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Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Electric News
Electric Flight
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19.01.2024
Airbus testet in Deutschland eigene 1,2 MW Antriebseinheit für fliegenden A380 Demonstrator Ende 2023 starteten die ZEROe-Teams den Iron Pod, das zukünftige Wasserstoffantriebssystem, das für das elektrische Konzeptflugzeug von Airbus entwickelt wurde. Neben dem Wasserstoff-Brennstoffzellensystem enthält diese Bodentesteinheit mit dem Elektromotor, der zum Drehen eines Propellers erforderlich ist die Baugruppen, die sie steuern und kühl halten. Der erfolgreiche Start mit 1,2 Megawatt ist ein entscheidender Schritt auf der ZEROe-Roadmap von Airbus, bis 2035 ein Flugzeug mit Wasserstoffantrieb in Dienst zu stellen. Umfangreiche Tests des Brenn- stoffzellensystems fanden im E-Aircraft System House (EAS) in Ottobrunn, bei München statt. Die dortigeAirbus-Anlage ist das größte Testhaus für alternative Antriebssysteme und Kraftstoffe in Europa. Hier werden die Hauptkomponenten des Antriebssystems getestet, das die Propeller des Demonstrators antreiben wird. „Der gesamte Leistungskanal wurde mit 1,2 Megawatt betrieben, der Leistung, die wir auf unserem A380- Demonstrator testen wollen.“ Sagte Mathias Andriamisaina, Leiter Test und Demonstration beim ZEROe-Projekt. www.airbus.com
Bild: Airbus
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23.01.2024
Hubschrauber-Unternehmen setzen verstärkt auf eSTOL-Flugzeuge Flugzeuge mit verteilten Antrieben, die Senkrechtstarteigenschaften aufweisen, scheinen jetzt das große Rennen gegenüber den VTOLs machen zu wollen. Lange nicht erkannt und zunächst nur an Modellen und kleineren Erprobungsträgern nachgewiesen, stehen sie im Fokus durchaus bekannter Unternehmen, die sich primär mit Hubschraubereinsätzen beschäftigen. So stieg der Electra Auftragsbestand jetzt bereits 2.000 Flug- zeuge mit weiteren Zusagen von JetSetGo, LYGG und Charm einen Marktwert von 8 Milliarden US-Dollar. Die Technologie von Electra bietet eine 2,5-fache Nutzlast und eine 10-mal größere Reichweite bei 70 % geringeren Betriebskosten als Alternativen mit Vertikalstart und weitaus geringe- rem Zertifizierungsrisiko. Die Technologieentwicklung wird von Lockheed Martin Ventures, Virginia Innovation Partnership Corporation (VIPC), Statkraft Ventures und weiteren Investoren getragen. Ob Kurzstreckenflüge von Vertiports, längere Reisen von bis zu 500 Meilen zu Regional- flughäfen oder das Fliegen an Orten ohne Bodeninfrastruktur – die Partner schätzen die Flexibilität solcher eSTOL-Flugzeuge. www.electra.com
Bild: Electra
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29.01.2024
Wissenschaftler unterstützen These umweltfreundliche Fliegerei durch Elektroflugzeuge Rickard Arvidsson, Anders Nordelöf, Selma Brynolf von Göteborgs Universität haben eine Studie am Beispiel einer Pipistrel Velis durchgeführt, die zum Ergebnis führte, dass nach einem Viertel (nach 1.000 Betriebsstunden) der zu erwartenden Lebensdauer dieses ersten EASA-zugelasse- nen Flugzeugs die Klimabelastung sich deutlich niedriger auswirkt als bei einem Verbrenner gleichen Baumusters. Der gleiche Typ wird auch mit einem Rotax-Motor hergestellt. Nach rund einem Viertel der gesamt geschätzten Lebensdauer von 4.000 Betriebsstunden überholte die Elektro- Variante bereits die fossil betriebene Variante bezüglich der geringeren Klimabelastung. Rickard Arviddon, Projektleiter der Studie: „Die wichtig- ste Erkenntnis aus dieser Studie ist, dass kleine Elektroflugzeuge deutlich geringere Auswirkungen auf das Klima – bis zu 60 Prozent weniger – und andere Arten von Umweltauswirkungen haben können als gleichwertige Flugzeuge mit fossilen Brennstoffen. Der Schwerpunkt der Studie bezieht sich auf die globale Erwärmung, der Ressourcenverknappung, Feinstaub, der Versauerung und der Ozonbildung. www.chalmers.se
Foto: Pipistrel
Foto: Electrifly-In
01.02.2024
Amerikanisches Elektroflug-Team strebt mit Serienflugzeug nach Elektro-Höhenrekorden Das amerikanische Team Helios Horizon flog mit Pilot Miguel Iturmendi bereits letztes Jahr in Nevada mit einem Pipistrel Taurus Electro auf eine Höhe von fast 16.000 Fuß und stellte damit zunächst einen Rekord für batteriebetriebene Elektro-Flugzeuge unter 500 Kilogramm auf. An dem se- rienmäßigen Ultraleicht-Motorsegler mit einem 50 kW E-Motor wurden einige Modifizierungen vorgenommen, die sich hauptsächlich auf das Cockpit und das Panel bezogen. Der Rekordflug wurde mit nur einer, statt der üblichen drei Batterien durchgeführt. Der Flugzeugtyp wird nach wie vor von Pipistrel sowohl in einer Verbrenner-, als auch in einer Elektroversion gefertigt. Das Helios Horizon-Flugteam, das neue Flugleis- tungsrekorde für elektrisch angetriebene Flugzeuge anstrebt, sagte, dass ihr modifiziertes Segelflugzeug auch zum Erreichen für größere Flug- höhen geeignet. Pilot Iturmendi müssen aber dann ebenfalls wie schon letztes Jahr einen Druckanzug wie Raumfahrer tragen. Laut eines Beob- achters der National Aeronautic Association lag die vorherige Marke bei 10.000 Fuß. Das nächste Ziel sind: 31.000 Fuß Höhe.
Foto: Helios Horizon
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06.02.2024
Engländer treiben Ladenetzinstallationen voran und machen damit Streckenflüge möglich Es sind in der Regel die Startups, die sich an die neuen Märkte anpassen, so auch das britische Unternehmen Aerovolt. Mit einem eigenen 22 kW Ladesystem hat man auf der Insel bereits fünf Ladestandorte ausgestattet. Das reicht zwar nur für kleine Zweisitzer, doch noch dieses Jahr sol- len 44 kW-Systeme angeboten werden. Zusammen mit dem eVTOL-Hersteller Skyfly wollen sie in diesem Jahr einen ersten Flug zwischen zwei britischen Flugplätzen durchführen, was 2020 schon mit einigen Tücken von der Schweiz zur Insel Norderney demonstriert wurde. AeroVolt stellt in Zukunft 120 kW-Ladegeräte in Aussicht, dass dann wie auch die beiden anderen Systeme fest installiert wird. Die Verfügbarkeit und Nutzbar- keit einer Ladeinfrastruktur sei der Schlüssel für Kunden und die zukünftige Entwicklung. Leider werden keinerlei Angaben über die Ladespan- nungen und Steckersysteme gemacht. Aerovolt hatte sich zunächst auf das Laden von Pipistrels Velis konzentriert und vermietet nebenbei diesen Elektroflugzeugtyp auch für Privatflüge, die die Ladevorgänge dann direkt bei Aerovolt abgerechnet werden können. www.aerovolt.com
Foto: Aerovolt
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07.02.2024
Wie das ALRIGH2T-Wasserstoff-Programm H2-Infrastrukturen an Flughäfen beschleunigen kann Wie die Salzburger Aluminium Group als Entwicklungspartner für Tanksystem mitteilte, ist sie für ein Programm nominiert worden, dass H2 Di- rektbetankung und Tankwechsel auf Flughäfen testen soll. Auserwählt wurden die Airports Paris und Mailand innerhalb des ins Leben erufene- nen Entwicklungsprogramms ALRIGH2T. Ziel ist es andere Flughäfen oder potenzielle Wege zu inspirieren, die entwickelten Lösungen zu repli- zieren. Mit einer Fördersumme von fast 10 Mio. € und einer Laufzeit von 48 Monaten zielt das Projekt "Airport-level demonstration of ground re- fueling of liquid hydrogen for aviation" darauf ab, innovative Betankungstechnologien und -prozesse zu entwickeln. ENEA, die italienische Nati- onale Agentur für neue Technologien, Energie und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung, leitet dieses von der Europäischen Union im Rah- men des Programms Horizon Europe geförderte Verbundprojekt, das den Übergang zu Antriebslösungen auf Basis von flüssigem Wasserstoff mit nachgewiesener Effizienz, Sicherheit und Rentabilität erleichtern soll. In Deutschland sind Linde und die TU-München beteiligt. www.enea.it
Foto: Aerovolt
Bild: SAG
Foto: Electrifly-In
09.02.2024
Electra-Gründer John Lengford soll höchste US-Auszeichung der AIAA erhalten Eine außergewöhnliche Ehrung wird Electra-Gründer John Langford zuteil. Nach Orville Wright und 242 weiteren herausragenden Personen soll er durch das American Institute of Aeronautics and Astronautics (AIAA), die weltweit größte Fachgesellschaft für Luft- und Raumfahrt die Aus- zeichnung bei der AIAA-Preisgala am Mittwoch, den 15. Mai 2024, im John F. Kennedy Center for Performing Arts in Washington, D.C. erhalten. Langford war Gründer der heutigen Aurora Flight Sciences, ein führendes Unternehmen, das er von 1989 bis 2018 als CEO leitete. Aurora wurde 2017 von Boeing übernommen. Außerdem war er 1998 Mitbegründer von Athena Technologies, das aus Aurora ausgegliedert wurde. Athena hat sich auf Flugsteuerungen spezialisiert und wurde 2008 von Rockwell Collins übernommen. 2020 gründete er die Firma Electra. Sie entwickelt nachhaltige elektrische eSTOL-Flugzeuge, die den städtischen und regionalen Transport schneller, sicherer und erschwinglicher machen. Die einzigartigen Fähigkeiten des eSTOL-Flugzeugs sind, dort zu starten und zu landen, die nicht größer als ein Fußballfeld sind. www.electra.aero
Foto: Electra
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16.02.2024
Onboard-Ladegeräte für Geiger-Engineering E-Motorenreihe Geiger Engineering, ein treuer Aussteller der AERO kündigte ein Onboard Ladegerät OC6000 mit 11 kW Ladeleistung an. Das Gerät wird im Flug- zeug fest verbaut. Bei einem Gewicht von 11kg verfügt das Gerät über eine Automotive Typ 2 Ladesteckdose und kann an jeder Wallbox betrie- ben werden. Darüber hinaus kann man das Ladegerät mit Adaptern auch an einer normalen 230V Steckdose betreiben. Somit ist man der Netz- verfügbarkeit an jedem Flugplatz gewachsen. Das im oberfränkischen Seigendorf bei Bamberg gelegene Unternehmen hat sich mit seinen Ent- icklungen für elektrische Antriebe im Leistungsbereich bis 50 kW über Deutschlands Grenzen hinaus längst einen Namen gemacht. Die HPD12- 14/16/20/25-Baureihe sowie die HPD32D/40D/50D werden in vielen Luftfahrzeugen und zuletzt auch im Elektra Trainer verbaut. Beliebt sind Gei- gers komplette Antriebssysteme auch bei Multirotoranwendungen. Der Vorteil sämtlicher Motorentypen liegt in der Luftkühlung. Inzwischen werden mehrere Spannungsvarianten (60 V und 120 V) sowie auch unterschiedliche Drehzahlbereiche angeboten. www.geigerengineering.de
Foto: Electrifly-In
20.02.2024
Rollout bei Aura Aero mit INTEGRAL E Der französische Flugzeughersteller Aura Aero meldete am 19.02.2024 das Rollout seines Elektro-Doppelsitzers INTEGRAL E. Das Flugzeug soll in wenigen Wochen die Flugerprobung am Flughafens Toulouse-Francazal aufnehmen. Nach einer Flugzeit von 60 Minuten soll die Maschine in- nerhalb von 30 Minuten wieder geladen werden können. Angetrieben wird das Flugzeug von einem Safran EBGINeUS Elektromotor mit über 100 kW. Das in Gemischtbauweise aus Holz und CFK konstruierte Flugzeug soll besonders leicht sein. Die Kunstflugversion wird als Spornradver- sion geliefert. Als Schulungsdoppelsitzer steht eine Burgradversion wie abgebildet zur Verfügung. Es ist auch eine Schlepperversion für Segel- flugzeuge gedacht, die der französische Aero Club angefordert hat. Wie auch die Verbrennerversion wird INTEGRAL E mit einem Flugzeug-Ge- samtrettungssystem ausgestattet werden. Zwischenzeitlich befinden sich die ersten Kolbenversionen im Bau. INTEGRAL E soll 20026 zugelas- sen und dann auch ausgeliefert werden. Parallel arbeitet das Unternehmen an dem elektirschen 19-Sitzer ERA. www.aura-aero.com
Foto: Aura Aero
Foto: Electrifly-In
21.02.2024
Lilium kümmert sich jetzt auch um Ladeinfrastrukturen Zu Beginn der diesjährigen Singapore Airshow gab eVTOL-Hersteller Lilium bekannt, im Bereich für die eigenen in Planung befindlichen Verti- ports 120 Ladesysteme bei Star Charge Ladesysteme bestellt zu haben. Star Charge sei weltweit führenden Anbieter von Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge und Microgrid-Lösungen. Star Charge wird seine Ladesysteme für die Lilium Jets entwickeln, sie anpassen und bereitstellen. Lilium wird auch Ladestationen für seine Kunden bereitstellen, die in Vertiports investieren. Das maßgeschneiderte Schnellladesystem von Star Charge wird mit den Lilium Jets und anderen eVTOLs, die mit CCS kompatibel sind, vollständig kompatibel sein. Die Ladegeräte verfügen über ein extra langes, flüssigkeitsgekühltes Ladekabel, die sich für unterschiedliche Ladeinfrastrukturen eignet. Durch den Einsatz der CCS-Ladege- räte von Star Charge erwartet Lilium eine erhebliche Verkürzung der Ladezeiten im Vergleich zu konventionellen Ladegeräten. Durch die kürze- ren Ladezeiten werden die Umlaufzeiten zwischen den Flügen verkürzt und eine höhere Auslastung des Lilium Jet ermöglicht. www.lilium.com
Foto: Lilium
Foto: Electrifly-In
26.02.2024
Erstes Lilium Jet-Triebwerk bereits gebaut Der elektrische Antrieb ist eine Kerntechnologie der Münchener Firma Lilium, deren VTOL-Konzept auf das Schwenken seiner Antriebseinheiten beruht. Diese Antriebseinheiten sind mit kleinen Elektromotoren ausgestattet, die je Einheit 25 kW/kg leisten. Das ist ein Bestwert und wurde nur annähernd von russischen Entwicklern mit kryogener Kühlung erreicht. Insgesamt 30dieser Motoren sorgen für senkrechte Starts und Landun- gen und nach Drehung der kompletten Einheiten in Flugposition für den Vortrieb. Das Antriebssystem des Lilium Jet besteht aus elektrischen Motoren, die in die Flügel integriert sind. Das bietet Vorteile bei der Nutzlast, der aerodynamischen Effizienz und einem reduzierten Geräusch- profil. Hersteller der E-Motoren ist das japanische Konsortium DENSO, die Steuerung und Regelung hat Honeywell übernommen. Da die Mobili- tät immer vielfältiger wird, rückt die Luftmobilität zunehmend in den Fokus der Aufmerksamkeit als potenzielle Lösung wichtiger Verkehrsproble- me in städtischen Zentren und CO2-Emissionen als Folge von Staus und Verkehrsanbindung in weniger besiedelten Gebieten. www.lilium.com
Foto: Lilium
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01.03.2024
Bodentests mit kryogenem Tank von Universal Hydrogen erfolgreich durchgeführt Universal Hydrogen gab bekannt, dass es erfolgreich einen Brennstoffzellen-Antriebsstrang der Megawattklasse betrieben hat und dabei sein eigenes Flüssigwasserstoffmodul zur Bereitstellung des Kraftstoffs verwendet. „Dies ist der größte Brennstoffzellen-Antriebsstrang, der jemals mit flüssigem Wasserstoff betrieben wurde“, sagte Mark Cousin, Präsident und CTO des Unternehmens, „und ist damit eine weitere in einer Rei- he von ‚Premieren‘ für Universal Hydrogen.“ Das Tankmodul versorgte den Bodenteststand über eine Stunde und 40 Minuten lang mit Strom und simulierte ein Flugprofil eines Regionalflugzeugs. Zwei solcher Module können für drei Stunden Wasserstoff speichern, die zum Beispiel eine ATR 72 ermöglichen, Reichweiten von 925 km zu erreichen. Das im Engineering- und Designzentrum von Universal Hydrogen in Toulouse, Frank- reich, entwickelte Tankmodul ist eines der Kernelemente zum Betrieb des Antriebsstranges auf Basis des Brennstoffzellensystems. Das Modul enthält etwa 200 Kilogramm kryogenen Wasserstoff und ist in der Lage, diesen verlustfrei über längere Zeit zu speichern. www.hydrogen.aero
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Electric News
Electric Flight
01.02.2024
Foto: Helios Horizon
06.02.2024
Foto: Aerovolt
07.02.2024
09.02.2024
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16.02.2024
20.02.2024
21.02.2024
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Amerikanisches Team strebt nach Elektro-Höhenrekorden
Das amerikanische Team Helios Horizon flog mit Pilot Miguel Itur- mendi bereits letztes Jahr in Neva- da mit einem Pipistrel Taurus Elect- ro auf eine Höhe von fast 16.000 Fuß und stellte damit zunächst ei- nen Rekord für batteriebetriebene Elektro-Flugzeuge unter 500 Kilo- gramm auf. An dem serienmäßigen Ultraleicht-Motorsegler mit einem 50 kW E-Motor wurden einige Mo- difizierungen vorgenommen, die sich hauptsächlich auf das Cockpit und das Panel bezogen. Der Re- kordflug wurde mit nur einer, statt der üblichen drei Batterien durch- geführt. Der Flugzeugtyp wird nach
wie vor von Pipistrel sowohl in ei- ner Verbrenner-, als auch in einer Elektroversion gefertigt. Das Heli- os Horizon-Flugteam, das neue Flugleistungsrekorde für elektrisch angetriebene Flugzeuge anstrebt, sagte, dass ihr modifiziertes Segel- flugzeug auch zum Erreichen für größere Flughöhen geeignet. Pilot Iturmendi müssen aber dann eben- falls wie schon letztes Jahr einen Druckanzug wie Raumfahrer tra- gen. Laut eines Beobachters der National Aeronautic Association lag die vorherige Marke bei 10.000 Fuß. Das nächste Ziel sind: 31.000 Fuß Höhe.
Briten treiben Ladenetzinstallationen für Streckenflüge voran
Es sind in der Regel die Startups, die sich an die neuen Märkte an- passen, so auch das britische Un- ternehmen Aerovolt. Mit einem ei- genen 22 kW Ladesystem hat man auf der Insel bereits fünf Lade- standorte ausgestattet. Das reicht zwar nur für kleine Zweisitzer, doch noch dieses Jahr sollen 44 kW- Systeme angeboten werden. Zu- sammen mit dem eVTOL-Hersteller Skyfly wollen sie in diesem Jahr ei- nen ersten Flug zwischen zwei bri- tischen Flugplätzen durchführen, was 2020 schon mit einigen Tük- ken von der Schweiz zur Insel Nor- derney demonstriert wurde. Aero- Volt stellt in Zukunft 120 kW-
Ladegeräte in Aussicht, dass dann wie auch die beiden anderen Sys- teme fest in-stalliert wird. Die Ver- fügbarkeit und Nutzbarkeit einer Ladeinfrastruktur sei der Schlüssel für Kunden und die zukünftige Ent- wicklung. Leider werden keinerlei Angaben über die Ladespannun- gen und Steckersysteme gemacht. Aerovolt hatte sich zunächst auf das Laden von Pipistrels Velis kon- zentriert und vermietet nebenbei diesen Elektroflugzeugtyp auch für Privatflüge, die die Ladevorgänge dann direkt bei Aerovolt abgerech- net werden können. www.aerovolt.com
ALRIGH2T-Wasserstoff-Programm für vorhandene Flughäfen
Wie die Salzburger Aluminium Group als Entwicklungspartner für Tanksystem mitteilte, ist sie für ein Programm nominiert worden, dass H2 Direktbetankung und Tank- wechsel auf Flughäfen testen soll. Auserwählt wurden die Airports Pa- ris und Mailand innerhalb des ins Leben gerufenenen Entwicklungs- programms ALRIGH2T. Ziel ist es andere Flughäfen oder potenzielle Wege zu inspirieren, die entwickel- ten Lösungen zu replizieren. Mit einer Fördersumme von fast 10 Mio. € und einer Laufzeit von 48 Monaten zielt das Projekt "Airport- level demonstration of ground re- fueling of liquid hydrogen for avi-
ation" darauf ab, innovative Betan- kungstechnologien und -prozesse zu entwickeln. ENEA, die italieni- sche Nati-onale Agentur für neue Technologien, Energie und nach- haltige wirtschaftliche Entwicklung, leitet dieses von der Europäischen Union im Rahmen des Proramms Horizon Europe geförderte Ver- bundprojekt, das den Übergang zu Antriebslösungen auf Basis von flüssigem Wasserstoff mit nachge- wiesener Effizienz, Sicherheit und Rentabilität erleichtern soll. In Deutschland sind Linde und die TU-München beteiligt. www.enea.it
Bild: SAG
John Lengford soll höchste US-Auszeichung der AIAA erhalten
Eine außergewöhnliche Ehrung wird Electra-Gründer John Lang- ford zuteil. Nach Orville Wright und 242 weiteren herausragenden Per- sonen soll er durch das American Institute of Aeronautics and Astro- nautics (AIAA), die weltweit größte Fachgesellschaft für Luft- und Raumfahrt die Auszeichnung bei der AIAA-Preisgala am Mittwoch, den 15. Mai 2024, im John F. Ken- nedy Center for Performing Arts in Washington, D.C. erhalten. Lang- ford war Gründer der heutigen Aurora Flight Sciences, ein führen- des Unternehmen, das er von 1989 bis 2018 als CEO leitete. Aurora wurde 2017 von Boeing übernom-
men. Außerdem war er 1998 Mit- begründer von Athena Technolo- gies, das aus Aurora ausgegliedert wurde. Athena hat sich auf Flug- steuerungen spezialisiert und wur- de 2008 von Rockwell Collins übernommen. 2020 gründete schließlich er die Firma Electra. Sie entwickelt nachhaltige elektri- sche eSTOL-Flugzeuge, die den städtischen und regionalen Trans- port schneller, sicherer und er- schwinglicher machen. Die einzig- artigen Fähigkeiten des eSTOL- Flugzeugs sind, dort zu starten und zu landen, die nicht größer als ein Fußballfeld sind. www.electra.aero
Onboard-Ladegeräte für Geiger-Engineering E-Motorenreihe
Geiger Engineering, ein treuer Aus- steller der AERO kündigte ein On- board Ladegerät OC6000 mit 11 kW Ladeleistung an. Das Gerät wird im Flugzeug fest verbaut. Bei einem Gewicht von 11kg verfügt das Gerät über eine Automotive Typ 2 Ladesteckdose und kann an jeder Wallbox betrieben werden. Darüber hinaus kann man das La- degerät mit Adaptern auch an einer normalen 230V Steckdose betrei- ben. Somit ist man der Netz-verfüg- barkeit an jedem Flugplatz ge- wachsen. Das im oberfränkischen Seigendorf bei Bamberg gelegene Unternehmen hat sich mit seinen Ent-icklungen für elektrische An-
triebe im Leistungsbereich bis 50 kW über Deutschlands Grenzen hinaus längst einen Namen gemacht. Die HPD12-14/16/20/25- Baureihe sowie die HPD32D/40D/- 50D werden in vielen Luftfahrzeu- gen und zuletzt auch im Elektra Trainer verbaut. Beliebt sind Gei- gers komplette Antriebssysteme auch bei Multirotoranwendungen. Der Vorteil sämtlicher Motorenty- pen liegt in der Luftkühlung. Inzwi- schen werden mehrere Span- nungsvarianten (60 V und 120 V) sowie auch unterschiedliche Dreh- zahlbereiche angeboten. www.geigerengineering.de
Rollout bei Aura Aero mit INTEGRAL E
Der französische Flugzeugherstel- ler Aura Aero meldete am 19.02. 2024 das Rollout seines Elektro- Doppelsitzers INTEGRAL E. Das Flugzeug soll in wenigen Wochen die Flugerprobung am Flughafens Toulouse-Francazal aufnehmen. Nach einer Flugzeit von 60 Minu- ten soll die Maschine innerhalb von 30 Minuten wieder geladen werden können. Angetrieben wird das Flugzeug von einem Safran EBGI- NeUS Elektromotor mit über 100 kW. Das in Gemischtbauweise aus Holz und CFK konstruierte Flug- zeug soll besonders leicht sein. Die Kunstflugversion wird als Spornr- adversion geliefert. Als Schulungs-
doppelsitzer steht eine Burgradver- sion wie abgebildet zur Verfügung. Es ist auch eine Schlepperversion für Segelflugzeuge gedacht, die der französische Aero Club ange- fordert hat. Wie auch die Verbren- nerversion wird INTEGRAL E mit einem Flugzeug-Gesamtrettungs- system ausgestattet werden. Zwi- schenzeitlich befinden sich die ersten Kolbenversionen im Bau. INTEGRAL E soll 20026 zugelas- sen und dann auch ausgeliefert werden. Parallel arbeitet das Un- ternehmen an dem elektirschen 19-Sitzer ERA. www.aura- aero.com
Foto: Aura Aero
Lilium kümmert sich jetzt auch um Ladeinfrastrukturen
Zu Beginn der diesjährigen Singa- pore Airshow gab eVTOL-Hersteller Lilium bekannt, im Bereich für die eigenen in Planung befindlichen Vertiports 120 Ladesysteme bei Star Charge Ladesysteme bestellt zu haben. Star Charge sei weltweit führenden Anbieter von Ladeinfra- strukturen für Elektrofahrzeuge und Microgrid-Lösungen. Star Charge wird seine Ladesysteme für die Li- lium Jets entwickeln, sie anpassen und bereitstellen. Lilium wird auch Ladestationen für seine Kunden bereitstellen, die in Vertiports in- vestieren. Das maßgeschneiderte Schnellladesystem von Star Char-
ge wird mit den Lilium Jets und an- deren eVTOLs, die mit CCS kom- patibel sind, vollständig kompatibel sein. Die Ladegeräte verfügen über ein extra langes, flüssigkeits- gekühltes Ladekabel, die sich für unterschiedliche Ladeinfrastruktu- ren eignet. Durch den Einsatz der CCS-Ladegeräte von Star Charge erwartet Lilium eine erhebliche Verkürzung der Ladezeiten im Ver- gleich zu konventionellen Ladege- räten. Durch die kürzeren Ladezei- ten werden die Umlaufzeiten zwi- schen den Flügen verkürzt und ei- ne höhere Auslastung des Lilium Jet ermöglicht. www.lilium.com
26.02.2024
Foto: Lilium
Erstes Lilium Jet-Triebwerk bereits gebaut
Der elektrische Antrieb ist eine Kerntechnologie der Münchener Firma Lilium, deren VTOL-Konzept auf das Schwenken seiner An- triebseinheiten beruht. Diese An- triebseinheiten sind mit kleinen Elektromotoren ausgestattet, die je Einheit 25 kW/kg leisten. Das ist ein Bestwert und wurde nur annä- hernd von russischen Entwicklern mit kryogener Kühlung erreicht. Insgesamt 30 dieser Motoren sor- gen für senkrechte Starts und Lan- dungen und nach Drehung der kompletten Einheiten in Flugposi- tion für den Vortrieb. Das Antriebs- system des Lilium Jet besteht aus elektrischen Motoren (Jet-Trieb-
werken,) die in die Flügel integriert sind. Das bietet Vorteile bei der Nutzlast, der aerodynamischen Ef- fizienz und einem reduzierten Ge- räuschprofil. Hersteller der E-Moto- ren ist das japanische Konsortium DENSO, die Steuerung und Rege- lung hat Honeywell übernommen. Da die Mobilität immer vielfältiger wird, rückt die Luftmobilität zuneh- mend in den Fokus der Aufmerk- samkeit als potenzielle Lösung wichtiger Verkehrsprobleme in städtischen Zentren und CO2- Emissionen als Folge von Staus und Verkehrsanbindung in weniger besiedelten Gebieten. www.lilium.com
01.03.2024
Foto: Universal Hydrogen
Universal Hydrogen testete erfolgreich Kryogentank am Boden
Universal Hydrogen gab bekannt, dass es erfolgreich einen Brenn- stoffzellen-Antriebsstrang der Me- gawattklasse betrieben hat und dabei sein eigenes Flüssigwasser- stoffmodul zur Bereitstellung des Kraftstoffs verwendet. „Dies ist der größte Brennstoffzellen-Antriebss- trang, der jemals mit flüssigem Wasserstoff betrieben wurde“, sag- te Mark Cousin, Präsident und CTO des Unternehmens, „und ist damit eine weitere in einer Reihe von ‚Premieren‘ für Universal Hy- drogen.“ Das Tankmodul versorgte den Bodenteststand über eine Stunde und 40 Minuten lang mit Strom und simulierte ein Flugprofil
eines Regionalflugzeugs. Zwei sol- cher Module können für drei Stun- den Wasserstoff speichern, die zum Beispiel eine ATR 72 ermögli- chen, Reichweiten von 925 km zu erreichen. Das im Engineering- und Designzentrum von Universal Hydrogen in Toulouse, Frankreich, entwickelte Tankmodul ist eines der Kernelemente zum Betrieb des Antriebsstranges auf Basis des Brennstoffzellensystems. Das Mo- dul enthält etwa 200 Kilogramm kryogenen Wasserstoff und ist in der Lage, diesen verlustfrei über längere Zeit zu speichern. www.hydrogen.aero