Neues aus der Elektroflug-Szene:
E-Luftrennen sollen weltweit die Elektromobilität in der Luft beschleunigen
Luftrennen   sind   so   alt   wie   die   Luft- fahrt.    Nun    hat    das    Organisations- komitee    zu    einem    ersten    Luftren- nen    mit    Elektroflugzeugen    für    das Jahr    2020    aufgerufen.    Der    Sport existiert    in    verschiedenen    Formen seit   einem   allerersten   Rennen   1909. Der   Air   Race   1   World   Cup   verlangt von   Piloten,   dass   sie   ihre      Flugzeu- ge   mit   wenigen   Spezifikationen   sel- ber    entwerfen    und    bauen.    Piloten starten    nebeneinander    und    fliegen einsitzige    Flugzeuge    acht    Runden um    sechs    Pylone    über    einen    kilo- meterlangen   Kurs.   Beim   Air-Race   E werden   Benzin-Motoren   durch   elek-
Ein Air-Race E soll Elektroflug weltweit beschleunigen
trische      Antriebstränge      ersetzt. Das    ehrgeizige    Projekt    wird,    so ihre   Macher,   die   Entwicklung   Luft- fahrt   beschleunigen.   Das Air-Race E   ist   das   erste   Luftrennen   dieser Art   auf   der   Welt.   Die   University   of Nottingham   und Air-Race   E   haben eine   Kooperation   zur   Entwicklung des   ersten   elektrischen   Rennflug- zeugs    angekündigt.    Der    Strom- Flieger   soll   zu   einer   Art   Formel   E der    Lüfte    abheben.    Air-Race    E sucht     inzwischen          technische Partner   für   Elektromotoren,   Con- troller,      Batterien      und      andere zugehörige Systeme.
23.06.2018
Schweizer Höhenflieger
Bild: H.Penner
SolarStratos   aus   Yverdon/Schweiz hat    einen    neuen    Partner    mit    der amerikanischen    Firma    Sun-Power gefunden.   Der   Prototyp   des   ersten Maschine   flog   bereits   im   vergange- nen   Jahr.   Beim   neuen   SolarStratos sollen    deren    Solarzellen    mit    24 Prozent      Wirkungsgrad      auf      die Tragflächen   und   auf   das   Höhenleit- werk    aufgebracht    werden,    um    ei- nen   32   kW   Motor   anzutreiben,   der über    eine    20    kWh    Lithium-Ionen- Pufferbatterie    betrieben    wird.    Es ist   in   dem   Zusammenhang   von   der „nächsten   Generation“   des   Solar- Stratos   die   Rede,   die   jedoch   nicht vor    dem    Jahr    2020    fliegen    wird. SunPower   war   übrigens   auch   der Lieferant    der    Solarzellen    für    die Schweizer   SolarImpulse   2,   die   vor zwei   Jahren   im   Solarflug   die   Welt umrundet    hatte.    Wenn    alles    gut geht,   ist   geplant,   mit   dem   neuen, drucklosen       SolarStratos-Elektro- Flugzeug    auf    über    24    000    Meter Höhe zu  fliegen.
Bild : Solarstratos
06.11.2018
Foto: Macesport
06.07.2018
Equator fliegt rein elektrisch
Bild: H.Penner
Nach     ersten     Rollversuchen     hob das   Amphibium   Equator   P2   Xcur- sion   von   Tomas   Brødreskift   am   26. Juni    auf    dem    ehemaligen    Militär- flugplatz   bei   Oslo   zu   seinem   ersten Sprung   in   die   Luft   ab.   Den   lang- ersehnten   Erstflug   führte   Eskil Am- dal   durch.   Er   beschleunigte   nach seinen   Angaben   die   Maschine   auf 70    Knoten,    rotierte    schon    nach kurzer   Strecke   und   beschleunigte automatisch   auf   100   Knoten,   um   in 9   Meter   die   Landebahn   bis   zum   En- de    zu    überfliegen.    Am    Folgetag wurden   zwei   weitere   Flüge   durch- geführt,    die    das    Vertrauen    in    die gewonnenen        Flugeigenschaften bekräftigten.   Das   Flugzeug   ist   ein Prototyp,    der    von    Equatoraircraft seit    2010    mit    begrenzten    Mitteln entwickelt   wurde.   Der   nur   für   Test- zwecke     ausgelegte     Prototyp     ist vollelektrisch.   Er   kann   ca.   35   Minu- ten    fliegen.    Die    Hybridkonfigura- tion   ist   auf   eine   Flugdauer   von   bis zu 6 Stunden ausgelegt.
Bild: Equatoraircraft
19.07.2018
Rolls Royce Elektroinitiative
Bild: H.Penner
Der   englische   Triebwerkshersteller Rolls   Royce   scheint   in   der   Zukunft auch     bei     elektrischen     Antriebs- strängen   mitmischen   zu   wollen.   Es sind    das    einmotorige    Experimen- talflugzeug   Accel   mit   reinem   elek- trischen    Antrieb    sowie    das    viel spannendere      EVOL-Projekt,      zu- nächst   nur   eine   reine   Studie   eines Kippflügels   nach   dem   Tilt-Konzept. Es    basiert    auf    Technologien,    die bereits      existieren      oder      derzeit noch   entwickelt   werden.   Es   könnte in   den   frühen   2020-er   Jahren   in   die Luft    gehen.    Das    Konzeptflugzeug verwendet   die   Gasturbinentechno- logie,    um    die    elektrische    Energie zu    erzeugen,    die    die    sechs    elek- trischen    Antriebe    versorgen    und die     speziell     dafür     so     ausgelegt sind,   ein   niedriges   Geräuschprofil zu    erzeugen.    Die    Tilt-Technik    er- laubt   den   Flügel   bis   zu   90   Grad   zu drehen,     wodurch     das     Flächen- Flugzeug      vertikal      starten      oder landen kann.
Bild: Rolls Royce
Do 228 bald auch elektrisch?
10.08.2018
Foto: DLR
Noch   ist   es   nur   eine Absichtserklä- rung,   was   DLR,   Siemens,   MTU   und Ruag   beschlossen   haben.   Sie   wol- len    eine    Do    228    schrittweise    auf elektrische   Antriebsstränge   umrü- sten.    Der    Erstflug    könnte    bereits 2020   sein,   wie   vom   DLR   zu   erfah- ren   war.   Ruag   Aerospace   in   Ober- pfaffenhofen   hatte   die   Produktion von   Dornier   übernommen.   Die   er- ste   Maschine   dieses   Typs   flog   vor 35    Jahren.    Weltweit    fliegen    zirka 300    Exemplare.    Siemens,    bereits an    anderen    ähnlichen    Projekten beteiligt,     wird     den     elektrischen Antriebsstrang    liefern.    Der    Strom kommt    von    einem    Gasgenerator der    Firma    MTU.    Dr.    Frank   Anton, CEO   von   Siemens   Luftfahrt   meint, dass   das   Unternehmen   einen   Tech- nologievorsprung       besitze,       den man   jetzt   nutzen   sollte,   doch   noch fehlt      das      Geld.      Der      19-Sitzer könnte   neben   einer   BAe   146   das erste         Hybrid-Passagierflugzeug der Welt werden,  
Foto: DLR
Zweiter Smartflyer-Challenge
03.09.2018
Im    Frühjahr    erklärten    24    Firmen sich    am    diesjährigen    Smartflyer- Challenge   beteiligen   wollen.   Doch es   kamen   nur   fünf.   Im   Gegensatz zum    vergangenen    Jahr    hielt    sich auch     das     Besucherinteresse     in Grenzen.    Sehr    positiv    aufgenom- men      wurde      das      Vortragspro- gramm,   an   dem   sich   teilweise   bis 80     Zuhörer     beteiligten,     die     mit einer   etwas   größeren   Erwartungs- haltung    gekommen    waren.    Desto stärker   wurden   die   fünf   Exponate aus     Tschechien,     Slowenien     und der   Schweiz   beachtet.   Roger   Rup- pert   kündigte   einen   Preissturz   für den   Archaeopteryx   auf   nur   56000   in   der   Seglerversion   und   70   000   in    der    E-Motorenvariante    an.    Der Schweizer    Pipistrel-Vertreter    Marc B.   Corpataux   hofft   die   Alpha   Elec- tro   in   erster   Linie   an   Flugschulen zu   verkaufen.   Seine   Flüge   mit   dem Alpha    Electro    überzeugten    sehr. Eine    Maschine    wurde    bereit    aus geliefert.
Foto: Jegerlener
Elektra Solar
Foto: Air-Race E
Schweizer Hybrid-Flieger
Ursprünglich   sollte   der   Smartflyer ein   reines   Amateurflugzeugprojekt werden.    Rolf    Stuber,    Initiator    der Smartflyer   AG   hat   inzwischen   ein starkes   Team   gebildet.   Sein   Ziel   ist es,   nach   dem   „Proof-of   Concept“, das   mit   einem   Hybrid-Antrieb   2021 fliegen    soll,    später    auch    mit    der Entwicklung    in    Serie    zu    gehen. Das     Herz     des     flott     wirkenden Viersitzers     ist     ein     getriebeloser Siemens-Elektromotor,     der     einen langsam    drehenden    Fünfblattpro- peller   mit   nur   1200-1500   UpM   an- treiben    soll.    Die    Leistung    bezieht er   aus   einem   160   kg   Batteriepack- age,     das     konstant     über     einen Rotax      914-Motor-Generator      ver- sorgt   wird.   Das   verursacht   geringe Lärmemissionen,     weil     sich     der wassergekühlte    Verbrenner    lärm- gekapselt    im    Rumpfbug    befindet. Im   2019   sollen   die   ersten   Arbeiten an   der   Zelle   beginnen.   Momentan konzentriert    man    sich    an    Detail- verbesserungen
Rendering: Smartflyer
07.09.2018
Solar Two von Gologan
Calin   Gologan   überraschte   mit   ei- ner    bemannten    25-Meter    Drohne, deren    Hauptaufgabe    es    sein    soll, in   extrem   großen   Höhen   autonom Tag    und    Nacht    als    Kommunika- tionsplattform   zu   dienen.   Das   nur 220   kg   leichte   Flugzeug   ist   mit   25 m²   Solarzellen   bestückt,   die   bei   25 %    Wirkungsgrad    6    kW    Leistung bieten.   Vier   Puffer-Batterien   bieten 14     kW/h,     die     den     Geiger-Motor HPD-32D   antreiben.   Als   Option   ist eine   Spannweite   von   bis   zu   27   Me- ter    gedacht,    was    zu    einer    noch höheren   Ladeleistung   für   ebenfalls optionale   Batterien   sorgen   wird,   so dass   dann   bis   zu   28   kW/h   zur   Ver- fügung     stehen.     Erstkunden     für zwei     Maschinen     sind     Chinesen. Gologans     „Motorsegler“     verfügt       einen   Schub   von   140   kg,   der   das Flugzeug    schon    nach    100    Meter Startbahn    abheben    lässt.    ln    zwei Jahren   will   Gologan   einen   6   bis   10- Sitzer    in    die    Luft    bringen.    Noch fehlen Investoren.
Foto: Electra Solar
02.10.2018
Autonomes Air-Taxy
Im    Frühjahr    hat    Zephir    Airworks das    erste    autonome    Lufttaxi    vor- gestellt.     Gegenüber     den     reinen Coptern    kann    Cora    auch    aerody- namisch   fliegen.   Cora   hat   bereits eine   lange   unbemannte   Testphase hinter    sich.    Zephir   Airworks    ging eine   Partnerschaft   mit   der   neusee- ländischen     Regierung     und     der nationalen      Fluggesellschaft      Air New   Zealand   ein,   eines   Tages   den ersten     regulären     Lufttaxy-Dienst eröffnen    zu    können.    Das    Erpro- bungsprogramm      wird   mit   dem   Ziel fortgesetzt,   bald   eine   Zulassung   zu erlangen.    Bemannte    Flüge    sollen folgen.   Beim   Lufttaxi   Cora   handelt es   sich   um   einen   VTOL   Zweisitzer mit    zwölf    Hub-E-Motoren    und    ei- nem   E-Schubmotor.   Das   Luftfahr- zeug    soll    in    der    Lage    sein,    mit einer    Höchstgeschwindigkeit    von 177   km/h   bis   zu   100   Kilometer   weit zu    fliegen.    Der    reguläre    Flugbe- trieb   könnte   schon   2021/22   aufge- nommen werden.
Foto: Zephir Airworks
22.10.2018
Ab 2020 auch Air Races mit Elektroflugzeugen

Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Electric Flight
Erstausgabe 13.4.2015
Meilensteine des Elektroflugs  Bereits 1973 flog Heini Brditsch- ka mit einer HB-3 und einem Elektroantrieb. 1981 flog als er- ster Deutscher der Heidelberger Karl Friedel mit dem Elektro- Windspiel anlässlich der RMF (AERO) in Friedrichshafen.
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