Foto: EHang

Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Electric News
Electric Flight
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Noch wirken die Aussagen des bayerischen Flugtaxi-Unternehmens Lilium nebulös, doch damit stehen sie nicht allei- ne. Die Versprechungen tönen dennoch vielsagend. Den Nachweis, dass das eVTOL tatsächlich in den angegebenen Dimension- en fliegen kann, wurde bis heute noch nicht öffentlich demonstriert, dies im Gegensatz zum ebenfalls deutschen Unternehmen Volocopter! Nun spricht man davon, dass sich die Zulassung von 2024 auf das Jahr 2025 verschieben wird. Immerhin gab Lilium jetzt bekannt, in Villacarrillo/Spanien am ATLAS Flight Test Center mit seinem Technologiedemonstrator der 5. Generation, Phoe- nix 2, die nächste Phase der Flugerprobung in Spanien begonnen zu haben. In den kommenden Monaten plant Lilium den Flug- bereich durch vollständige Übergangs- und Hochgeschwindigkeitsflüge zu erweitern. Lilium plant außerdem die Einführung eines zusätzlichen Demonstrators, dem Phoenix 3, der diesen Sommer zum Erstflug in Spanien eintreffen soll. www.lilium.com
16.04.2022
Foto: Lilium
Die Luftfahrt braucht skalierbare Antriebssysteme. Emissionsfreie Triebwerke können das Fliegen zukunftsfähig ma- chen. Mit diesem Ziel arbeitet das in Stuttgart ansässige Unternehmen H2FLY als Entwickler von Wasserstoff-Brennstoffzellen- technologien für Flugzeuge bereits seit 2014 an CO2-freien Antrieben. Bislang fanden die Tests der HY4 ausschließlich im Testge- biet um den Flughafen Stuttgart statt. Der Flughafen Stuttgart ist langjähriger Partner von H2FLY und unterstützt das Unterneh- men mit seiner Infrastruktur. Am 12. April 2022 flog das von H2FLY federführend entwickelte Testflugzeug HY4 von Stuttgart nach Friedrichshafen und damit erstmals zu einem anderen Flughafen. Dem Überführungsflug folgte am 13. April ein Höhenflug mit erstmals über 7.230 Fuß, womit H2FLY eigenen Angaben zufolge einen neuen Weltrekord für wasserstoffelektrische Passagier- flugzeuge aufstellt. Auf der AERO Friedrichshafen wird die HY4 zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. www.aero-expo.de
16.04.2022
Foto: Theion
19.04.2022
Foto: H2FLY
Das Berliner Start-up Theion hat für 2023 eine Lithium-Schwefel-Zelle für die Luft-und Raumfahrt angekündigt. Dazu wurde der Batterie-Spezialist Ulrich Ehmes mit der Leitung des Unternehmens verpflichtet. „Die sogenannte Kristall-Zelle von Theion eignet sich perfekt für alle Mobilitätsanwendungen und ist gleichzeitig äußerst nachhaltig.“ Hauptinvestor von Theion ist Lukasz Gadowski, CEO von Team Global. Bei Team Global handelt es sich um eine Technologie-Holding, die früh in vielverspre- chende Startups investiert – unter anderem bei Volocopter und AutoFlight. Wie jüngst aus dem Unternehmen zu erfahren war, sind Produktionsstätten in Europa, Asien und den USA geplant. „Die Standorte für die späteren Giga-Fabriken stehen noch nicht fest, werden aber in der Nähe der Kunden liegen“, teilte Theion mit. Die Energiedichten versprechen bei der 1. Generation 500 Wh/kg (2023) und für die 2. Generation 700 Wh/kg (2024), die dann der Luftfahrt zur Verfügung stehen soll. www.theion.de
Was sich Klaus Ohlmann - Rekordsegelflieger, bis jetzt Inhaber von 63 Weltrekorden und sieben gewonnenen Welt- meisterschaften - im Segelflug gewünscht hat, ist für ihn am 21. 4. 2022 endlich in Erfüllung gegangen. Im e-Genius, dem derzeit besten Elektroflugzeug der Welt, gelang ihm zusammen mit Jonas Lay, dem wissenschaftlichen Mitarbeiter des Institutes für Flug- zeugbau an der Universität Stuttgart, ein Rekordversuch für einen absoluten Distanzversuch für elektrisch betriebene Flugzeuge über 1000 km Strecke. Einen Tag zuvor flogen die beiden Piloten in der Kategorie Speed über 500 km mit einer Geschwindigkeit von 207 km/h. Der alte Rekord lag bei 93 km/h. Diese beiden Rekorde werden jetzt mit den nötigen Beweisen bei der FAI zur Prü- fung eingereicht, bevor sie nach einer Prüfung endgültig anerkannt werden. Mit dem Forschungsflugzeug gelang unter anderem schon vor einige Jahren die erste Alpenüberquerung. Die Rekordmaschine ist Exponat der AERO. mehr: www.ifb.uni.stuttgart.de
24.04.2022
Foto: Pipistrel
24.04.2022
Foto: IFB-Uni Stgt.
Ivo Boscarol konnte für 218 Millionen Dollar seine Firma Pipistrel an den amerikanischen Textron-Konzern verkaufen, dessen Vertrag jetzt endgültig besiegelt wurde. Boscarol begann noch vor der Gründung des neuen Staates Slowenien heimlich mit der Produktion von Motortrikes. Am damaligen Militärflugplatz baute er eine Ultraleichtflugzeug-Produktion auf. Über die Jah- re wuchs die Firma zunehmend auch mit neuen Modellen. Schon früh stieg man in die Entwicklung der Elektromotorisierung für Elektrosegler und Motorflugzeuge ein, was 2019 zur EASA-Zulassung des ersten Elektromotorflugzeugs der Welt, der Velis führte. Pipistrel bleibt weiterhin eigenständig und wird Teil von Textrons neuester Division, Textron eAviation. Die Regie wurde R. Scholl anvertraut. „Pipistrel hat bereits erreicht, was viele andere Unternehmen nur anstreben: hochwertige Elektroflugzeuge zu zertifi- zieren und an Kunden auf der ganzen Welt zu liefern“, sagte Scott Donnelly, Präsident und CEO von Textron.www.textron.com
In seiner Freizeit ist Axel Schölch überzeugter Segelflieger. Zusammen mit Prof. Dr. Sven Schmidt konnten sie Studie- rende aus unterschiedlichen Studiengänge an der DHBW Mannheim für das Projekt EBSAL (Entwicklung eines Brennstoffzellen- systems für die allgemeine Luftfahrt) interessieren. Axel Schölch, Laboringenieur und Haupinitiator hatte die Idee ein Brennstoff- zellen-System für Kleinflugzeuge zu entwickeln, was nun den Besuchern auf der AERO präsentiert werden konnte. E-Motorenher- steller Geiger-Engineering lieferte die Batterie, den Elektrogenerator und die Antriebssteuerung des 35 kW für das in den Prototyp einzubauenden C42-Elektro, der von einem HPD 50 angetrieben wird. Statt des sonst 24,8 kWh Batterie-Sets wird nur eine Puffer- batterie verwendet. Noch in diesem Jahr soll das Hybridsystem in den Erprobungsträger installiert werden. Das System soll als Range-Extender zum Einsatz kommen. Man verspricht sich eine Flugdauer von bis zu 3 Stunden.
08.05.2022
Foto: H.Penner
Während in Deutschland teilweise noch an kleineren Luftfahrzeugen mit Wasserstoff-Brennstoffzellen-Systemen ge- plant wird, bereitet sich das britisch-amerikanische Unternehmen ZeroAvia nach Erfahrungen mit einem Brennstoffzellensystem in einer Piper Malibu auf den Erstflug in einer Dornier 228 vor. Zwei dieser Antriebe, die zuvor auch auf Testprüfständen gelaufen sind, sollen noch in diesem Jahr die erste Maschine in Großbritannien in die Luft gehen. Die je 500 kW starken Elektroantriebs- stränge ersetzen darin die regulären Propellerturbinen von Garrett TPE 331-5 mit je 529 kW. Jetzt wurde in den USA einen zweite gebrauchte Dornier 228 für die Umrüstung übernommen, die dann für die Zulassung der Wasserstoff-Antriebe durch die US/FAA eingesetzt wird. ZeroAvia strebt an, schon in zwei Jahren für den 19-sitzigen Regional-Airliner die Zulassung zu erhalten. Herstel- ler der Dornier 228 ist nach mehreren Übernahmen General Atomics Europe in Oberpfaffenhofen bei München. www.zeroavia.com
09.05.2022
Foto: ZeroAvia
Airbus hat den US-Elektromotoren-Hersteller MAGicALL ausgewählt, die die Motoren für den CityAirbus NextGen lie- fern sollen. Der eVTOL-Prototyp von Airbus wird mit einer maßgeschneiderten Version der neuesten Elektromotoren- Generation ausgestattet, die das Unternehmen hergestellt. Die Elektromotoren sind ein wichtiger Bestandteil des Prototyps: Das hohe Dreh- moment und geringe Gewicht des Motors sowie seine robuste Bauweise werden der Gesamteffizienz des Flugzeugs sehr zugute kommen. Die Elektromotoren werden dank einer vollständig integrierten Lösung, die sowohl den Motor selbst als auch sein Steu- ersystem als Teil einer vollständig geschlossenen, luftgekühlten Antriebseinheit umfasst, auch zur nahtlosen Architektur des eVTOL-Prototyps von Airbus beitragen. Überflüssig jedoch von Airbus zu betonen, dass die Motoren von MAGicALL bürstenlos funktionieren, arbeiten doch sämtliche E-Motoren für die Elektroluftfahrt grundsätzlich kommutatorlos! www.airbus.com
13.05.2022
Foto: Airbus
Was noch nicht ist, soll nun doch noch werden! Gemeint ist der schon mehrfach verschobene Erstflug von Eviations „Alice“, dem bis zu 9-sitzigen Commuter. Dazu gab die Eviation schon im April dieses Jahres bekannt, neben der DHL als Laun- ching Customer für seinen Elektroflieger nun auch eine Option für 75 weitere Flugzeuge der amerikanische Cape Air erhalten zu haben. Cape Air betreibt an der Ostküste der USA derzeit mit 103 Flugzeugen um die 400 Flüge täglich auf kürzeren Strecken. Zunächst hatte Cape Air 2017 bei Tecnam in Italien für Aufsehen erregt, als diese 100 Maschinen vom Typ P-2012 geordert hatten, um nach und nach die 78 Cessna 402 zu ersetzen. „Wirklich nachhaltige Luftfahrt reduziert nicht nur die Auswirkungen des Flug- verkehrs auf die Umwelt, sondern ist auch wirtschaftlich sinnvoll“, sagte Jessica Pruss, Vice President of Sales bei Eviation. „Wir sind stolz darauf, Cape Air, einen anerkannten Marktführer im regionalen Flugverkehr, dabei zu unterstützen. www.eviation.co
16.05.2022
Foto: Eviation
Pratt & Whitney Canada (P&WC) hat H55 S.A., das in der Schweiz ansässige Unternehmen, das elektrische Antriebs- und Batteriesysteme entwickelt, ausgewählt, um das Batteriepaket für das regionale Hybrid-Elektroflug-Demonstratorprogramm des Unternehmens bereitzustellen. Der National Research Council Canada (NRC) und das Innovative Vehicle Institute (IVI) unter- stützen auch die Entwicklung einiger Komponentendesigns und elektrischer Steuersysteme für das Projekt. Hybrid-elektrische Antriebstechnologie ist ein Kernelement der Strategie von Pratt & Whitney, die Effizienz von Flugzeugantriebssystemen kontinu- ierlich zu verbessern, um das branchenweite Ziel zu unterstützen, bis 2050 Netto-Null-CO2-Emissionen für die Luftfahrt zu erreichen. Das Experimentalflugzeug wird eine De Havilland Canada Dash 8 sein. Die Bodenerprobung der Antriebstechnologie wird bereits in diesem Jahr beginnen. Die ersten Flugversuche sind für das Jahr 2024 anberaumt. www.h55.ch
19.05.2022
Foto: H55

Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Electric News
Electric Flight
16.04.2022
Foto: Lilium
16.04.2022
Foto: Theion
19.04.2022
Foto: H2FLY
24.04.2022
Foto: Pipistrel
24.04.2022
Foto: IFB-Uni Stgt.
08.05.2022
Foto: IH.Penner
09.05.2022
Foto: ZeroAvia
13.05.2022
Foto: Airbus
16.05.2022
Foto: Eviation
19.05.2022
Foto: H55
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Das Berliner Start-up Theion hat für 2023 eine Lithium-Schwefel- Zelle für die Luft-und Raumfahrt angekündigt. Dazu wurde der Batterie-Spezialist Ulrich Ehmes mit der Leitung des Unterneh- mens verpflichtet. „Die soge- nannte Kristall-Zelle von Theion eignet sich perfekt für alle Mobi- litätsanwendungen und ist gleichzeitig äußerst nachhaltig.“ Hauptinvestor von Theion ist Lu- kasz Gadowski, CEO von Team Global. Bei Team Global handelt es sich um eine Technologie- Holding, die früh in vielverspre-
chende Startups investiert – un- ter anderem bei Volocopter und AutoFlight. Wie jüngst aus dem Unternehmen zu erfahren war, sind Produktionsstätten in Eu- ropa, Asien und den USA ge- plant. „Die Standorte für die spä- teren Giga-Fabriken stehen noch nicht fest, werden aber in der Nähe der Kunden liegen“, teilte Theion mit. Die Energiedichten versprechen bei der 1. Genera- tion 500 Wh/kg (2023) und für die 2. Generation 700 Wh/kg (2024), die dann der Luftfahrt zur Verfü- gung stehen soll. ww.theion.de
Noch wirken die Aussagen des bayerischen Flugtaxi-Unterneh- mens Lilium nebulös, doch da- mit stehen sie nicht alleine. Die Versprechungen tönen dennoch vielsagend. Den Nachweis, dass das eVTOL tatsächlich in den an- gegebenen Dimensionen fliegen kann, wurde bis heute noch nicht öffentlich demonstriert, dies im Gegensatz zum ebenfalls deutschen Unternehmen Voloco- pter! Nun spricht man davon, dass sich die Zulassung von 2024 auf das Jahr 2025 verschie- ben wird. Immerhin gab Lilium jetzt bekannt, in Villacarrillo/Spa-
nien am ATLAS Flight Test Cen- ter mit seinem Technologiede- monstrator der 5. Generation, Phoenix 2, die nächste Phase der Flugerprobung in Spanien be- gonnen zu haben. In den kom- menden Monaten plant Lilium den Flugbereich durch vollstän- dige Übergangs- und Hochge- schwindigkeitsflüge zu erwei- tern. Lilium plant außerdem die Einführung eines zusätzlichen Demonstrators, dem Phoenix 3, der diesen Sommer zum Erstflug in Spanien eintreffen soll. www.lilium.com
Die Luftfahrt braucht skalierbare Antriebssysteme. Emissionsfreie Triebwerke können das Fliegen zukunftsfähig machen. Mit die- sem Ziel arbeitet das in Stuttgart ansässige Unternehmen H2FLY als Entwickler von Wasserstoff- Brennstoffzellentechnologien für Flugzeuge bereits seit 2014 an CO2-freien Antrieben. Bislang fanden die Tests der HY4 aus- schließlich im Testgebiet um den Flughafen Stuttgart statt. Der Flughafen Stuttgart ist langjähri- ger Partner von H2FLY und unterstützt das Unternehmen mit seiner Infrastruktur. Am 12. April
2022 flog das von H2FLY feder- führend entwickelte Testflug- zeug HY4 von Stuttgart nach Friedrichshafen und damit erst- mals zu einem anderen Flugha- fen. Dem Überführungsflug folg- te am 13. April ein Höhenflug mit erstmals über 7.230 Fuß, womit H2FLY eigenen Angaben zufolge einen neuen Weltrekord für was- serstoffelektrische Passagier- flugzeuge aufstellt. Auf der AERO Friedrichshafen wird die HY4 zum ersten Mal der Öffent- lichkeit präsentiert. www.aero- expo.de
Was sich Klaus Ohlmann - Re- kordsegelflieger und bis jetzt Inhaber von 63 Weltrekorden und sieben gewonnenen Welt- meisterschaften - im Segelflug gewünscht hat, ist für ihn am 21. April 2022 endlich in Erfüllung gegangen. Im Rekordflugzeug e-Genius, dem derzeit besten Elektroflugzeug der Welt, gelang ihm zusammen mit Jonas Lay, dem wissenschaftlichen Mitar- beiter des Institutes für Flug- zeugbau an der Universität Stutt- gart, ein Rekordversuch für ei- nen absoluten Distanzversuch für elektrisch betriebene Flug- zeuge über 1000 km Strecke. Ei-
nen Tag zuvor flogen die beiden Piloten in der Kategorie Speed über 500 km mit einer Ge- schwindigkeit von 207 km/h. Der alte Rekord lag bei 93 km/h. Die- se beiden Rekorde werden jetzt mit den nötigen Beweisen bei der FAI zur Prüfung eingereicht, bevor sie nach eingehender Prü- fung endgültig anerkannt wer- den. Mit dem Forschungsflug- zeug gelang unter anderem schon vor einige Jahren die ers- te Alpenüberquerung. Die Re- kordmaschine ist Exponat der diesjährigen AERO. Mehr unter: www.ifb.uni.stuttgart.de
Ivo Boscarol konnte für 218 Mil- lionen Dollar seine Firma Pipi- strel an den amerikanischen Tex- tron-Konzern verkaufen, dessen Vertrag jetzt endgültig besiegelt wurde. Boscarol begann noch vor der Gründung des neuen Staates Slowenien heimlich mit der Produktion von Motortrikes. Am damaligen Militärflugplatz baute er eine Ultraleichtflug- zeug-Produktion auf. Über die Jahre wuchs die Firma zuneh- mend auch mit neuen Modellen. Schon früh stieg man in die Ent- wicklung der Elektromotorisie- rung für Elektrosegler und Mo-
torflugzeuge ein, was 2019 zur EASA-Zulassung des ersten Elektromotorflugzeugs der Welt, der Velis führte. Pipistrel bleibt weiterhin eigenständig und wird Teil von Textrons neuester Divi- sion, Textron eAviation. Die Re- gie wurde R. Scholl anvertraut. „Pipistrel hat bereits erreicht, was viele andere Unternehmen nur anstreben: hochwertige Elektroflugzeuge zu zertifizieren und an Kunden auf der ganzen Welt zu liefern“, sagte Scott Don- nelly, Präsident und CEO von Textron.www.textron.com
In seiner Freizeit ist Axel Schölch überzeugter Segelflie- ger. Zusammen mit Prof. Dr. Sven Schmidt konnten sie Stu- dierende aus unterschiedlichen Studiengänge an der DHBW Mannheim für das Projekt EB- SAL (Entwicklung eines Brenn- stoffzellensystems für die allge- meine Luftfahrt) interessieren. Axel Schölch, Laboringenieur und Haupinitiator hatte die Idee ein Brennstoffzellen-System für Kleinflugzeuge zu entwickeln, was nun den Besuchern auf der AERO präsentiert werden konnte. E-Motorenhersteller Gei-
ger-Engineering lieferte die Bat- terie, den Elektrogenerator und die Antriebssteuerung des 35 kW für das in den Prototyp einzu- bauenden C42-Elektro, der von einem HPD 50 angetrieben wird. Statt des sonst 24,8 kWh Batte- rie-Sets wird nur eine Pufferbat- terie verwendet. Noch in diesem Jahr soll das Hybridsystem in den Erprobungsträger installiert werden. Das System soll als Range-Extender zum Einsatz kommen. Man verspricht sich eine Flugdauer von bis zu 3 Stunden.
Während in Deutschland teilwei- se noch an kleineren Luftfahr- zeugen mit Wasserstoff-Brenn- stoffzellen-Systemen geplant wird, bereitet sich das britisch- amerikanische Unternehmen ZeroAvia nach Erfahrungen mit einem Brennstoffzellensystem in einer Piper Malibu auf den Erst- flug in einer Dornier 228 vor. Zwei dieser Antriebe, die zuvor auch auf Testprüfständen gelau- fen sind, sollen noch in diesem Jahr die erste Maschine in Groß- britannien in die Luft gehen. Die je 500 kW starken Elektroan- triebsstränge ersetzen darin die
regulären Propellerturbinen von Garrett TPE 331-5 mit je 529 kW. Jetzt wurde in den USA einen zweite gebrauchte Dornier 228 für die Umrüstung übernommen, die dann für die Zulassung der Wasserstoff-Antriebe durch die US/FAA eingesetzt wird. ZeroA- via strebt an, schon in zwei Jah- ren für den 19-sitzigen Regional- Airliner die Zulassung zu erhal- ten. Hersteller der Dornier 228 ist nach mehreren Übernahmen General Atomics Europe in Ober- pfaffenhofen bei München. www.zeroavia.com
Airbus hat den US-Elektromoto- ren-Hersteller MAGicALL ausge- wählt, die die Motoren für den CityAirbus NextGen liefern sol- len. Der eVTOL-Prototyp von Air- bus wird mit einer maßgeschnei- derten Version der neuesten Elektromotoren- Generation aus- gestattet, die das Unternehmen hergestellt. Die Elektromotoren sind ein wichtiger Bestandteil des Prototyps: Das hohe Dreh- moment und geringe Gewicht des Motors sowie seine robuste Bauweise werden der Gesamtef- fizienz des Flugzeugs sehr zugu-
te kommen. Die Elektromotoren werden dank einer vollständig integrierten Lösung, die sowohl den Motor selbst als auch sein Steuersystem als Teil einer voll- ständig geschlossenen, luftge- kühlten Antriebseinheit umfasst, auch zur nahtlosen Architektur des eVTOL-Prototyps von Airbus beitragen. Überflüssig jedoch von Airbus zu betonen, dass die Motoren von MAGicALL bürsten- los funktionieren, arbeiten doch sämtliche E-Motoren für die Elek- troluftfahrt grundsätzlich kom- mutatorlos! www.airbus.com
Was noch nicht ist, soll nun doch noch werden! Gemeint ist der schon mehrfach verschobene Erstflug von Eviations „Alice“, dem bis zu 9-sitzigen Commuter. Dazu gab die Eviation schon im April dieses Jahres bekannt, ne- ben der DHL als Launching Cus- tomer für seinen Elektroflieger nun auch eine Option für 75 wei- tere Flugzeuge der amerikani- sche Cape Air erhalten zu haben. Cape Air betreibt an der Ostküste der USA derzeit mit 103 Flugzeu- gen um die 400 Flüge täglich auf kürzeren Strecken. Zunächst
hatte Cape Air 2017 bei Tecnam in Italien für Aufsehen erregt, als diese 100 Maschinen vom Typ P-2012 geordert hatten, um nach und nach die 78 Cessna 402 zu ersetzen. „Wirklich nachhaltige Luftfahrt reduziert nicht nur die Auswirkungen des Flugverkehrs auf die Umwelt, sondern ist auch wirtschaftlich sinnvoll“, sagte Jessica Pruss, Vice Presi- dent of Sales bei Eviation. „Wir sind stolz darauf, Cape Air, ei- nen anerkannten Marktführer im regionalen Flugverkehr, dabei zu unterstützen. www.eviation.co
Pratt & Whitney Canada (P&WC) hat H55 S.A., das in der Schweiz ansässige Unternehmen, das elektrische Antriebs- und Batte- riesysteme entwickelt, ausge- wählt, um das Batteriepaket für das regionale Hybrid-Elektroflug- Demonstratorprogramm des Unternehmens bereitzustellen. Der National Research Council Canada (NRC) und das Innova- tive Vehicle Institute (IVI) unter- stützen auch die Entwicklung einiger Komponentendesigns und elektrischer Steuersysteme für das Projekt. Hybrid-elektri-
sche Antriebstechnologie ist ein Kernelement der Strategie von Pratt & Whitney, die Effizienz von Flugzeugantriebssystemen kon- tinuierlich zu verbessern, um das branchenweite Ziel zu unter- stützen, bis 2050 Netto-Null-CO2- Emissionen für die Luftfahrt zu erreichen. Das Experimentalflug- zeug wird eine De Havilland Canada Dash 8 sein. Die Boden- erprobung der Antriebstechnolo- gie wird bereits in diesem Jahr beginnen. Die ersten Flugversu- che sind für das Jahr 2024 anbe- raumt. www.h55.ch
Kooperation zwischen Pratt & Whitney und schweizerischer H55
Amerikanische Airline Cape Air will ebenfalls „Alice“ kaufen
Lilium wie Flugerprobung in Spannien durchführen
Berliner Unternehmen schürt Hoffnung auf Lithium-Schwefel-Zellen
Erster H2FLY-Streckenenflug von Stuttgart nach Friedrichshafen
Textron Inc. kaufte Pipistrel für 218 Mio. Dollar
Kluas Ohlmann fliegt neue Rekorde mit e-Genius
Brennstoffzellen-System als Range-Extender
Do 228 soll noch dieses Jahr mit Wassrstoff fliegen