Elektrisches Fliegen - eine Zukunftsperspektive

Electric Flight
Erstausgabe 13.4.2015
letztes Update 01.10.2017
 Als erste Airline der Welt setzt easyJet bereits auf die emmisonsfreie Beförderung durch die Luft mit Elektroflugzeugen.
Drei Meilensteine markieren die Elek- trofliegerei, die jedoch fast in Verges- senheit gerieten. Fred Militky verwandelte am 18. März 1959 ein Graupner-Modell durch den Einbau eines Kollektorläufers mit Glok- kenanker in ein E-Motormodell und konnte nachweislich damit fünf Minuten Kraftflug durchführen. Als Batterien dien- ten Nickel-Cadmium-Zellen. Ein Jahr zuvor experimentierte ein Engländer mit einem Modell, welches aber nur einen Schwebeflug unternahm. Bereits 1973 rüstete der österr. Fabri- kant Heinz Brditschka unter Anregung von F. Militky eine HB-3, ursprünglich ein deutscher Motorsegler, auf einen Elek- troantrieb um. Die als MB E1 bezeich- nete Maschine bewies während eines achtminütigen Fluges durch Sohn Heini Brditschka den Nachweis, dass man auch bemannt elektrisch fliegen kann! Die Versuche wurden nach kurzer Zeit  eingestellt. Am 14.3.1981 flog als erster Deutscher der Heidelberger Karl Friedel mit zwei umgebauten Scheibenwischermotoren und Nickel-Cadmium-Zellen in dem Hängegleiter Windspiel anlässlich der RMF (AERO) in Friedrichshafen 12 Mi- nuten und  30 Sekunden. Noch im glei- chen Jahr wurde der Ärmelkanal mit ei- nem von Paul McCready entwickelten Solarflugzeug überquert.
Lesen Sie mehr über die allgemeinen Entwicklungen auf unserer History- und der Technik-Seite.
Startseite
+++ Latest News+++
Grafik: Wright Electric
Paul DeLorean, Neffe des 2005 verstor- benen DeLorean-Gründers John DeLo- rean und CEO und Chefdesigner bei DeLorean Aerospace hat Großes vor. DeLorean DMC-12 kennt fast jeder – als Zeitmaschine aus „Zurück in die Zukunft“. Das will Paul nun schon bis 2018 mit einem Prototypen seines DR-7 umsetzen. Heimlicher Pate ist aber Burt Rutan‘s Quickie, ein Tandemflügler. De- Lorean hat in seinem Entwurf für eine VTOL-Version zwei Hubrotoren vorge- sehen, die für den aerodynamischen Flug in Marschrichtung geschwenkt werden. Eine 1:3 Modell fliegt bereits. Paul DeLorean spricht von einem Flug- auto. Die Flügelenden des nur 5 Meter spannenden Flügels des DR-7 Elektro- Zweisitzers sollen in der Garage hoch- geklappt werden können. Das US-Un- ternehmen mit Sitz im kalifornischen Laguna Beach möchte damit inner- städtische Verkehrprobleme lösen.
Die Luftfahrt braucht möglichst immer freie Sicht. Der Smartflyer-Challenge der Energiestadt und des Regionalflug- platzes Grenchen hatte mehr mit Wol- ken und Regen zu kämpfen. Ziel war und ist es, möglichst alle derzeit be- kannten Elektroflugzeug-Projekte im Flug vorzustellen. Zum Teil wurde man trotz der widrigen Umstände diesem Anspruch gerecht.  Zwar ist der größere Teil der Präsentationen durch andere Events bereits bekannt, doch nie zuvor wurde einer breiten Öffentlichkeit (bei freiem Eintritt ) eine so große Übersicht elektrisch betriebener Luftfahrzeuge im Flug geboten. Besonders gefragt waren zudem Fachvorträge mit Referenten aus ganz Europa! Auf Dauer kann der Event zu einem Impuls für die gesamte Elek- trofliegerei werden. Der Event soll zu einer jährlichen Dauerlösung ausgebaut werden. Nächster Termin 1.+2.9.2018.
Innerhalb der nächsten 20 Jahre könnte sich der englische Low-Cost Carrier Easy Jet das Fliegen mit Elektroflugzeu- gen auf Kurzstrecken wie London-Paris vorstellen. 20% aller heute beförderten Passagiere, so Carolyn McCall, easyJet- CEO, könnten damit befördert werden. Möglich machen soll das die Entwick- lung des amerikanischen Start-up Un- terehmen Wright Electric, die inzwi- schen mit den Engländern kooperieren. Die Elektromotoren des 150-Sitzers sind als kleine Baueinheiten im Nasenbe- reich der Flügelwurzel untergebracht. Nach Angaben von Wright Electric soll das Flugzeug ausschliesslich mit Batterien fliegen. Ähnliche Konfigura- tionen werden auch bei der NASA erprobt. Angeblich soll ein maßstäblich verkleinerter Zweisitzer nach diesem Prinzip bereits mit einem 270 kg Batterie-Package fliegen.
E-Propulsion

Electric-Flight ist eine Homepage, die in einer neu entwickelten Plattform die Chance sieht, um Zukunftsperspektiven in

der Luftfahrt transparenter zu machen. Elektrische Antriebe gelten in Flugzeugen noch immer als zu ineffizient, doch der

Wandel steht kurz bevor. Nicht die Elektromotoren, sondern die Energiespeicher sind das Problem.

In kleinen Schritten wird weltweit versucht, sich von fossilen Energieträgern, speziell auch bei Luftfahrzeugen zu lösen. Im Bereich kleiner Drohnen ginge schon überhaupt nichts mehr ohne Elektroantriebe, doch dies etwa auf Verkehrs- flugzeuge übertragen zu wollen, wird aus heutiger Sicht noch einige Jahre dauern. In Spezialbereichen finden sich bereits brauchbare Lösungen: Ultraleichtflugzeuge für Ausbildungsflüge für lärmarmen Schulbetrieb. Motorsegler unter Verzicht auf zu hohe Lärmemissionen durch Zweitakter. Light Sport Aircrafts (LSA) und leichte Motorflugzeuge mit Hybridantrieb. Motorkunstflugmaschinen (kurz vor der Erprobung). RPAS (Remotely Piloted Aircraft Systems), besser bekannt als Drohnen. Electric-Flight beschäftigt sich nur mit bemannten Luftfahrzeugen, wenngleich ihre Wegbereiter aus den Modellflug- bereichen stammen. Die heutigen Drohnen, egal ob Spielzeug oder im kommerziellen Bereich, einschließlich militä- rischer Anwendungen, wurden fast ausschließlich aus Modellflugzeugen abgeleitet. Einsatzprofile, Antriebe und Ener- giespeicher bieten sich dazu an. Die Übertragung auf bemannte Flugzeuge ist 1:1 nicht direkt nachvollziehbar. Die Info- Plattform Electric-Flight konzentriert alle Informationen nur auf bemannte Luftfahrzeuge. Es können keinerlei juristische Ansprüche auf Vollständigkeit und die Richtigkeit gestellt werden, da diese Homepage auf rein privater Initiative basiert!