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Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Electric News
Electric Flight
Foto: Electrifly-In
03.06.2024
Großserienproduktion bei EHang in China für touristische Zwecke Während in westlichen Ländern noch spekuliert wird, ob eVTOLs wirklich unser Mobilitätsverhalten verändern könnten, versucht man in China den Eindruck zu erwecken, dass eVTOLs zur Normalität wie Taxis gehören. EHang, einer der Pioniere für autonome zweisitzige Kopter produziert inzwischen nach der chinesischen Zulassung im vergangenen Jahr seinen EH216-S zum Preis von 312.000 US-Dollar je Stück. Erst kürzlich be- stellte Xishan Tourism 50 Einheiten dieses Typs. EHang und Xishan Tourism planen die Kopter in touristischen Zonen zu etablieren. Weitere 450 Einheiten für die kommenden zwei Jahre seien vorbestellt. Die Provinz Shanxi wurde zur nationalen Demonstrationsprovinz für die Entwicklung der allgemeinen Luftfahrtindustrie ernannt, und die Stadt Taiyuan ist eine der nationalen Demonstrationszonen für die zivile unbemannte Luft- fahrt. Profiteur des Serienhochlaufes ist auch der österreichische Unterlieferant FACC in Linz. Allerdings ist es EHang bis heute nicht gelungen, in Europa oder USA, wirklich Fuß zu fassen. Es gibt lediglich am Werksgelände in Österreich von FACC eine Teststrecke. www.ehang.com
Foto: EHang
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04.06.2024
Bell-Nexus eVTOL ging bei Textron in Wichita in die Endmontage In Wichita/Kansas hat der US-Textron-Konzern die Endmontage seines von Bell entwickelten eVTOL Nexus begonnen. Das Konzept stammt von der Textron-Tochter Bell, die 2020 einen ersten Entwurf herausbrachte und der durch das neue Modell abgelöst wird. Das neue Muster besitzt jetzt vier schwenkbaren Rotor-/Propellereinheiten an Flügel und Heck sowie und zwei stationären Rotoren am Flügel für den Vortrieb. Das eVTOL wird im Reiseflug von dem Hautpflügel getragen. An dem Rumpf ist ein Doppelleitwerksträger mit einem negativen V-Leitwerk geflanscht. Zu- nächst ist Nexus nur als Technologieträger gedacht. Kryia Shortt, die Präsidentin und Hauptgeschäftsführerin (CEO) von Textron eAviation, sag- te aus diesem Anlass: „Seit der Gründung von Textron eAviation hat sich das Team auf die Konstruktion des Flugzeugs, die Leistungsbestäti- gung und den Bau unseres ersten Technologie-Demonstrators in Originalgröße konzentriert, um die Steuerung und Funktionalität des Flugzeugs zu testen. Textron eAviation, zu dem auch Pipistrel gehört, strebt den Erstflug des Demonstrators für das Jahr 2025 an. www.e-aviation.com
Foto: Textron eAviation
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05.06.2024
Eröffnet: 600 Aussteller aus 31 Ländern geben der ILA-Berlin neue Impulse Unter dem Motto Pioneering Aerospace startete heute die ILA Berlin 2024. An den kommenden vier Tagen dreht sich am BER-Flughafen alles um die Zukunft der Luft- und Raumfahrt. Die Leitmesse für Innovation, neue Technologie und Nachhaltigkeit ist Plattform für die internationale In- dustrie, Politik, Streitkräfte und Wissenschaft. Mit den Segmenten Aviation, Space, Defence & Support, Advanced Air Mobility und Supplier deckt die ILA die gesamte Bandbreite der Branche ab. Alleinstellungsmerkmal der ILA ist das umfangreiche Programm auf vier STAGES. Thematisch stehen dabei erstmals klimaneutrales Fliegen, neue Mobilität und Weltraumsicherheit im Fokus. Offiziell wurde die ILA von Bundeskanzler Olaf Scholz eröffnet. Sie ist die größte Luft- und Raumfahrtausstellung in der EU. Auf 150.000 Quadratmetern präsentieren die Aussteller ihre Innova- tionen – vom elektrischen Senkrechtstarter (eVTOL), über klimafreundliche Antriebe bis hin zu Luftverteidigungs- und Satellitensystemen. Zudem werden rund 100 Fluggeräte auf der ILA hautnah zu erleben sein – sowohl am Boden als auch in der Luft. www.ila-berlin.de
Foto: Messe-Berlin
Foto: Electrifly-In
06.06.2024
Amerikaner versuchen einen Elektroflug-Höhenrekord nach dem anderen zu knacken Die kleine US-Gruppe Helios Horizon behauptet, kürzlich den Rekord für das am höchsten fliegende mehrsitzige Elektroflugzeug mit einer Pipis- trel Taurus gebrochen zu haben, die es als einen Schritt auf seiner Reise in die Stratosphäre betrachtet. Die jüngste Testkampagne des Teams – durchgeführt im April und Mai in der Nähe von Bishop, Kalifornien – endete damit, dass das Flugzeug in Höhen von 5334 m (17.500 ft) bis 7315 m (24.000 ft) flog rein elektrisch flog. Das modifizierte Flugzeug hat ähnlich wie sein Original einen Schwenkararm, an dem der Motor befestigt ist. Diese Flüge verbrauchten laut Helios Horizon nicht mehr als 60 % der gesamten Batteriekapazität des Flugzeugs. Mit einer Höchstflughöhe von 13.411 m (44.000 ft) will Helios Horizon noch höher fliegen als die maximale Flughöhe für kommerzielle Fluggesellschaften. Das Unternehmen hofft, diesen Meilenstein in die höhere Atmosphärenschicht der Erde Ende 2025 oder Anfang 2026 zu erreichen, sagt Miguel Iturmendi, Gründer und Testpilot von Helios Horizon, der zuvor auch den Höhensegler Perlan 2 flog und auf 19.812 m (65.000 ft) Höhe kam. www.flightglobal.com
Foto: James Darcy/Helios Horizon
Foto: Electrifly-In
11.06.2024
Auch eine deutsche Firma ist am eVTOL-Projekt der brasilianischen Firma Eve Air Mobility beteiligt Eve Air Mobility, Tochter des brasilianischen Flugzeugherstellers Embraer gab an, weitere Zulieferer für ihr eVTOL eingebunden zu haben. Neben dem französischen Flugzeugzulieferer Latecoere für bestimmte Baugruppen der Zelle wurden auch die deutsche Firma KRD für dies Cockpitver- glasung und die Passagiertüren ausgewählt. Aus brasilianischer Fertigung kommen von RALLC und Alltec weitere Rumpfkomponenten. Das Muster wird von acht Hubrotoren und einem Druckpropeller in dier Luft bewegt. Letzten Monat hatten Eve Air Mobility und Embraer ein Abkom- men mit dem Flughafen Paris unterzeichnet, um den Betrieb von eVTOL und Energia-Flugzeugen auf Paris-Le Bourget vorzubereiten. Dabei geht es in erster Linie um Ladestellen für die elektrisch betriebenen Luftfahrzeuge. Und wie bereits von uns angekündigt, hat Embraer-Tochtergesell- schaft Eve Air Mobility in Taubaté im Bundesstaat São Paulo/Brasilien mit der Endmontage begonnen. Derzeit liegen 2.900 Vorbestellungen vor. Die Indienststellung ist für 2026 geplant. Damit beginnt im gleichen Jahr das große Rennen mit anderen Mitbewerbern. www.eveairmobility.com
Bild: Eve Air Mobility
Foto: Electrifly-In
13.06.2024
Rolls-Royce Electrical bietet perfekte Lösung für MDA 1-Commuter aus Norddeutschland MD Aircraft, Newcomer mit einem zweimotorigen E-Commuter gab auf der zurückliegenden ILA in Berlin bekannt, mit Rolls-Royce Electrical zu- sammen zu arbeiten. MD Aircraft ist ging aus der M&D Flugzeugbau hervor, die als Hersteller für Segelflugzeuge und Motorsegler sind. Rolls- Royce Electrical ging aus der ehemaliger Siemens eAircraft hervor. Olaf Otto, President - Electrical, Rolls-Royce sagte: "Wir sehen ein erheblich- es Potenzial im Commuter-Segment als umweltfreundliche Alternative zu bestehenden Kurzstreckenverbindungen. Darüber hinaus erweitert es das Angebot an Transportmöglichkeiten für Fracht und Passagiere weltweit mit effizienten und emissionsarmen Flugzeugen. Wir freuen uns, mit der MD Group zusammenzuarbeiten und mit unseren Produkten und unserem Know-how die erfolgreiche Entwicklung und Zulassung der MDA 1 zu unterstützen." Erst kürzlich hatte sich Rolls-Royce von einem britischen eVTOL-Projekt getrennt. Der Einstieg in ein erfolgversprechendes Flächenflugzeugprojekt ist umso erfreulicher. Das zehnsitzige Projekt MDA 1 befindet sich in der Entwicklungsphase. www.md-flugzeugbau.com
Foto: MD Aircraft
Foto: Electrifly-In
16.6.2024
Deutschlands erste Flugplatz-Elektroflug-Ladestation in Kempten-Durach eröffnet Mit einem Baustellenverteiler half man sich anlässlich des im letzten Jahr im Oktober stattgefundenen 1. Elektrofliegertreffs, doch jetzt entstand mithilfe eines Fachmanns Deutschlands erste offizielle Ladestelle für Kleinflugzeuge „Einer muss anfangen“, sagte Konstantin Hadrossek, Ge- schäftsführer der Landeplatzgesellschaft am Flugplatz Kempten-Durach. Auf dem Allgäuer Verkehrslandeplatz entstand nicht nur die erste offi- zielle E-Tankstelle für Flugzeuge Deutschlands, sondern es wurde auch die Idee für eine Elektroflugstrecke mit zehn Flugplätzen durch Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mitgeboren. Der Eintrag erfolgte bereits im AIP. Aufgerufen hatte das Thema Infrastrukturen bereits die vergangene AERO, wo Musterbeipiele wie etwa auf dem Rotterdamer Airport vorgestellt wurden. Der IDRF, Deutschlands Verband für regionale Flugplätze hatte sich, wie auch für Durach, jetzt auf die Fahne geschrieben, auch andere Flugplätze für den Ausbau zu begeistern. Am 15. Juni fand unter feierlicher Zeremonie die offizielle Einweihung der jetzt stationären Ladestelle statt. Output 2x11 kW - ein zarter Anfang.www.ebdm.de
Foto: H.Penner
Foto: Electrifly-In
17.6.2024
Die Pilot Academy der airBaltic will zur Schulung Diamonds eDA40 beschaffen Die Pilot Academy der airBaltic nahm erst kürzlich als 10. Diamond-Flugzeug, eine konventionelle DA 40 NG in Empfang. Anlässlich der Baltic International Airshow in Liepaja (Lettland) nahmen Anton Chirkovski, Leiter des zivilen Flugzeugverkaufs, Diamond Aircraft Austria und Jane Wang. Sales Director, Diamond Aircraft Austria die Kaufabsichtserklärung (LOI) für drei vollelektrische Schulungsflugzeuge eDA40 neben zwei DA42-VI in Empfang. Damit steigt dann die Flotte der Schulmaschinen auf 15 Flugzeuge. Der reguläre Viersitzer wird in einer 2-3-sitzigen Version in der E-Version mit einer EASA/FAA-Zulassung gefertigt werden. Diamond betont, dass eine sehr zuverlässiger E-Motor mit 94% Wirkungsgrad von Safran zur Anwendung kommt. Das verdoppelte Batteriesystem kommt vom amerikanischen Batterielieferanten EPS. Vilmantas Vaclovas Mažonas,(SVP Flight Operations, airBaltic und Kristaps Lapsa, General Manager, airBaltic Training übergaben die Schriftstücke an das Diamond Verkaufsteam. Im Frühling testeten bereits Lufthansapiloten das Flugzeug auf dem Flugplatz Dübendorf. bei Zürich. www.diamondaircraft.com
Foto: airBaltic Training, Kārlis Miksons
Foto: Electrifly-In
18.6.2024
Airbus und ZeroAvia wollen Infrastrukturen an amerikanischen Flughäfen für Wasserstoffeinsatz untersuchen Wie bereits Airbus angekündigt hatte, wolle man für eine CO2-freie Luftfahrt alle Gelegenheiten nutzen, den Ausbau der Flughäfen auf eine zu- künftige Wasserstoffinfrastruktur zu beschleunigen, um bei der Verfügbarkeit der ersten Wasserstoffflugzeuge gerüstet zu sein. Einer der Part- ner wird unter anderem ZeroAvia sein. ZeroAvia und Airbus haben gemeinsam Absichtserklärungen mit den drei größten Flughäfen Kanadas – Toronto, Montreal und Vancouver – unterzeichnet, um ein robustes Wasserstoff-Betankungssystem für die Zukunft der Luftfahrt zu entwickeln. Der US-Kongress hat eine fünfjährige Genehmigung der FAA verabschiedet, die die wasserstoffbezogenen Bestimmungen in das Gesetz aufge- nommen hat. Die Allianz für emissionsfreie Luftfahrt der Europäischen Kommission veröffentlichte nun ihr Visionsdokument, in dem der mögli- che Weg zur Umsetzung emissionsfreier Flüge skizziert wird und unterstützt damit die eigene Vision und Bestrebungen von ZeroAvia. Airbus hat bereits Programme mit Atlanta International (dem verkehrsreichsten Flughafen der Welt) und dem Houston gestartet. www.zeroavia.com
Bild: ZeroAvia

Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Electric News
Electric Flight
03.05.2024
Foto: VoltAero
04.05.2024
Foto: Jetson
07.05.2024
Bild: Lilium
08.05.2024
Foto: H2FLY
03.05.2024
Foto: ZSW/Duckek
08.05.2024
Foto: Eviation
14.05.2024
Foto: ZeroAvia
16.05.2024
Foto: AMSL Aero
22.05.2024
Bild: Heart Aerospace
23.05.2024
Foto: Liebherr-Aerospace
26.05.2024
Bild: Airbus
26.05.2024
Fotor: Archer
29.05.2024
Fotor: AuraAero
29.05.2024
Foto: EBACE
30.05.2024
Foto: EBACE
30.05.2024
Bild: Loft Dynamics
30.05.2024
Foto:Electra
31.05.2024
Bild: MDA-Aircraft
03.06.2024
Foto: EHang
04.06.2024
Foto: Textron eAviation
05.06.2024
Foto: Messe-Berlin
06.06.2024
11.06.2024
Bild: Eve Air Mobility
13.06.2024
Foto: MD Aircraft
16.6.2024
Foto: H.Penner
17.6.2024
Foto: airBaltic Training, Kārlis Miksons
18.6.2024
Bild: ZeroAvia
vor
Zertifikationstests für VoltAeros Parallel-Hybridantriebsstrang
Der parallele Elektro-Hybrid-An- triebsstrang von VoltAero hat mit den Zertifizierungstests für die fünf- sitzige Cassio 330-Version begon- nen. Der bodengestützten Prüftand integriert die Schlüsselelemente für die Serienproduktion der Cassio 330, den Elektromotor ENGI- NeUS™ 100 von Safran Electrical & Power und den Kawasaki Vierzy- lindermotor, abgeleitet vom legen- dären Ninja®-Motorrad. Der An- triebsstrang der Cassio 330 verfügt über eine kombinierte Elektro-Hy- brid-Leistung von 330 Kilowatt, wo- bei 180 Kilowatt vom Elektromotor und 150 Kilowatt vom Kolbenmotor kommen. Die Tests erfolgen im
Werk von AKIRA Technologies in Bayonne/Frankreich. Das Antriebs- konzept für die Cassio 330 ist ein- zigartig, da das Flugzeug den Elektromotor in seiner am hinteren Rumpf montierten Antriebseinheit für rein elektrische Energie wäh- rend aller Betriebsphasen nutzt (wenn die zurückgelegte Strecke weniger als 150 km beträgt). Die Hybridfunktion – bei der der Ver- brennungsmotor in den Antriebss- trang integriert ist – kommt als Range Extender zum Einsatz und lädt die Batterien während des Fluges wieder. www.voltaero.aero
Einmann-Kopter unter 100.000 Dollar über 420 Stück bestellt
Dass Kopter durchaus flugfähig sind, beweist ein kalifornisches Un- ternehmen namens Jetson. Die entwickelten den Jetson ONE, ei- nen einsitzigen Kopter, der dank seiner vier Pylons, an den je zwei Elektromoren hängen, sich für 20 Minuten in der Luft aufhalten kann. Eine Art Luft-Rodeo. Die einfache, aber sehr robuste Konstruktion be- steht aus einer Mischung aus Alu- miniumrohren und CFK-Strukturen. Insgesamt wiegt die Konstruktion nur 86 Kilo und trägt zur Sicherheit sogar noch ein Fallschirm-Retungs- system. Eine Software limitiert die Fluggeschwindigkeit auf 102 km/h.
Das komplette System kann bis zu 88 kW leisten. Die Begeisterung für dieses 3D-Fluggertä scheint auf der ganzen Welt bereits seine An- hänger zu finden. Man wechselt dazu ständig die sogenannte VIP Präsentationsorte, -mal Australien, mal USA und zuletzt im April in Arezzo in der Toscana. Dort findet dann jeweils eine Vorführung mit einer oder mehreren dieser Flug- geräte statt, um die Flexibilität im Flug oder auch im Duo zu präsen- tieren. Unter 100.000 US-Dollar soll so eine Spaßgerät kosten. Was die EASA dazu wohl sagt? www.jetson.com
Lilium erhielt Festauftrag zur Lieferung von 20 Lilium Jets in die USA
Lilium hat für seinen Lilium Jet ei- nen Auftrag über 20 Flugzeuge von der amerikanischen Fluggesell- schaft UrbanLink erhalten. Urban- Link ist die erste Fluggesellschaft in den USA, die eVTOL-Flugzeuge in ihre Flotte integriert. Das Unter- nehmen wird die Lilium Jets in Südflorida betreiben. Nach der Bestellung wird UrbanLink planmä- ßige Vorauszahlungen vor der Aus- lieferung leisten. Unter der Leitung von Ed Wegel, einem Veteranen der Luftfahrtindustrie, hat sich Urb- anLink der Schaffung moderner Verkehrssysteme verschrieben. Geplant ist auch, dass UrbanLink das Netzwerk von Florida-Verti-
ports, an dem Lilium und seine Partner in den letzten fünf Jahren gearbeitet haben, nutzt. UrbanLink sieht in eVTOLs einen Antrieb für eine nachhaltige regionale Kon- nektivität in ganz Südflorida. Der Lilium Jet mit seiner geplanten Startreichweite ist bereit, diese Vision zu erfüllen, indem er Groß- städte wie Miami, West Palm Beach, Boca Raton und Fort Lau- derdale miteinander verbindet und sich nahtlos über die Halbinsel bis nach Marco Island an der Küste erstreckt. Der Start des Services ist für 2026 geplant. www.lilium.com
Bundesminister übergab Förderbescheid für B H2-System
In Empfingen, Nordschwarzwald wurde mit Mitteln des Bundes ein Innovationscampus 2021 als BA- LIS eröffnet, um Brennstoffzellen- systeme bis 1,5 MW unter der Leit- ung des DLR-Institutes für Tech- nische Thermodynamik für ver- schiedene Verkehrsträger zu ent- wickeln. Als BALIS 2.0 er-hielt das Stuttgarter Unternehmen H2FLY den Auftrag mit den Partnern DLR und Diehl Aerospace aus Überlin- gen ein luftfahrttaugliches Brenn- stoffzellenmodul mit einer Leistung von 350 kW zu entwickeln und zu testen. Das zu entwickelnde Basis- modul wird skalierbar sein und soll später die Basis für weitere Ent-
wicklungen von Megawatt-An- triebssystemen darstellen. Damit könnten den Initiatoren DLR und H2FLY zufolge in Zukunft kommer- zielle Regionalflugzeuge mit 40 bis 80 Sitzplätzen emissionsfrei ange- trieben werden. Das Empfinger DLR-Testfeld, dass im Laufe die- ses Jahres in Betrieb gehen soll, ist parallele und zentrale Wir-ungs- stätte neben dem H2FLY-Airport Stuttgart, wo sich auch das Test- flugzeug HY4 befindet. Das Bun- desministerium für Digitales und Verkehr fördert das Projekt mit 9,3 Milliarden Euro, das bis 2026 läuft. www.h2fly.de
Pilotanlage zur Herstellung von Batteriematerialien
Die Herstellung neuer Hochleis- tungsbatterien ist unter anderem für die Elektromobilität einen wich- tigen Schritt vorangekommen. Am 2. Mai 2024 wurde am Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff- Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in Ulm eine Pilotanlage ein- geweiht, die erstmals die Produk- tion von innovativen Batteriemate- rialien und deren Vorprodukten im Maßstab von bis zu 100 Kilogramm außerhalb der Industrie ermöglicht. Zur Einweihung war unter anderem Bundesforschungsministerin Bet- tina Stark-Watzinger. Die Anlage wurde mit Fördermitteln des Bun- desministeriums für Bildung und
Forschung (BMBF) unterstützt. Den Neubau für die Batteriefor- schung namens „Powder-Up!“ för- derte das Land Baden-Württem- berg finanziell. Die neue Produk- tionsstätte Powder-Up! sei für die Herstellung von hochenergetisch- en und umweltfreundlichen Batte- riematerialien ein zentraler Bau- stein für den Aufbau einer wettbe- werbsfähigen und nachhaltigen Batteriewertschöpfungskette in Deutschland und Europa. Damit wird auch die technologische Sou- veränität im Bereich Batterieferti- gung weiter vorangetrieben. www.zsw.de
Das progressive Flugzeugkonzept Alice kommt wieder auf Trab
Bei Eviation Aircraft war es in letz- ter Zeit sehr ruhig. Ende April wur- de bekannt, dass das Conceptual Design Review (CoDR) des Alice- Flugzeugs abgeschlossen wurde. Die Überprüfung sei ein wichtiger Meilenstein und stelle eine Konfi- guration sicher, die sowohl zertifi- zierbar ist als auch eine optimierte Fertigung ermögliche. Das pro- gressive Design beinhaltet das charakteristische Aussehen von Alice bei, optimiere aber gleichzei- tig seine Leistung und verbessere das unübertroffene Kabinenerleb- nis weiter. Das CoDR, welches von TLG Aerospace durchgeführt wur- de, basierte auf den umfangrei-
chen Daten von Alices Pionierflug im Jahr 2022, den kürzlich im Wind-Tunnel in Seattle abge- schlossenen Windkanaltests und dem Feedback des Kundenbeirats von Eviation sowie monatelanger Entwicklungsarbeit. Wesentliche Veränderungen seien ein kon- stanter Rumpfquerschnitt, diverse Strukturelemente, vergrößerte Bat- teriespeicher im Flügel und ein optimierter Kabinenraum für seit- lich angebracht Handgepäckfä- cher. Die derzeitigen Bestellungen für den Neunsitzer stellen einen Wert von 5 Milliarden US-Dollar dar. www.eviation.com
Zero Avia spezialisiert sich auf Systemkomponenten
ZeroAvia, Pionier für saubere Luft- fahrt möchte den adressierbaren Markt für vollständige Triebwerks- systeme erweitern und vom star- ken OEM-Interesse an seiner füh- renden Brennstoffzellen-, Leis- tungslektronik-, Kompressor- und Elektromotortechnologie profitie- ren. Die neue Produktionsstätte des Propulsion Center of Excel- lence in Paine Field, Everett, WA wird eröffnet, um die Herstellung von Leistungselektronik und Elek- tromotoren zu unterstützen. Das Unternehmen plant außerdem den Standort eines Wasserstoff-Kom- petenzzentrums zur Unterstützung der Produktion von Brennstoffzel-
lensystemen. Die Lieferung von Schlüsselkomponenten sollen Zero Avia ermöglichen, seine wasser- stoffelektrische Antriebsstränge weiter auszubauen. Dazu zählen z.B. das ZA600-Triebwerk und das ZA2000-Triebwerk für Flugzeuge zwischen 20 und 90 Sitzplätzen, die unter anderem aus E-Motoren, Wechselrichtern, Stacks und Kompressoren bestehen. Das Un- ternehmen befindet sich in Ge- sprächen über mögliche Deals mit verschiedenen Unternehmen, die an neuen E-Flugzeugkonstruktio- nen für die Zukunft arbeiten. www.zeroavia.com
Australier entwickeln erstes VTOL für Brennstoffzellenbetrieb
Emissionsfrei wollen auch die Aus- tralier in Zukunft fliegen. Dazu noch mit VTOLs. Der Entwickler von „Vertiia“, AMSL Aero hatte bereits einen Vertrag über die Lie- ferung von 20 Flugzeugen unter- zeichnet, wovon die ersten zehn Einheiten angezahlt wurden. Avia- tion Logistics mit seinen Unterneh- men Air Link, AirMed und Chartair werden von ihren sieben Stütz- punkten aus Passagierdienste, Flugzeugcharter, Luftfracht und flugmedizinische Flüge abdecken. Diese Dienste sollen, vorbehaltlich der noch ausstehenden Flugerpro- bung und der später zu erwarten- den behördlichen Genehmigung ab
2027 aufgenommen werden. „Ver- tiia“ soll anders als die meisten Mitbewerber jedoch mit Brennstoff- zellen betrieben werden und da- durch auf Reichweiten bis zu 1.000 Kilometern bei Reisegeschwindig- keiten bis 300 km/h kommen. Die australische Regierung gewähre bei der Verwendung von Wasser- stoff als Treibstoff sogar eine Steu- ergutschrift, so AMSL AERO, Mit- begründer Andrew Moore. „Aus- tralien hat die Chance, mit der nächsten Generation der Luftfahrt weltweit führend zu sein und eine neue souveräne Fähigkeit zu schaffen.“ www.amsl.aero
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Nach dem Sprung in die USA stellen Schweden dritten Entwurf vor
Der schwedische Regional Airliner ES-30 erfuhr eine dritte Variante des Ausgangsmuster ES-19 mit 19 Sitzen als reines Batterieflugzeug. Das Start-up Heart Aerospace stell- te seine dritte Version seines Elek- troflugzeugs vor. Heart Aerospace hat in Los Angeles/Kalifornien-USA kürzlich ein Forschungs- und Ent- wicklungszentrum errichten lassen, damit man sich auch stärker auf den Hauptmarkt Nordamerika stüt- zen könne. So hatte Canadair be- reits vor zwei Jahren die ersten 20 Maschinen bestellt. Auffällig sind der fehlende ursprüngliche Batterie- pod und die fehlenden Streben. Die
Leistungen sind mit 400 km Reich- weite durch das Hybridsystem nahezu verdoppelt. Das Unterneh- men gab die Ernennung von Ben- jamin Stabler zum Chief Techno- logy Officer bekannt. Er wird ein US-Team rekrutieren und leiten, das mit der Heart-Zentrale in Göte- borg zusammenarbeitet. Stabler leitete zuvor das Hardware- und Softwareteam für das Crew Dra- gon-Programm von SpaceX und war Mitbegründer des Spezialis- ten für elektrische Güterzüge. Der in Arbeit befindliche Demonstrator soll bereits kommenden Jahr flie- gen. www.heartaerospace.com
Liebherrs Brennstoffzellensysteme könnte alle APUs ersetzen
Liebherr Aerospace wird zur ILA in Berlin vom 5. bis 9. Juni im Ausrüs- tungsbereich Lösungsvorschläge für die zivile und militärische Luft- fahrt bieten. Gezeigt werden Inno- vationen wie modulare elektrome- chanische Aktuatoren, Lösungen für die lokale, dezentrale Hydrau- likversorgung sowie Brennstoffzel- lentechnologie für die Energiever- sorgung an Bord von Flugzeugen. Mit einem amerikanischen Partner ist dieses System bereits seit Jah- ren in Entwicklung in Toulouse und könnte richtungsweisend für die gesamte Luftfahrt werden. Lang- jährige Erfahrung in der Entwick- lung und Integration von diversen
Subsystemen, sowie in Bereich von Fahrwerken machen Liebherr laut eigenen Angaben zu einem unverzichtbaren Partner für Flug- zeughersteller. Das Unternehmen blickt ständig über die Grenzen des heute Machbaren hinaus. Qualifiziertes Personal sind Schlüssel für Transformationspro- zesse und den Erfolg von Liebherr. Deshalb präsentiert das Unterneh- men auch Karrieremöglichkeiten und lädt an seinem Messestand zum Gespräch ein, was mit Erfolg bereits auf der AERO 30 dieses Jahr durchgeführt wurde. www.liebherr.com
Airbus untersucht in mehreren Studien weltweiten Wasserstoffeinsatz
Airbus gab am 21. Mai bekannt, Studien zu starten, die Machbar- keit zur Entwicklung eines wasser- stoffbetriebenen Passagierflug- zeugs im Rahmen seines ZEROe- Programms zu untersuchen. Es geht um Machbarkeit für Wasser- stofft an nordamerikanischen Flug- häfen für noch zu entwickelnde Flugzeuge, deren Einsatz ab 2035 angedacht ist. Dazu ist man unter anderem mit Airbus-Kunde Delta Air eine Liaison eingegangen. Fer- ner habe man mit drei Flughäfen in Kanada, – Montreal, Toronto und Vancouver eine Absichtserklärung unterzeichnet, um mit der in Groß- britannien ansässigen ZeroAvia die
Machbarkeit von Wasserstoff-Infra- strukturen auf Flughäfen in Kan- ada zu untersuchen. Airbus hat außerhalb Nordamerika weitere auf Wasserstofftreibstoffe ausge- richtete Partnerschaften geschlos- sen, darunter in Europa, Japan, Neuseeland, Singapur und Südko- rea. Die Studien, die in 12 bis 18 Monaten abgeschlossen sein sol- len, werden dazu beitragen, Anfor- derungen für eine „End-to-End“- Wasserstoffversorgungskette zu definieren und festzustellen, ob und wie Flughäfen Wasserrstoff als Treibstoff aufnehmen könnten. www.airbus.com
Archer hofft auf FAA-Zulassung im kommenden Jahr
Archer Aviation in Santa Clara/Ka- lifornien entwirft und entwickelt eVTOLs. Die Mission von Archer besteht darin, den Luftraum zu er- schließen und jedem die persönli- che Freiheit zu geben, wie er sich bewegt und Zeit verbringt. Der US- Lufttaxi-Entwickler hat von der Fe- deral Aviation Administration die endgültigen Lufttüchtigkeitskrite- rien für seine Midnight-Flugzeuge erhalten und markiert damit einen wichtigen Meilenstein bereits im nächsten Jahr kommerzielle Flüge zu starten. Ziel von Archer ist es, das Reisen in der Stadt zu trans- formieren und 60–90-minütige Zu-
bingerfahrten mit dem Auto 10–20- minütige elektrische Taxiflüge zu ersetzen, die sicher, nachhaltig, geräuscharm und kostenmäßig im Vergleich zum Bodentransport kon- kurrenzfähig sind. Archer's Mid- night ist ein bemanntes eVTOL für vier Passagiere, das für schnelle aufeinanderfolgende Flüge mit minimaler Ladezeit zwischen den Flügen ausgelegt ist. „Wir sind stolz darauf, eines von nur zwei Unternehmen in unserer Branche zu sein, das diesen Zertifizierungs- fortschritt bei der FAA erreicht hat,“ meldete das Unternehmen aus den USA. www.archer.com
AUA AERO und Airbus Protect werden in Zukunft zusammenarbeiten
In Voraussicht des in Entwicklung befindlichen 19-sitzigen Hybrid-El- ektroflugzeug AURA AERO ERA und seiner späteren Zertifizierung haben AURA AERO und Airbus Protect eine Kooperationsvereinba- rung im Mai unterzeichnet. Beide Unternehmen werden ihr jeweiliges Fachwissen teilen und bei Sicher- heits-, Cybersicherheits- und Nach- haltigkeitsaspekten des ERA-Pro- gramms und seiner Produktions- mittel zusammenarbeiten. Ziel die- ser Partnerschaft ist es, einen rei- bungslosen und sicheren ERA-Zer- tifizierungsprozess und Produkti- onsplan zu unterstützen. Es ist aber
auch für Airbus Protect eine Gele- genheit, sein Fachwissen in neuen Technologien wie Hybridantrieben und vollelektrischen Systemen so- wie im Regulierungsrahmen für die allgemeine Luftfahrt (CS-23) zu er- weitern. Für Jérémy Caussade, CEO von AURA AERO ist „diese Zusammenarbeit mit Airbus, im zi- vilen Bereich nicht nur ein echter Vertrauensbeweis in die Arbeit der AURA AERO-Teams, sondern na- türlich auch ein Zusätzlicher Er- folgsgarant für das ERA-Proramm, mit dem wir den regionalen Luft- verkehr bald dekabonisieren wer- den.“ www.aua-aero.com
Lilium meldet weiterhin erfolgreiche Verkäufe
Lilium und eVolare, eine Tochterge- sellschaft von Volare Aviation – ei- nem der größten Betreiber von Hubschraubern und Privatjets in Großbritannien, haben die Unter- zeichnung von verbindlichen Kauf- verträgen für den Erwerb von vier Lilium Jets bekannt gegeben. Die Kaufverträge bein-halten Lieferter- mine, Garantien und Gewährleis- tungen sowie Anzahlungen und Vo- rauszahlungen für die Lieferung. Die Unternehmen haben sich auch auf Bedingungen für die Reservie- rung von Produktionsplätzen für bis zu 12 zusätzliche Lilium Jets für eVolare und seine Kunden geeinigt.
eVolare mit Sitz in Oxford, UK, plant, Lilium Jets im Großraum London einzusetzen, um London mit den Vorstädten und den Küs- tengebieten Englands zu verbin- den. Bemerkenswert ist, dass eVolare gleichzeitig der britische Vertriebspartner für den Lilium Pio- neer EVTOL Jet ist. Außerdem er- weitert Lilium seine Partnerschaft mit der Luxaviation Group, einem der weltweit größten Betreiber von Geschäftsflugzeugen und Hub- schraubern, mit Fokus auf Betrieb und Bodeninfrastruktur. Lilium ist gegenwärtig Aussteller auf der EBACE in Genf.
Grafik: Bauhaus-Luftfahrt
Bauhaus Luftfahrt warnt vor Verlangsamung der Entwicklungen
Prognosen zeigen, dass die Luft- fahrtindustrie nicht in der Lage sein wird, ihre Emissionen bis 2050 zu dekarbonisieren, wenn sie weiter dem Trend folgt. Das Bauhaus Luftfahrt skizziert Szenarien, die die Markteinführung von Technolo- gien wie Wasserstoff, von radikal effizienteren Flugzeugen sowie die Produktionsmengen von nachhalti- gen Flugkraftstoffen betrachten. „Um die klimaneutrale Luftfahrt bis 2050 zu erzielen, fehlen derzeit jedoch ausreichend ausgereifte Technologien zur Dekarbonisie- rung, die nötige Infrastruktur und genügend Investitionen. Zudem herrscht Unsicherheit über die
langfristigen politischen Rahmen- bedingungen. Es kommt jetzt auf Schnelligkeit und Radikalität im gesamten Luftfahrtsystem an“, erklärt Prof. Dr. Mirko Hornung, Vorstand Wissenschaft und Tech- nik des Bauhaus Luftfahrt. Um Industrie und Politik zu unterstüt- zen, entwickeln Experten des Thinktanks Szenarien, die potenzi- elle Pfade skizzieren zur Einfüh- rung neuer Technologien in radika- len Antrieben und Flugzeugen, zur Verfügbarkeit nachhaltiger Kraft- stoffe und Flüssigwasserstoff sowie von politischen Maßnah- men. www.bauhaus-luftfahrt.net
Simulator für eVTOL für Walliser Dufour Aerospace bereits in Arbeit
Die Zürcher Loft Dynamics gab be- kannt, dass sie an der Entwicklung VR-Simulators für den eVTOL Aero3 von Dufour Aerospace ar- beiten. Mit einer 360-Grad-3D-An- sicht ermöglicht der Simulator den Piloten, sich mit eVTOL-Technolo- gien vertraut zu machen. Das Schweizer Unternehmen Dufour Aerospace arbeitet an zwei eVTOL-Projekten mit Kippflügeln, Aero2 und Aero3 jeweils ohne und mit Pilot. Die Aero3 wird, wie die Drohnenversion Aero2, über einen kippbaren Flügel verfügen, dessen An-trieb auf 6 Rotoren verteilt ist. Um die Ausbildung zukünftiger Piloten der bemannten Version sei-
nes eVTOL sicherzustellen, hat Dufour Loft Dynamics kontaktiert, um die Entwicklung eines Aero3 VR eVTOL-Simulators zu starten. Letzterer soll Anfang 2025 auf den Markt kommen. Nach Informatio- nen beider Unternehmen bietet die VR-Lösung von Loft Dynamics eine 360-Grad-3D-Ansicht sowie hochaulösende Gelände- und Stadtbildmodelle und realistische Bodeneffekte. Der Simulator wird es Piloten ermöglichen, schnell und effizient die Bedienung des Kippflügels als auch dessen Ver- halten im Bodeneffekt zu erlernen. www.loftdynamics.com
Electras-Erprobungsträger kommt mit nur 52 Meter Startbahn aus!
Electra gab am 29. Mai bekannt, dass es die ersten Ultrakurzflug- operationen seines pilotierten hy- brid-elektrischen Kurzstart- und Landeflugzeugs (eSTOL) (EL-2 Goldfinch) erfolgreich durchgeführt habe. Electras Blown-Lift-Design verwendet acht Elektromotoren, um den Flügelauftrieb deutlich zu erhöhen, sodass das eSTOL-Flug- zeug in nur einem Zehntel des von herkömmlichen Flugzeugen benö- tigten Raums starten und landen kann. Die von Cody Allee pilotier- ten Testflüge fanden im April und Mai 2024 am Manassas Regional Airport und am Warrenton-Fau- quier Airport in Virginia statt. Der
längste Flug dauerte 1 Stunde und 43 Minuten. Während der Kampa- gne startete das Flugzeug von we- niger als 52 Meter und landete nach einer Rollstrecke von weniger als 35 Metern. Das Flugzeug er- reichte eine Höhe von 1980 Meter und flog beim Start und bei der Landung mit nur 46,3 km/h. Daten und Erkenntnisse aus dem Flug- testprogramm werden in das De- sign von Electras eSTOL-Flug- zeug für 9 Passagiere einfließen, dessen kommerzielle Inbetrieb- nahme gemäß den Vorschriften von FAA Part 23 für 2028 geplant ist. www.electra.aero
MD Aircraft entwickelt 10-sitzigen eSTOL Commuter - Erstflug 2026
Die bei Bremen ansässige MDA Aircraft GmbH hat mit der Entwick- lung der MDA 1, eines rein elek- trisch angetriebenen 10-sitzigen eSTOL-Commuters für den kom- merziellen Einsatz begonnen. Der Erstflug des Demonstrators wird Mitte 2026 sein. Start der Serien- produktion und Markteinführung - sind für 2028 geplant. „Wir werden die ersten sein, die ein solches Flugzeug in den weltweiten Markt bringen“, sagte CEO Tim Mark- wald. „Wir können das, weil die MD Flugzeugbau, die ebenfalls Teil der MD Gruppe ist, seit 1995 Flugeug- komponenten entwickelt und Flug- zeue baut“. MD Aircraft setzt dabei
auf bereits zulassungsfähige tech- nische Komponenten. Die MDA 1 verfügt über zwei Propeller mit El- ektromotor. Die Akkus werden in den Motorgondeln untergebracht. Die technische Reichweite beträgt rund 400 Kilometer. Die MDA 1 kann bis zu neun Passagiere plus Pilot befördern, im Cargobereich ist Platz für das Volumen von drei IBC Containern. Die Zuladung be- trägt rund eine Tonne, das maxi- male Abfluggewicht 4,7 Tonnen. Die MDA 1 wird auf Startbahnen- längen von unter 500 Metern ope- rieren können. www.md- aircraft.com
Großserienproduktion bei EHang in China für touristische Zwecke
Während in westlichen Ländern noch spekuliert wird, ob eVTOLs wirklich unser Mobilitätsverhalten verändern könnten, versucht man in China den Eindruck zu erwe- cken, dass eVTOLs zur Normalität wie Taxis gehören. EHang, einer der Pioniere für autonome zweisit- zige Kopter produziert inzwischen nach der chinesischen Zulassung im vergangenen Jahr seinen EH216-S zum Preis von 312.000 US-Dollar je Stück. Erst kürzlich be-stellte Xishan Tourism 50 Ein- heiten dieses Typs. EHang und Xishan Tourism planen die Kopter in touristischen Zonen zu etablie- ren. Weitere 450 Einheiten für die
kommenden zwei Jahre seien vor- bestellt. Die Provinz Shanxi wurde zur nationalen Demonstrationspro- vinz für die Entwicklung der allge- meinen Luftfahrtindustrie ernannt, und die Stadt Taiyuan ist eine der nationalen Demonstrationszonen für die zivile unbemannte Luftfahrt. Profiteur des Serienhochlaufes ist auch der österreichische Unterlie- ferant FACC in Linz. Allerdings ist es EHang bis heute nicht gelun- gen, in Europa oder USA, wirklich Fuß zu fassen. Es gibt lediglich am Werksgelände in Österreich von FACC eine Teststrecke. www.ehang.com
Bell-Nexus eVTOL ging bei Textron in Wichita in die Endmontage
In Wichita/Kansas hat der US-Tex- tron-Konzern die Endmontage sei- nes von Bell entwickelten eVTOL Nexus begonnen. Das Konzept stammt von der Textron-Tochter Bell, die 2020 einen ersten Entwurf herausbrachte und der durch das neue Modell abgelöst wird. Das neue Muster besitzt jetzt vier schwenkbaren Rotor-/Propeller- einheiten an Flügel und Heck so- wie und zwei stationären Rotoren am Flügel für den Vortrieb. Das eVTOL wird im Reiseflug von dem Hautpflügel getragen. An dem Rumpf ist ein Doppelleitwerksträ- ger mit einem negativen V-Leitwerk geflanscht. Zunächst ist Nexus nur
als Technologieträger gedacht. Kryia Shortt, die Präsidentin und Hauptgeschäftsführerin (CEO) von Textron eAviation, sagte aus die- sem Anlass: „Seit der Gründung von Textron eAviation hat sich das Team auf die Konstruktion des Flugzeugs, die Leistungsbestäti- gung und den Bau unseres ersten Technologie-Demonstrators in Ori- ginalgröße konzentriert, um die Steuerung und Funktionalität des Flugzeugs zu testen. Textron eAviation, zu dem auch Pipistrel gehört, strebt den Erstflug des Demonstrators für das Jahr 2025 an. www.e-aviation.com
600 Aussteller aus 31 Ländern geben der ILA-Berlin neue Impulse
Unter dem Motto Pioneering Aero- space startete heute die ILA Berlin 2024. An den kommenden vier Ta- gen dreht sich am BER-Flughafen alles um die Zukunft der Luft- und Raumfahrt. Die Leitmesse für Inno- vation, neue Technologie und Nachhaltigkeit ist Plattform für die internationale In-dustrie, Politik, Streitkräfte und Wissenschaft. Mit den Segmenten Aviation, Space, Defence & Support, Advanced Air Mobility und Supplier deckt die ILA die gesamte Bandbreite der Bran- che ab. Alleinstellungsmerkmal der ILA ist das umfangreiche Pro- gramm auf vier STAGES. Thema- tisch stehen dabei erstmals klima-
neutrales Fliegen, neue Mobilität und Weltraumsicherheit im Fokus. Offiziell wurde die ILA von Bundes- kanzler Olaf Scholz eröffnet. Sie ist die größte Luft- und Raumfahr- tausstellung in der EU. Auf 150.000 Quadratmetern präsentie- ren die Aussteller ihre Innovatio- nen – vom elektrischen Senkrecht- starter (eVTOL), über klimafreund- liche Antriebe bis hin zu Luftverte- idigungs- und Satellitensystemen. Zudem werden rund 100 Flugge- räte auf der ILA hautnah zu erle- ben sein – sowohl am Boden als auch in der Luft. www.ila- berlin.de
Foto: James Darcy/Helios Horizon
Amerikaner versuchten sich am Elektroflug-Welt-Höhenekord
Die kleine US-Gruppe Helios Hori- zon behauptet, kürzlich den Re- kord für das am höchsten fliegende mehrsitzige Elektroflugzeug mit einer Pipis-trel Taurus gebrochen zu haben, die es als einen Schritt auf seiner Reise in die Stratophäre betrachtet. Die jüngste Testkampa- gne des Teams – durchgeführt im April und Mai in der Nähe von Bishop, Kalifornien – endete damit, dass das Flugzeug in Höhen von 5334 m (17.500 ft) bis 7315 m (24.000 ft) flog rein elektrisch flog. Das modifizierte Flugzeug hat ähn- lich wie sein Original einen Schwenkararm, an dem der Motor befestigt ist. Diese Flüge verrauch-
ten laut Helios Horizon nicht mehr als 60 % der gesamten Batterieka- pazität des Flugzeugs. Mit einer Höchstflughöhe von 13.411 m (44.000 ft) will Helios Horizon noch höher fliegen als die maximale Flughöhe für kommerzielle Flugge- sellschaften. Das Unternehmen hofft, diesen Meilenstein in die höhere Atmosphärenschicht der Erde Ende 2025 oder Anfang 2026 zu erreichen, sagt Miguel Iturmen- di, Gründer und Testpilot von He- lios Horizon, der zuvor auch den Höhensegler Perlan 2 flog und auf 19.812 m (65.000 ft) Höhe kam. www.flightglobal.com
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Deutsche Firma am brasilianischen eVTOL-Projekt beteiligt
Eve Air Mobility, Tochter des brasi- lianischen Flugzeugherstellers Em- braer gab an, weitere Zulieferer für ihr eVTOL eingebunden zu haben. Neben dem französischen Flug- zeug-zulieferer Latecoere für be- stimmte Baugruppen der Zelle wur- den auch die deutsche Firma KRD für dies Cockpitverglasung und die Passagiertüren ausgewählt. Aus brasilianischer Fertigung kommen von RALLC und Alltec weitere Rumpfkomponenten. Das Muster wird von acht Hubrotoren und einem Druckpropeller in dier Luft bewegt. Letzten Monat hatten Eve Air Mobility und Embraer ein Ab- kommen mit dem Flughafen Paris
unterzeichnet, um den Betrieb von eVTOL und Energia-Flugzeugen auf Paris-Le Bourget vorzuberei- ten. Dabei geht es in erster Linie um Ladestellen für die elektrisch betriebenen Luftfahrzeuge. Und wie bereits von uns angekündigt, hat Embraer-Tochtergesellschaft Eve Air Mobility in Taubaté im Bun- desstaat São Paulo/Brasilien mit der Endmontage begonnen. Der- zeit liegen 2.900 Vorbestellungen vor. Die Indienststellung ist für 2026 geplant. Damit beginnt im gleichen Jahr das große Rennen mit anderen Mitbewerbern. www.eveairmobility.com
Rolls-Royce Electrical bietet perfekte Lösung für MDA 1-Commuter
MD Aircraft, Newcomer mit einem zweimotorigen E-Commuter gab auf der zurückliegenden ILA in Ber- lin bekannt, mit Rolls-Royce Elec- trical zusammen zu arbeiten. MD Aircraft ist ging aus der M&D Flug- zeugbau hervor, die als Hersteller für Segelflugzeuge und Motorseg- ler sind. Rolls-Royce Electrical ging aus der ehemaliger Siemens eAircraft hervor. Olaf Otto, Presi- dent - Electrical, Rolls-Royce sag- te: "Wir sehen ein erhebliches Potenzial im Commuter-Segment als umweltfreundliche Alternative zu bestehenden Kurzstreckenver- bindungen. Darüber hinaus erwei- tert es das Angebot an Transport-
möglichkeiten für Fracht und Pas- sagiere weltweit mit effizienten und emissionsarmen Flugzeugen. Wir freuen uns, mit der MD Group zusammenzuarbeiten und mit unseren Produkten und unserem Know-how die erfolgreiche Ent- wicklung und Zulassung der MDA 1 zu unterstützen." Erst kürzlich hatte sich Rolls-Royce von einem britischen eVTOL-Projekt getrennt. Der Einstieg in ein erfolgverspre- chendes Flächenflugzeugprojekt ist umso erfreulicher. Das zehnsit- zige Projekt MDA 1 befindet sich in der Entwicklungsphase. www.md-flugzeugbau.com
Deutschlands erste Elektroflug-Ladestation in Durach eröffnet
Mit einem Baustellenverteiler half man sich anlässlich des im letzten Jahr im Oktober stattgefundenen 1. Elektrofliegertreffs, doch jetzt entstand mithilfe eines Fachmanns Deutschlands erste offizielle Lade- stelle für Kleinflugzeuge „Einer muss anfangen“, sagte Konstantin Hadrossek, Ge-schäftsführer der Landeplatzgesellschaft am Flug- platz Kempten-Durach. Auf dem Allgäuer Verkehrslandeplatz ent- stand nicht nur die erste offizielle E-Tankstelle für Flugzeuge Deutschlands, sondern es wurde auch die Idee für eine Elektroflug- strecke mit zehn Flugplätzen durch Bayern, Baden-Württemberg und
Rheinland-Pfalz mitgeboren. Der Eintrag erfolgte bereits im AIP. Auf- gerufen hatte das Thema Infra- strukturen bereits die vergangene AERO, wo Musterbeipiele wie et- wa auf dem Rotterdamer Airport vorgestellt wurden. Der IDRF, Deutschlands Verband für regio- nale Flugplätze hatte sich, wie auch für Durach, jetzt auf die Fah- ne geschrieben, auch andere Flug- plätze für den Ausbau zu begeis- tern. Am 15. Juni fand unter feierlicher Zeremonie die offizielle Einweihung der jetzt stationären Ladestelle statt. Output 2x11 kW - ein zarter Anfang. www.ebdm.de
airBaltic will zur Schulung Diamonds eDA40 beschaffen
Die Pilot Academy der airBaltic nahm erst kürzlich als 10. Dia- mond-Flugzeug, eine konventio- nelle DA 40 NG in Empfang. An- lässlich der Baltic International Airshow in Liepaja (Lettland) nah- men Anton Chirkovski, Leiter des zivilen Flugzeugverkaufs, Diamond Aircraft Austria und Jane Wang. Sales Director, Diamond Aircraft Austria die Kaufabsichtserklärung (LOI) für drei vollelektrische Schu- lungsflugzeuge eDA40 neben zwei DA42-VI in Empfang. Damit steigt dann die Flotte der Schulmaschi- nen auf 15 Flugzeuge. Der regu- läre Viersitzer wird in einer 2-3- sitzigen Version in der E-Version
mit einer EASA/FAA-Zulassung gefertigt werden. Diamond betont, dass eine sehr zuverlässiger E- Motor mit 94% Wirkungsgrad von Safran zur Anwendung kommt. Das verdoppelte Batteriesystem kommt vom amerikanischen Batte- rielieferanten EPS. Vilmantas Vac- lovas Mažonas,(SVP Flight Ope- rations, airBaltic und Kristaps Lap- sa, General Manager, airBaltic Training übergaben die Schrift- stücke an das Diamond Verkaufs- team. Im Frühling testeten bereits Lufthansapiloten das Flugzeug auf dem Flugplatz Dübendorf. bei Zürich. www.diamondaircraft.com
Airbus und ZeroAvia wollen Strukturen für H2- Einsatz untersuchen
Wie bereits Airbus angekündigt hatte, wolle man für eine CO2-freie Luftfahrt alle Gelegenheiten nut- zen, den Ausbau der Flughäfen auf eine zu-künftige Wasserstoffinfra- struktur zu beschleunigen, um bei der Verfügbarkeit der ersten Was- serstoffflugzeuge gerüstet zu sein. Einer der Part-ner wird unter ande- rem ZeroAvia sein. ZeroAvia und Airbus haben gemeinsam Ab- sichtserklärungen mit den drei größten Flughäfen Kanadas – To- ronto, Montreal und Vancouver – unterzeichnet, um ein robustes Wasserstoff-Betankungssystem für die Zukunft der Luftfahrt zu entwi- ckeln. Der US-Kongress hat eine
fünfjährige Genehmigung der FAA verabschiedet, die die wasserstoff- bezogenen Bestimmungen in das Gesetz aufgenommen hat. Die Alli- anz für emissionsfreie Luftfahrt der Europäischen Kommission veröf- fentlichte nun ihr Visionsdokument, in dem der mögliche Weg zur Umsetzung emissionsfreier Flüge skizziert wird und unterstützt damit die eigene Vision und Bestrebun- gen von ZeroAvia. Airbus hat bereits Programme mit Atlanta International (dem verkehrsreichs- ten Flughafen der Welt) und dem Houston gestartet. www.zeroavia.com