Gemeinsam wurden mit der EASA, Hand in Hand, sowohl die Vorschriften CS 23 als auch die vielen technischen Details in mühevoller Kleinarbeit zum Abschluss gebracht. Was die offizielle Typgenehmigung durch die EASA betrifft, so wird die Übergabe des Zertifikats erfol- gen, wenn wegen der Corona-Beschränkungen das begleitende Medienereignis für die Produkteinführung wieder möglich ist (Sommer). Indes produziert im italienischen Zweigwerk Pipistrel s.r.l. Gorizia das Unternehmen nach den Vorgaben der EASA die ersten Velis Electro in Serie. , nach dem ein weltweiter Auftragsbestand von über 120 Maschinen vorliegt. In der LSA-Klasse zugelassen ist die Velis das erste Elektroflugzeug der Welt.
Foto: Pipistrel
Foto: Pipistrel
Drei Flugstunden mit einem Elektroflugzeug in der Luft zu bleiben ist eine Ansage! Dazu noch die extrem niedri- gen Flugstundenkosten. Damit käme Bye Aerospace, benannt nach seinem Gründer und Besitzer George E. Bye, der gebeutelten General Aviation sehr weit entgegen. Berücksichtigt man, dass die Wartungskosten für ein E- Flugzeug deutlich niedriger liegen als bei kolbengetriebenen Maschinen, stände einem Kaufentscheid nichts im Wege. Unter der Cowling des eFlyer 2 steckte nun ein Rolls-Royce. Anfang 2022 möchte man mit der FAA 14 CFR 23-Zulassung die Serienproduktion beginnen. Über 300 zum Teil schon (cash backed) bezahlte Kaufeinlagen war- ten auf Umwandlung in feste Bestellungen, die ab 2022 zur Auslieferung kommen sollen. Der jetzige Zweisitzer, der kein LSA, sondern ein vollwertiges Motorflugzeug werden soll ist, kommt jedoch auf stolze 389 000 $.
Bye Aerospace Bye Aerospace
Velis wird erste E-Motormaschine mit EASA-Zulassung
20.04.2020
Foto: Messe-Friedrichshafen
Bild: Smartflyer
Startort für die Rekordversuche wird Zürich in der Schweiz sein. Für ein einmotoriges Flugzeug mit Verbrennungsmotor wäre das überhaupt kein Problem. Um die Strecke im Elektroflug zu bewältigen, müssen jedoch bis zur Insel Norderney mehrere Zwischenlandungen eingeplant werden. Die angedachte Flugstrecke führt natürlich gerade unter Umgehung der TMA ans Ziel.
30.07.2020
Foto: Messe-Friedrichshafen
Foto: EHang
Rekordflüge waren schon immer ein probates Mittel, die Luftfahrt zu forcieren. Nun will eine Schweizer Initiative mit dem frisch zugelassenen ersten Elektro-Motorflugzeug Pipi- strel Velis den Beweis antreten, dass man elektrisch trotz noch immer schlechter Batterien durchaus respektable Strecken in kurzer Zeit überwinden kann. 7 Weltrekorde sind dafür geplant. Ein besonderes Risiko ist dabei nicht gefordert. Was nicht aufgeführt ist, sind die reinen Stromkosten, die für die rund 700 Kilometer Flugstrecke am interessantesten sein dürften und das dann alles ohne CO2-Belastung. Das fünfköpfige Flugteeam, bestehend aus Zukunftsforscher Morell Westermann, dem Schweizer Piloten Marco Buholzer, dem Norderneyer Bierbrauer Tobi Pape, dem Video- und Musikproduzenten Tom Albrecht und dem Podcaster Malik Aziz, die dafür den Verein "Freunde der Elektromobilität" gegründet haben, wollen am 31. 8. dazu starten. Sie wollen der breiten Masse den Beweis antreten, dass elektrisches Fliegen längstens Realität ist. Lindbergh erhielt damals für seinen Re- kordflug 25.000 Dollar, der ihn berühmt machte, davon wird das Team weit entfernt blei- ben. Im Gegenteil, sie suchen sogar noch Sponsoren, denn nach ihrer Rechnung kostet der Spaß an die Nordsee angeblich bis zu 80.000 €, um in das „Guiness-Buch der Rekorde“ zu kommen.
Elektrisch fliegen von den Alpen bis zur Nordsee
E-Rekordversuch E-Rekordversuch
Personelles
Smartflyer „Eagle“ vorerst nur eine Studie
Bild: Smartflyer
Foto: Bye Aerospace
21.04.2020
Hybridflugzeuge sollen die Reichweiten normaler E-Flugzeuge verlängern, weil die Energiedichten verfügbarer Batterien heutiger Batteriezellen nicht ausreichen. Für die Dubai Airshow hatte Firmenchef Rolf Stuber vergange- nes Jahr erstmals das 8 bis 10-sitzige „Eagle“-Konzept vorgestellt, das sich auf einen skalierbaren Smartlyer– Entwurf bezieht. Für das Flugzeug würde man den Hauptantrieb, bestehend aus zwei gekoppelten Elektromotoren mit je 220 kW direkt auf einen mehrblättrigen Propeller geben, zusätzlich würden aber noch an den Flügelenden je ein 90 kW starker E-Antrieb installiert. Das reduziert den Widerstand, der normalerweise an den Flügelenden entsteht. Eine Pufferbatterie mit 200 kWh wird wie bei größeren Flugzeugen dann über eine Wellenturbine, die Einheit Range-Extender im Rumpfinneren versorgen wie z. B. auch die APU’s in Verkehrsflugzeugen.
Smartflyer Smartflyer
Siemens, Airbus und Rolls-Royce priesen vor drei Jahren mit einem Gemeinschaftsprojekt die Null-Emission- Luftfahrt auf den Weg zu bringen, den E-Fan X. Jetzt teilte Airbus mit, dass man das Projekt aufgegeben hätte. Siemens e-Aircraft sollte dazu einen 2,5 MW Elektroantrieb entwickeln. Der Ausstieg von Siemens mit dem Verkauf an Rolls-Royce hing mit einer Neustrukturierung zusammen. Welche Konsequenzen der Ausstieg von Airbus bedeutet, kann im Moment noch nicht abgesehen werden. Airbus beteuert aber, an der Dekarbonisierung festzu- halten, desgleichen Rolls-Royce, die noch mit den Bodentestversuchen fortfahren wollen. Ursprünglich war der Erstflug mit einem umgebauten Strahltriebwerk auf einen elektrischen Antrieb für das Jahr 2021 vorgesehen. Der europäische Hersteller betont, grundsätzlich an den Arbeiten für das schadstoffärmere Fliegen festzuhalten.
Foto: Airbus
Foto: Airbus
Aus für den E-Fan X
24.04.2020
Bild: Smartflyer
DLR-Überlegungen: ein 70-Sitzer mit 2000 Kilometer Reichweite
Bild: DLR
Foto: Bye Aerospace
04.05.2020
Dr. Johannes Hartmann vom DLR-Institut für Systemarchitekturen der Luftfahrt, leitet seit Anfang des Jahres 2020 arbeiten 45 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 20 DLR-Instituten gemeinsam im Projekt EXACT (Exploration of Electric Aircraft Concepts and Technologies) an der Entwicklung neuer Technologiebausteine für ein ökoeffizientes Ver-kehrsflugzeug. Ziel ist es, bis zum Jahr 2040 die Technologien für ein solches Luftfahrzeug mit mindestens 70 Sitzen und einer Reichweite von 2.000 Kilometern zur Einsatzreife zu bringen. Dr. Kai Wicke vom DLR-Institut für Instandhaltung und Modifikation hierzu: “Ob ein neuartiges Flugzeug mit Wasserstoff, Brennstoffzelle oder Batterie angetrieben wird – wir betrachten ganzheitlich, welche Auswirkungen dies auf das gesamte Öko- und Luftfahrtsystem hätte, also auf Flughäfen, Airlines sowie die Flugsicherung und Atmosphäre.“
Bild: DLR
Weltweit treiben Hersteller die Entwick- lung von Brennstoffzellen voran. Ein neues deutsches Konjunkturprogramm soll besonders die Wasserstofftechno- logie für den gesamten mobilen Be- reich beschleunigen helfen. Bislang gibt es nur das viersitzige Flugzeug HY4 des DLR in dem Wasserstoff, die Brennstoffzellen zur Stromerzeugung betreibt. Weitaus häufiger sind Anwen- dungen inLKW’s, Bussen und andere Nutzfahrzeugen.
systeme etwas mehr als die Hälfte aus- machen. Es funktioniert bei mehr oder weniger jeder realen Temperatur von - 50 bis +50 °C und darüber hinaus. Und während es sich zu diesem Zeitpunkt noch im Labor befindet, geht das Team davon aus, dass diese Brennstoffzellen etwa 20.000 Stunden ohne Wartung halten werden - ein weiterer sehr wich- tiger Faktor für zukünftige kommerziel- len Betreiber. Der Entwicklungsplan sieht für dieses Jahr noch vor, 15- bis 20-kW-Prototy-
Start-up Unternehmen weckt Hoffnungen für leichte und preiswerte Brennstoffzellen
Darin sieht das junge Start-up-Unter- nehmen HyPoint in Kalifornien eine große Chance für bestimmte Bereiche in der Luftfahrt, denn sie haben den riesigen Markt der eVTOL’s im Visier, deren Flugdauer mit heutigen Lithium- Ionen-Batterien zu stark begrenzt ist. Ihre Entwicklung konzentriert sich auf ein turbo-luftgekühltes Brennstoffzel- len-Design mit extrem hoher Energie-
dichte. Um diese Fluggeräte wirtschaft- lich zu betreiben, müssen sie den gan- zen Tag für den Einsatz verfügbar sein. Lange Ladezeiten, wie etwa für Batte- rien an den Ladestationen, stellen da- bei keine Lösung dar. Die Energiedichte des Gesamtsystems liegt bei etwa 960 Wh/kg, wobei Lithi- umbatterien normalerweise nur 250 Wh/kg hergeben und andere luft- und flüssigkeitsgekühlte Brennstoffzellen-
Versuchsstacks im kalifornischen Labor von HyPoint
pen zu bauen. Dem dann bis 2022 ein volleinsetzbares System mit 150-200- kW folgen wird. Bei Grossserienferti- gung werden sich die Preise zwischen 100 und 500 $/kW einpendeln, während flüssigkeitsgekühlte Systeme zwischen 300 und 600 $/kW liegen. Ihr zusätzli- cher Nachteil, sie müssen noch das komplette Kühlsystem mitschleppen.
Foto: Eviation
HyPoint HyPoint
Foto: HyPoint
05.06.2020
Zuerst eVTOL im Visier
Die Energiedichte von 960 Wh/kg schlägt bereits jedes Batteriesystem
100 $/kW als erreichbares Ziel
Foto: HiPoint
Versuchsmuster mit Wasserstofftank
HyPoint Brennstoffzellen-Stack
Drohne als Testmodul
Foto: HiPoint
Foto: HyPoint
Nach erfolgreichen Tests mit ihrem Hybridflugzeug Cassio 1 hat Voltaero nachgelegt. Mutig ist die neu vorge- stellte Flugzeugkonfiguration, denn sie ist rein optisch noch gewöhnungsbedürftig. Der Entenflügel im Bug, der Hauptflügel und das Höhenleitwerk liefern gleichermaßen Auftrieb, was zu einem kleineren Hauptflügel führt. Um die Energie optimal zum Vortrieb einzusetzen, hat Voltaero auf einen Pusher gesetzt. Die Baureihe ist als Cassio 330 mit 330 kW als Viersitzer, den Cassio 480 mit 480 kW als Sechssitzer und dem Zehnsitzer Cassio 600 mit 600 kW geplant. Die Maschinen sollen in einer neuen Montagelinie in der Region Nouvelle Aquitaine hergestellt wer- den. Ende 2022 sollen die ersten Maschinen der Cassio 330 zur Auslieferung kommen. Cassio wird nach der EASA CS23-Zertifizierungsspezifikation als einmotoriges Flugzeug der Kategorie Allgemeine Luftfahrt zertifiziert.
Foto: Volaero
Bild: Voltaero
Frankreichs Flugzeugbauer preschen voran
08.05.2020
H55 ist ein Spin-off von Solar Impulse. Ursprünglich ging es aus der Entwick- lung des ersten Schweizer Elektroflug- zeug, einer umgerüsteten Silence Twis- ter hervor. Der Firmenname wurde bei- behalten. Nach der Neugründung von H55 im Jahr 2017 verfolgte man eine ganz neue Linie. Besonders durch die Verstärkung von Solar Impulse-Pilot André Borschberg richtete sich das am Flugplatz Sion angesiedelte Unterneh-
Stärkung der regionalen Wirtschaft. Dazu erhält H55 noch weite 5 Millionen direkt vom Kanton. Zuvor kam bereits Unterstützung von der Stadt Sion und dem Centre de Cautionnement et de Financement. Durch das finanzielle Engagement können so nun die For- schungs-, Produktions- und Testein- richtungen des Unternehmens besser genutzt werden. Wie Gregory Blatt mit- teilte, werde man sich in Zukunft noch stärker darauf konzentrieren, die ge- samte Antriebskette, angefangen von der Energiequelle und ihrem Manage-
Im schweizerischen Wallis spezialisiert man sich auf elektrische Antriebsstränge
men auf die Entwicklung von elektri- schen Antriebstriebsträngen aus, während man man nach einem Flug- zeughersteller suchte, der eine Koope- rationsbasis darstellt. Auf der AERO 2019 präsentierte man sich zusammen mit dem tschechischen Flugzeugher- steller BRM Aero. Wie auch andere Flugzeughersteller hat man bei H55
sehr schnell erkannt, dass es wenig Sinn macht, eigene Flugzeuge zu ent- wickeln, zumal BRM Aero mit der Bri- stell ein ideales Flugzeug zur Umrüs- tung auf ein elektrisches Trainerflug- zeug geeignet ist. Das Team Bosch- berg, CEO der Firma, zusammen mit Sébastien Demont und Gregory Blatt sehen damit eine erste Kundenanwen- dung, die erfolgversprechend auf an- dere Flugzeugmuster anwendbar sein wird. Nach gründlicher Flugerprobung mit einem Rolls-Royce E-Motor (vor- her Siemens) weist das System, was man bis Ende 2021 zertifizieren möch- te, immerhin eine maximal mögliche Motorlaufzeit von 1,5 Stunden auf, was einer echten Flugzeit von 45-60 Minu- ten entspricht. Diese Angaben decken sich auch mit anderen Herstellern. Un- abhängig davon soll gemeinsam mit BRM Aero die Bristell Energic EASA zertifiziert werden. Nachdem im Grün- dungsjahr H55 bereits durch ND Capi- tal (Silicon Valley) unterstützt wurde, flossen 25 Millionen Franken des Kan- tion Wallis in den Innovationspark zur Errichtung des Campus Energypolis in das auch H55 einziehen wird. Dies zur
Der Zweisitzer Bristell Energic meistert auch steile Aufstiege
ment, über Schub und Leistung bis hin zu Pilotschnittstellen- und Steuerungs- systemen weiter zu entwickeln. Die junge Firma hat sich auf die Fahnen ge- schrieben, zu einem führenden Unter- nehmen heranzuwachsen, das Lösun- gen für CO2-freies Fliegen durch den Einsatz elektrischer Antriebe für die Luftfahrt findet.
H55 H55
Foto: H55
17.06.2020
Die AERO als Testballon
Die totale Flugzeit mit Rolls-Royce Elektromotor liegt bei 90 Minuten
CO2-freies Fliegen als Ziel
Foto: Rolls-Royce
Rolls-Royce Antriebsmotor
Foto: H55
André Borschberg, CEO von H55
MagniX tauscht Propellerturbine gegen 560 kW Elektromotor
Bild: MagniX
Foto: Bye Aerospace
29.05.2020
AeroTec ist in den USA ein ansässiges Ingenieur-Unternehmen, welches Tests für Flugzeug- und Triebwerksher- steller sowie für Airlines durchführt. In der Nähe von Seattle/USA, in Moses Lake, befindet sich deren Flight Test Center, das am 28. Mai das Passagier- und Arbeitsflugzeug, eine Cessna Grand Caravan 208B mit einem elektri- schen Antrieb für 30 Minuten in die Luft brachte. Die bereits 18 Jahre alte Maschine wurde mit einem Magni500 ausgestattet, einem Elektromotor, der noch jungen Firma MagniX, die im vergangenen Dezember im kanadischen Vancouver ein alte DeHavilland DHC-2 Beaver umrüstete und flügge machte. Der flüssigkeitsgekühlte magni500, der nun in der Maschine verbaut wurde, wird mit einer Nennspannung von 540 Volt Drehstrom betrieben. Er dreht mit 1900 UpM und soll einen Wirkungsgrad von 93 % haben. Das Motorgewicht wird mit 133 kg angegeben!
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Foto: AeroTec
Aerotec Aerotec
Seit 2012 arbeitet Raphaël Dinelli an der Idee mit einem Hybrid-Solar-Flugzeug den Atlantik von Ost nach West zu bewältigen. Sein Doppelflügel-Konzept mit einer Spannweite von 14 Metern wollte er mit Algen-Kraftstoff betrei- ben, doch in größerer Höhe fror ihm der Kraftstoff ein. Da er weiter auf einen Hybridantrieb setzte, schwenkte er auf ein Biojet-Fuel um. 70 Prozent der Leistung werden über den Diesel erzeugt, weil die Solarzellen nur 25 % zum Energiehaushalt beitragen können. 5 % kommen durch Hydrolyse, bei dem Wasserstoff für den Antrieb des Die- sels zugefügt werden. Ein E-Motor mit 60 kW treibt einen Zweiblattpropeller direkt an. Die Speicherbatterie hat nur 2 kWh. Am 29. Mai 2020 brach er den Höhenrekord für Hybridflugzeuge mit 10120 Fuß. Bei dem über 10-stündigen Flug verbrauchte das Flugzeug nur 5 Liter Kraftstoff pro Stunde. Nächstes Jahr will er über den Atlantik.
Foto: Eraole
Foto: Eraole
Ein Franzose will mit seiner „Eraole“ über den Atlantik
02.06.2020
Foto: Messe-Friedrichshafen
Bild: Smartflyer
Durch die Verwendung der CFK-Bauweise lassen sich heutzutage extrem leichte Zellen entwi- ckeln. Im Fall des Birdy wiegen Rumpf, Flügel und Leitwerk ganze 93 kg. Dazu kommen 5,5 kg für den E-Motor und seiner Motorsteuerung, 32 kg für zwei Batterien, 8 kg für das Rettungsge- rät sowie restliche 12kg für weitere Einbauten. Als FAI-Segler der 13,5 Meter Klasse kann er bei einer Gleitzahl von 40 und dank seines geringsten Sinkens von 0,58 m/s manch anderem Mitbewerber echt Paroli bieten. Dazu marschiert er bei Motordauerleistung mit flotten 170 km/h manch Anderen davon.
10.08.2020
Foto: Messe-Friedrichshafen
Foto: Johannes Langer
Es ist der Initiative einiger Segelflug-Enthusiasten zu verdanken, die unter Mitwirkung von Dr. Werner Eck, der als Konstrukteur der Geiger-Elektromotoren bekannt wurde, ein selbst- startendes Segelflugzeug der 120 kg-Klasse am 7. August nach einem Jahr Verzögerung in die Luft gebracht zu haben. Die Konstruktion erlaubt es seinen Nutzern, auch ohne Medical auszukommen. Es war DULV-Testpilot Günther Spitzer, der „Birdy“ am Flugplatz Coburg für 45 Minuten in den stahlblauen Himmel bewegte und erste grundsätzliche Tests durchführen konnte. Der Segler, der zugleich in die 13,5 Meter FAI-Klasse passt, hat im Gegensatz zu sei- nen Mitspielern mit klassischen FES- oder Schwenktriebwerken einen reinen Heckantrieb. Dieser wird über eine Fernwelle von einem Geiger-HPD 16 angetrieben. Noch sind die Leis- tungswerte, wie etwa die errechnete Gleitzahl nicht vermessen, doch konnte immerhin das beste Steigen im Kraftflug mit 3,5 m/s bereits nachgewiesen werden. Der niederländische Professor für Aerodynmik Loek Boermans von der Universität Delft gab dem Vögelchen „Birdy“ das nötige Profil und sein charakteristisches Aussehen, nachdem Werner Eck zu- nächst in seinem polnischen Segler „Axel“, ebenfalls mit einem Geiger-Motor den Fern- wellen-Heckantrieb erfolgreich erprobt hatte. Das Projekt wurde von den Initiatoren und von dem Flugzeugbauer und Entwickler Klenhart Aero Design zunächst als No-Profit-Vor- haben geplant und umgesetzt. Vorausgegangen waren Anfragen bei den traditionellen Se- gelflug-zeugherstellern, die in so einem selbststartenden Einfach-Motorsegler keine Markt- fähigkeit sahen. Das klingt allerdings auch nach einer gewissen Überheblichkeit, denn die UL-Be-wegung hat gezeigt, dass sich traditionelle Motorflugzeughersteller eines Anderen haben belehren lassen müssen. „Birdy“ soll nun so schnell wie möglich das vereinfachte Zulassungsprozedere durchlaufen, was am Flugplatz Mengen unter Peter Schneider vom DVLL und DULV zügig vorangehen wird. Klenhart Aero Design hat sich bereits auf die Serie vorbe-reitet, da jeder der Gründungsmitglieder auf sein eigenes Flugzeug wartet. Wie Nor- bert Klenhart zu verstehen gab, sei er unter anderem mit dem Neubau einer entsprechen- den Fertigungshalle in Spalt bei Nürnberg auch auf eine größere Serie vorbereitet.
Eigenstartfähiger 13,5 Meter Segler aus Deutschland wurde flügge
Birdy Birdy
Pipistrel „Velis“ erhielt EASA-Zulassung
Foto: Pipistrel
Foto: Bye Aerospace
17.06.2020
Am 10.6. 2020 erteilte die EASA die Zulassung für die Pipistrel Velis. Pipistrel gilt als das erfahrenste Unterneh- men für elektrische Antriebe. Seit 2007 werden bei Pipstrel elektrische Antriebsstränge in Flugzeugen verbaut. Nach der Entwicklung verschiedener Schulterdecker entstand aus dem Muster Virus 121 eine erste Elektrover- sion. Dier Alpha Electro. Daraus wurde die Velis weiterentwickelt. Das jetzt nach EASA-Richtlinien für VLA zu- gelassene Flugzeug hat eine maximale Abflugmasse von 600 kg. Der Antriebsstrang besteht aus einem 57,6 kW Elektromotor, der über eine Dauerleistung von 49 kW verfügt und mit 2350 UpM dreht. Zwei flüssiggekühlte Lithium-Ionen Batterien mit einer Nennspannung von 345 Volt speisen das System. Die Velis besitzt eine Spann- weite von 10,50 Meter. Inzwischen läuft die Fertigung im italienischen Zweigwerk von Pipistrel auf vollen Touren.
Foto: Pipistrel
Pipistrel Pipistrel
Airflow, will als Luftlogistikunternehmen Flugzeuge und Dienstleistungen der nächsten Generation entwickeln. Ziel ihrer Entwicklung ist ein kleiner eSTOL-Frachter, um mit einer extrem kurzen Start- und Landebahn von nur 100 Meter auszukommen (erforderliche Startbahnlänge sogar nur 50 Meter). Das mit einem Doppelleitwerk, einem Druckpropeller sowie 10 kleine, über den Flügel verteilten E-Motoren zur Erzeugung des Hochauftriebs zu entwi- ckelnde Flugzeug soll einsitzig geflogen, bis zu 225 kg Fracht, sozusagen von Tür zu Tür fliegen. eSTOL-Flugzeu- ge können gemäß den Standards von FAR Part 23 zertifiziert werden. Das Luftlogistiknetzwerk von Airflow soll Fracht schnell und kostengünstig über den bodengebundenen Verkehr transportieren. Man stellte fest, dass eSTOL-Flugzeuge für ein Drittel der Betriebskosten gegenüber von eVTOL betrieben werden können.
Foto: Airflow
Bild Airflow
Airflow setzt neue Maßstäbe für eSTOL-Flugzeuge
23.06.2020
Airflow Airflow
Großbritannien startet Praxistests für H2-Flugzeugen
Foto: ZeroAvia
Foto: Bye Aerospace
24.06.2020
Großbritannien bemüht sich neben der Industrie um nachhaltige Projekte und unterstützt sie auch im Luftfahrtbe- reich. Das HyFlyer-Projekt zielt darauf ab, kleine Passagierflugzeuge mittlerer Reichweite zu dekarbonisieren. Der konventionelle Antriebsstrang im Flugzeug wird durch Elektromotoren, Brennstoffzellen und Speicher für den Wasserstoff ersetzt. Das Flugzeug, eine Piper M hat inzwischen erste Testflüge von Cranfield aus im reinen Batte- rie-Elektrobetrieb durchgeführt. Nach der Integration der Brennstoffzellen in das System sollen noch in diesem Sommer die Flüge dann im Betriebsmodus Wasserstoff-Brennstoffzelle-Batterie-E-Motor durchgeführt werden. ZeroAvia geht davon aus, dass Flugzeuge mit mehr als 200 Sitzplätzen und einer Reichweite von mehr als 3.000 Seemeilen bis 2040 machbar sind, ohne dass grundlegende wissenschaftliche Durchbrüche erforderlich sind.
Foto: ZeroAvia
HyFlyer HyFlyer
Das DLR erweitert derzeit seine Aktivitäten um vier weitere Institute, um die Mobilität der Zukunft umweltverträgli- cher zu gestalten, zwei davon zur Erforschung für zukünftige Elektroflugzeuge. Es geht unter anderem um Strom oder Wasserstoff, um emissionsarme Triebwerke der entsprechenden Luftfahrzeuge bzw. Konzepte. Mit institutio- nellen Forschungsprogrammen intensiviert das DLR seine Forschung. In Nordrhein-Westfalen und Sachsen- Anhalt wird das DLR im Rahmen des DLR-Forschungsprogramms zu den Themen des elektrischen Fliegens an Fragen zur Allgemeinen Luftfahrt zum urbanen Luftverkehr (Urban Air Mobility, UAM) sowie zu unbemannten Luft- fahrtsystemen (Unmanned Aircraft Systems, UAS) arbeiten. Die Einrichtung Technologien für Kleinflugzeuge in Aachen und Merzbrück wird sich den Themenkomplexen General Aviation und ‘Urban Air Mobility‘ widmen.
Bild DLR
Bild DLR
DLR konzentriert an neuen Standorten elektrisches Fliegen
06.07.2020
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Erste Passagier-Touristikflüge mit autonomer Drohne
Foto: EHang
Foto: Bye Aerospace
16.07.2020
EHang 216 ist eine vollständig autonome Drohne der EHang Holdings Limited für maximal zwei Passagiere. Das Unternehmen bezeichnet sich als das weltweit führende Unternehmen für Technologieplattformen autonomer Luftfahrzeuge. In Yantai, einer Küstenstadt in Ostchina fanden am 14. Juli die ersten Sightseeing-Ausflüge um den Fishermans Wharf statt. Vier einzelne Passgiere hatten das große Glück, für einen Flug ausgewählt zu wer- den. Eine junge Frau kommentierte: „Es war unglaublich. Ich fühlte mich während der gesamten Reise sicher. Der EHang 216 flog nahezu turbulenzfrei und absolut ruhig. Dies war mein erstes Mal, dass ich eine solche Vo- gelperspektive aus der Luft erlebte. Ich kann es kaum erwarten, eine weitere Reise zu unternehmen!“ Man wollte damit die Sicherheit den Flugsystems unter Beweis zu stellen und auch Vertrauen damit aufbauen.
Foto: EHang
EHang EHang
Kartenzusammenstellung entnommen der Website von: www.elektro-weltrerordflug.eu
Drei traditionelle Segelflugzeughersteller teilten sich seit Jahrzehnten größtenteils den Weltmarkt (zuvor vier) bei der Herstellung von Superorchideen. Mit der DG-400 kam Bewegung in die Szene - weg von Winde und Flugzeug- schlepp. Mit Motorkraft ging es fortan zur Thermik. Alle andere Hersteller weltweit folgten. Jonker Sailplanes aus Südafrika, der als Segelflugzeughersteller erst seit 2006 mitmischt, kommt nun mit der JS3 RES neu hinzu. Nun entstand mit der auf Zweitakter spezialisierten Firma Solo eine Initiative, elektrische Antriebsstränge neu zu defi- nieren, dies zunächst mit Emrax-Motoren aus Slowenien. Was noch folgen wird, bleibt offen, auch wenn Jonkers- Deutschland-Office in Ailingen bereits von FES-Antrieben, ebenfalls im JS3, aber von LZ-Design spricht. Erfreu- lich für die gesamte Segelflugszene: es wird sauberer und leiser!
Bild Jonker Sailplanes
Bild Jonker Sailplanes
Jonker Sailplanes JS3 RES wird elektrisch eigenstartfähig
22.07.2020
Jonker Sailplanes Jonker Sailplanes
Bild: Smartflyer
Foto: EHang
Foto: Messe-Friedrichshafen
Bild: Smartflyer
Mit einen Memorandum of Understanding (MoU), einem Begriff, den man gerne im Englischen wählt, unterzeichneten am 5.8.2020 Barnaby Law, Chefingenieur für Brennstoffzellen und Lars Wagner, Technik-Vorstand, beide MTU Aero Engines, gemeinsam mit DLR-Vorstandsmitglied Prof. Rolf Henke den zukunftsweisenden Vertrag. Damit unterstreicht auch die MTU Aero Engi- nes ihre Kernkompetenz auf einem völlig neuen Geschäftsfeld, was bisher auf Niederdrucktur- binen, Hochdruckverdichtern, Turbinenzwischengehäusen sowie Herstell- und Reparaturver- fahren konzentriert war. Als Demostrator für einen wasserstoffbetriebenen Antriebsstrang wird eine Do 228 dienen.
06.08.2020
Foto: Messe-Friedrichshafen
Foto: DLR
Nachdem sich Bunderegierung und EU eindeutig zur Förderung der Wasserstofftechnolo- gie geäußert haben, scheint Bewegung in ein Projekt zu kommen, das seit Sommer 2018 auf Eis zu liegen schien. Emissionsfreies fliegen lautet das große Ziel der internationalen Luftfahrt. Realisieren lässt sich Emissionsfreiheit am Himmel langfristig zum Beispiel durch die Wandlung von Wasserstoff in Strom und damit die umweltfreundliche Elektrifi- zierung des Antriebs. Das schon 2018 mit einem Memorandum of Understanding (MoU) erstmals in die Wege geleitete Projekt sollte noch unter Hinzunahme von Siemens durch- geführt werden. Doch daraus wurde bekanntlich nichts. Nun entschloss sich die Führung des DLR mit MTU Aero Engines AG, Deutschlands führender Triebwerkshersteller, eine Li- aison, ebenfalls zunächst auch nur mit einem MoU in die Wege zu leiten. Mit MTU Aero En- gines dürfte das DLR nun als alleinigen Partner ausgewählt haben, da die MTU bereits seit letztem Jahr sich mit dem Aachner Unternehmen e.Sat Powertrain zur gemeinsamen Entwicklung elektrischer Antriebsstränge, unter anderem für das Silent Air Taxi entschlos- sen hatte. Das unter der Federführung des DLR angedachte Projekt kommt nun, dass man sich aber explizit auf Wasserstoff-Brennstoffzellen zur Erzeugung von Strom konzentrie- ren möchte. Um das zu entwickeln und zu validieren, wollen die Partner in den kommen- den Jahren ein Flugzeug vom Typ Dornier 228 mit einer wasserstoffbetriebenen Brenn- stoffzelle und einem einseitigen elektrischen Propellerantrieb der Leistungsklasse von über 500 Kilowatt-Wellenleistung ausrüsten und im Flug testen. Brennstoffzellen verursa- chen mit Ausnahme von Wasser keine Emissionen und zeichnen sich durch einen hohen Wirkungsgrad aus. Ziel des gemeinsamen Technologievorhabens ist die Entwicklung ei- nes luftfahrtgeeigneten, vollständigen Antriebsstrangs und dessen Kühlung (Cooling- Line). Die Elektrifizierung des Antriebsstrangs stellt dabei eine Kerntechnologie dar, die der Vorbereitung eines fliegenden brennstoffzellen-basierten Antriebsstrangs dient. Den Erstflug des Do 228-Demonstrators peilen die Partner ab 2026 an. Die Leitung des Flug- projekts liegt beim DLR, das das Versuchsflugzeug zur Verfügung stellt und betreibt.
DLR ergreift Initiative für Wasserstoffantriebe mit Industriepartner MTU
DLR DLR
Testflüge mit Stratosphären-Solarflugzeug neu aufgenommen
Foto: Solar Stratos
Foto: Bye Aerospace
24.07.2020
Am 23. Juli hob auf dem Schweizer Militärflugplatz Payerne, Raphaël Domjans SolarStratos zu einem erneuten ersten Testflug ab. Das zweisitzige Stratosphären-Solarflugzeug ist mit einem HPD 25-Motor ausgestattet. Es war schon einmal für 7 Minuten in der Luft. Bei einem Belastungsversuch ging die linke Flügelhälfte vorzeitig zu Bruch. Nach zweijähriger Pause und einem neuen Flügelsatz war man bereit, die Flugversuche wieder aufzu- nehmen. Das mit den neuen Tragflächen ausgestattete Flugzeug stieg nach dem Start vom Aerodrome in Pay- erne zunächst auf eine Flughöhe von 800 Metern und landete 20 Minuten später wieder sicher auf dem Boden. Die eigentlichen Ziele liegen darin, nur mit Solarkraft elektrisch betrieben, das Flugzeug in Höhen von etwa 25.000 Metern zu bringen. Es sollen damit sowohl Gast- als auch Forschungsflüge durchgeführt werden.
Foto: Solar Stratos
SolarStratos SolarStratos
Foto: EHang
Foto: Messe-Friedrichshafen
Bild: Smartflyer
Auf Basis des südafrikanischen KIT-Tiefdeckers Sling 4 werden ab diesem Herbstsemester bis zu 12 Studenten an der Integration eines an der ETH entwickelten elektrischen Antriebsstrangs tätig sein. Der Antriebsstrang erfährt eine Flüssigkeitskühlung, so dass für die Dauer von etwa 5 Minuten eine Spitzenantriesbsleistung von bis zu 110 kW auf die Propellerwelle zur Verfügung stehen (Peack Power). Die vorgesehene Ladespannung liegt bei 540 Volt. Dementsprechend stark werden auch BMS, Controller und Inverter ausgelegt. Der Umbau und erste Tests erfolgen am Innovationspark in Dübendorf. Schon im kommenden Jahr sollen dann dort die Flugversu- che beginnen.
14.08.2020
Foto: Messe-Friedrichshafen
Foto: Sling Aircraft
Im Gegensatz zu deutschen Universitäten hat die Schweiz keine Luft- und Raumfahrtfakul- täten, dennoch gehen von der bekanntesten Universität, der Eidgenössischen Technisch- en Hochschule (ETH) immer wieder entscheidende Impulse aus, die die Luftfahrt beflügeln. Jüngste Initiative ist das Vorhaben zur Entwicklung eines reinen Elektro-Viersitzers auf Ba- sis eines in Südafrika entwickelten KIT-Flugzeugs. Sling Aircraft als Hersteller des Ganz- metall-Tiefdeckers mit Dreibein-Festfahrwerk engagiert sich selber mit dem Umbau der Zel- le, die anschließend verschifft und in die Schweiz transportiert wird. Die Vorbereitungen dazu kamen aufgrund einer Initiative von der ETH in Zürich, nachdem man bereits das jun- ge afrikanische Unternehmen dafür gewonnen hatte und durch ETH Masterstudent Alexan- der Weiser vor Ort bei Johannesburg die Umkonstruktion in die Wege leitete. Dabei erhält das Flugzeug einen verlängerten Flügelsatz, um auf eine höhere Streckung zu kommen. Seitens der ETH kommt eine Motor-Eigenentwicklung mit einer kontinuierlichen Antriebs- leistung von 55 kW. Erfahrungen dazu und zur Entwicklung von BMS, Controller und In- verter sind aus vorangegangenen Entwicklungen im Fahrzeugsektor vorhanden. Um mög- lichst mit optimalen Leistungen verfahren zu können, hat man sich auf eine Flüssigküh- lung festgelegt. Auch die 50 kWh-Batterien, die regulär als modulares System im Flügel verbaut werden soll, wird flüssige Kühlung erfahren. Sling Aircraft trägt die Gesamtkosten der Flugzeugzelle, welche in Zürich-Dübendorf mit dem Antriebsstrang „verheiratet“ wird. Dort darf sich die ETH mit drei anderen Entwicklungsteams im Innovationspark kostenfrei einmieten, wo ab September die Werkstätten für die Integration und den Einbau des An- triebsstranges und einer Testbench entstehen. Das Projekt ist sehr ehrgeizig angelegt. Die Zulassung soll über die Experimental Aviation of Switzerland (EAS) in Kooperation mit dem Bundesamt für Ziviluftfahrt (BAZL) entstehen. Der Erstflug der Maschine ist bereits für das kommende Jahr im Sommer geplant. 12 Studenten aus den Fakultäten Maschinenbau und Elektrotechnik werden sich die Einzelaufgaben unter Betreuung der wissenschaftlichen Assistenten Alexander Weiser und Nicolai Solenthaler ab September teilen. Nach erfolgrei- chem Projektabschluss wird das e-Sling Flugzeug für Forschungszwecke und nichtkom- merzielle Demonstrationsflüge eingesetzt.
Eigenstartfähiger 13,5 Meter Segler aus Deutschland wurde flügge
eSling eSling
Studenten der ETH-Zürich wollen 4-Sitzer elektrisch flott machen

Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Erstausgabe 13.4.2015
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Electric Flight
Bild: Smartflyer
Foto: EHang
Elektrische Herausforderung
Bild: Smartflyer
Foto: Johannes Langer
Vom Entwickler und Designer mit „Birdy“ an die Spitze der 120 kg-Klasse
Bild: Smartflyer
Bild: DLR
Mit H2-Brennstoffzellen E-Antrieben zum Erfolg verhelfen
Bild: Smartflyer
Foto: Johannes Langer
Studienprojekt mit Schweizer
Touch
Bild: eSling