Foto: EHang
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Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Electric Flight
Der erfolgreiche e-Genius der Universität Stuttgart stand Pate für einen maßstabgetreuen Demonstrator der Universität in Delft/Niederlande. Das im Maßstab 1:3 ist für das dortige Stundenteam Demonstrator um die Wasserstoff-Brennstoffzellentech- nologie auch für Kleinflugzeuge zu erproben. Bereits am 14. Juni flog dieses Modell mit reinem Elektroantrieb, doch erst am 7. Juli 2022 gab das Studententeam der Universität Delft bekannt, dass sie am 14. Juni 2022 mit Flugtests des Phoenix-Demonstrators begonnen haben. Das Modell mit 6 Meter Spannweite wurde zunächst mit dem Strom von Lithiumzellen versorgt. Für das kommen- de Jahr sind erste Flüge mit flüssigen Wasserstoff geplant. Die Studien dienen mit dem Demonstrator dienen bereits als Vorarbei- ten für den KIT-Zweisitzer Sling-4, der mit flüssigen Wasserstoff ab 2025 fliegen soll. Mit 10 kg flüssigem Wasserstoff betreiben soll der Doppelsitzer dann 2 Stunden fliegen könne und eine Reichweite von 400 km haben. www.tudelft.nl
13.07.2022
Foto: Uni Delft
Dass man israelische Flugzeugbauer ernst nehmen muss, ist nicht neu. Spätestens mit dem Motorenbauer MagniX, der inzwischen in die USA übersiedelte, ist die Ernsthaftigkeit und auch das Können israelischer Ingenieure unter Beweis gestellt. Ebenso ernsthaft geht Airev mit seinem Doppelsitzer, einem eVTOL um, der für 200 000 $ an den Markt gebracht werden soll. „Air One“ wie sich der auch von uns bereits vorgestellte Kopter mit fester Fläche und 8 Motoren konnte nun zumindest schon mal fern- gesteuert seine Schwebfähigkeit unter Beweis stellen. Im Norden von Israel, in Megiddo, wo es sogar grüne Felder gibt, wurden in- zwischen mehrere Flüge durchgeführt. Im Gegensatz zu den meisten anderen eVTOL-Anbietern wendet sich Airev ganz bewusst an zukünftige private Halter. Laut Rani Plaut, CEO der Firma soll Air One so sicher wie ein Auto gebaut und auch gehandhabt werden können. Schon Ende Juli soll es auf der EAA Airventure in Oshkosh präsentiert werden. www.airev.aero
13.07.2022
Foto: Airev
VoltAeros Prototyp, die Cassio 330 wird mit dem E-Motor ENGINEUSTM 100 smart von Safran Electrical & Power ausge- stattet. Die Verwendung des Motors im Parallel-Elektro-Hybrid-Antriebssystem des Flugzeugs, wurde auf der Farnborough Interna- tional Airshow von beiden Partnern unterzeichnet. Der ENGINEUSTM 100 wird beim Start eine maximale Nennleistung von weit über 150 kW haben. Er wird mit einem 150-kW-Verbrenner in der Cassio 330-Hybridantriebseinheit integriert. Der Fünfsitzer Cassio 330 erhält ein 330-kW-Elektro-Hybrid-Gesamtantriebssystem. Wie VoltAero mitteilte, soll der mit einem integrierten Motorcontroller versehene E-Motor mit einem integrierten Thermomanagement-System und einer Luftkühlung im kommenden Jahr von Safran ausgeliefert werden. Die Zertifizierung des Motors soll 2023 erfolgen. Dann werden auch die ersten Flugversuche mit dem Cassio 330 Prototyp beginnen. VoltAero wird die Cassio-Flugzeuge in drei Versionen entwickeln und produzieren. www.voltaero.aero
20.07.2022
Foto: Airev
Bristow Group Inc., der weltweit führende Anbieter innovativer und nachhaltiger Vertikalfluglösungen, und Lilium, Ent- wickler des eVTOL, gab auf der Farborough Airshow gekannt, eine strategische Partnerschaft einzugehen, bei der Bristow die Op- tion zum Kauf von 50 Lilium Jets haben wird, zusätzlich zur Bereitstellung von Wartungsdiensten für das Startnetzwerk des Lilium Jets in Florida, und andere zukünftige Märkte in den USA und Europa. Das Memorandum of Understanding („MOU“) umreißt die Zu- sammenarbeit zwischen Bristow und Lilium bei der Entwicklung eines Wartungsprogramms zur Unterstützung des Betriebs des Li- lium Jets. Bristow wandelt sein Geschäft aktiv um, um innovative und nachhaltige Technologien, einschließlich eVTOL-Flugzeuge zu nutzen. Die Vereinbarung zwischen Bristow und Lilium steht unter dem Vorbehalt, dass die Parteien die Handelsbedingungen fi- nalisieren und diesbezüglich endgültige Vereinbarungen eingehen sowie bestimmte Bedingungen erfüllen. www.lilium.com
21.07.2022
Bild: Lilium
Bild: Voltaero
Mit einer Absichtserklärung haben der Rolls-Royce und die Hyundai Motor Group erklärt, zukünftig gemeinsam an Elek- troantrieben und Brennstoffzellen-Systemen für Luftfahrzeuge zu arbeiten. Dabei hat der US-Hersteller Supernal an der Farnbo- rough Airshow sein erstes eVTOL Kabinenkonzept enthüllt. Mit dem Prototyp zeigt Supernal, wie der Mutterkonzern Hyundai Motor Group seine auf dem Automobilmarkt erworbenen Kompetenzen nutzt, um das Geschäft im Bereich Advanced Air Mobility (AAM) voranzutreiben. Supernal hat sich für die Entwicklung seines eVTOL mit den Hyundai Designstudios zusammengetan, damit das neue Luftfahrzeug schon 2028 in den USA und wenig später auch in der EU und Großbritannien eingesetzt werden kann. Zusätzlich arbeitet Supernal mit externen Partnern und einigen der mehr als 50 Hyundai Konzerngesellschaften zusammen. Wichtig sind hier vor allem die Branchen Automobilbau und Autoteile sowie Konstruktion, Robotik und autonomes Fahren. www.supernal.aero
21.07.2022
Bild: Hyundai
Collins Aerospace entwickelt einen 500-kW-Motor als Teil einer Familie von Elektromotoren, die nach oben oder unten skaliert werden können. Collins hat in Zusammenarbeit mit Hybrid Air Vehicles und der University of Nottingham den ersten funkti- onsfähigen Prototypen seines 500-Kilowatt-Elektromotors hergestellt, der für das Fluggerät Airlander 10 geeignet ist. Collins hat mit den Tests des Motors an der University of Nottingham begonnen. Für den -Elektromotor mit 2.000 U/min strebt Collins eine spe- zifische Leistungsdichte von 9 Kilowatt pro Kilogramm und einen Wirkungsgrad von 98 % durch die Verwendung einer neuartigen Motortopologie und einer Verbundkonstruktion an. Collins entwickelt den Motor in seinem Kompetenzzentrum für elektronische Steuerungen und Motorsysteme in Solihull, Großbritannien, wo es auch seinen 1-MW-Elektromotor und seine Motorsteuerung für den regionalen Hybrid-Elektro-Flugdemonstrator von Pratt & Whitney Canada (P&WC) entwickelt. www.collinsaerospace.com
21.07.2022
Bild: Hyundai
Statt normale Gasdrucktanks sollen nun Hochdrucktanks zur Aufnahme von Flüssigwasserstoff im Versuchsträger HY4 eingebaut werden. Der Vorteil: flüssiger Wasserstoff ist wesentlich energiereicher und laut Angaben von H2Fly kommt man so auf die doppelte Reichweite. Nach der Integration des neuen Tanks und der Brennstoffzellen in das Testflugzeug, soll Anfang 2023 ein intensives Testprogramm am Boden starten und die HY 4 das weltweit erste Verkehrsflugzeug sein, das mit flüssigem Wasserstoff fliegt. Damit der Wasserstoff flüssig bleibt, muss er auf -253 C Grad gekühlt werden. Es soll das erste Mal sein, dass das Team mit flüssigem Wasserstoff an Bord umgeht. Es ist ein weiterer, wichtiger Schritt in Richtung des Ziels von H2FLY, den weltweit ersten vollständig wasserstoff-elektrischen Antriebsstrang zu entwickeln, der Brennstoffzellen und flüssigen Wasserstoff integriert. Dies ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Realisierung von emissionsfreien Mittel- und Langstreckenflügen.www.h2fly.de
27.07.2022
Foto: H2Fly
Hybridtechnik erfolgreich anwenden, das ist das Ziel der US-Firma Ampaire. Jüngst meldete Ampaire mit seinem De- monstrator „EEL Ampaire“ und nur einem Zwischenstopp von Los Angeles nach Oshkosh, Wisconsin, geflogen zu sein, wo es auf dem EAA AirVenture zurzeit ausgestellt wird. Auf einer Teilstrecke mit 1.135 Meilen (1.825 km) handelte es sich um den längsten Nonstop-Flug, der je von einem Hybrid-Flugzeug durchgeführt wurde. Dabei, so die Firma Ampaire, habe man 40% Treibstoff ein- sparen können. Derzeit wird das Flugzeug noch mit einem Continental-Kolbenmotor IO-360-GB und einem Elektromotor angetrie- ben, der eigenständig im Parallelbetrieb mit Batterie funktioniert. Als weiterführendes Produkt bietet Ampaire nun eine Eco Caravan von Cessna an. Dieser Typ, von dem bereits fünf Maschinen bestellt sind (+20 Optionen), wird den deutschen Dieselmotor RED Air- craft AO3 mit 405 kW (550 PS) mit einem Supplemental Type Certificate (STC) erhalten.www.ampaire.com, https://red-aircraft.com/
28.07.2022
Foto: Ampaire
Lange lagen die Pläne zur Zertifizierung von Pipistrels Panthera auf Eis. Anlässlich der EBACE 22 in Genf hatte Textron seine Hybridversion vorgestellt. Doch nun, so scheint es, habe man bei Pipistrel die Karten neu gemischt. Auf der Adventure Show in Oshkosh in Wisconsin gab der neue Präsident und CEO der Firma, Gabriel Massey bekannt, dass man für das Jahr 2024 die EA- SA-Zulassung für den einmotorigen Viersitzer anstrebt. So werden durchaus im Topsegment der Viersitzer, in dem auch Cirrus Air- craft eine bedeutende Rolle spielt, dem bereits 2011 erstmals auf der AERO vorgestellten Reiseflugzeug aus Slowenien gute Markt- chancen eingeräumt. „Die Panthera wird das Segment der Leichtflugzeuge revolutionieren“, meinte Gabriel Massey. Zunächst soll die Maschine die erste Hürde mit dem 260 PS starken Lycoming IO-540v-V4AR-Motor nehmen müssen. 1100 Meilen Reichweite bei 230 Meilen pro Stunde sind angesagt. Wann die Hybrid-Version und die Elektroversion kommen soll, ist offen. www.pipistrel.si
29.07.2022
Foto: Pipistrel
Ricardo, ein globales Strategie-, Umwelt- und Engineering-Beratungsunternehmen, hat einen mehrjährigen Vertrag mit Pratt & Whitney Canada, einem weltweit führenden Unternehmen in der Entwicklung, Herstellung und Wartung von Flugzeug- und Hubschraubertriebwerken und Hilfsaggregaten, unterzeichnet. Der mehrjährige Vertrag sieht vor, dass das Luft- und Raumfahrt- technikteam von Ricardo Pratt & Whitney Canada bei der Entwicklung fortschrittlicher hybrid-elektrischer Antriebstechnologien für Flugzeuge der nächsten Generation unterstützt. Das Projekt ist Teil des regionalen Hybrid-Elektro-Flugdemonstrator-Programms von Pratt & Whitney Canada auf Basis des De Havilland Dash 8 Versuchsträgers. Eine ähnliche Kooperation besteht bereits mit H55 für die Batterien und Collins, der Tochter von Pratt & Whitney. Collins entwickelt bereits ein 1 MW Antriebsstrang. Die Bodentests sollen noch in diesem Jahr beginnen. Die Flugtests könnten im Jahr 2024 aufgenommen werden. www.ricardo.com i
01.08.2022
Foto: Pratt & Whitney
Einmal mehr konnte bei einem Testflug mit dem inzwischen bekannten Hybridflugzeug e-Genius die Leistungsfähigkeit dieses Typs mit einem Hybrid-Triebwerk unter Beweis gestellt werden. Das Experimentalflugzeug der Universität Stuttgart flog mit seinen Piloten, dem Wissenschaftlichen Mitarbeiter des IFB an der Uni-Stuttgart, Jonas Lay und Weltrekord-Pilot Klaus Ohlmann auf einem Nonstop-Flug am 01.08.22 vom Flugplatz Mengen aus bis an den Atlantik und zurück. Beide Piloten wechselten sich während des strapaziösen über 2000 Kilometer langen Fluges nacheinander ab. Mensch und Maschine stießen dabei wahrhaftig an ihre Grenzen, dennoch ein großartiger Erfolg, wie Jonas Lay berichtete. Traumsicht nach „CAVOK“ und als Beweis brachten sie unter anderem Fotos der Vulkankrater über den Pyrenäen mit. Gesamtspritverbrauch: 81 Liter auf der Gesamtstrecke von 2002 km. Zuvor hatte das Duo bereits im April und im Juli dieses Jahres sechs Weltrekorde erflogen. www.ifb.uni.stuttgart.de
02.08.2022
Foto: IFB-Uni Stgt.
Die kanadische Horizon Aircraft hat einen 50-Prozent-Prototyp seines eVTOL vorgestellt. Der fünfsitzige Cavorite X5 hebt sich als einziges VTOL von der Masse ab. Seine Auftriebsrotoren werden bei der Transition in den Reiseflug vollständig ab- gedeckt. Der Cavorite X5 hat ein reines Lift & Cruise Canard-Design mit 16 im Flügel eingebetteten Rotoren und einem Schubpro- peller im Heck. Der wird durch einen Corvette-Motor angetrieben, der mit einem Generator zur Stromherstellung für die Rotoren gekoppelt ist und der für den eigentlichen Vortrieb sorgt. Beim patentierten Flügeldesign teilt sich die aerodynamische Hülle in ei- nen vorderen und hinteren Teil. Die Vorder- und Hinterkanten bewegen sich dabei auseinander, um die Auftriebsrotoren für den VTOL-Betrieb freizulegen, und sie schließen und verriegeln wieder, wenn es in den Vorwärtsflug gehen soll. Cavorite X5 bietet eine maximale Reisegeschwindigkeit von 240 Knoten (450 km/h). Die Reichweite beträgt 500 Kilometer. www.horizonaircraft.com
04.08.2022
Bild:: Horizon Aircraft
ZeroAvia ist im Begriff sich in der Luftfahrt einen Namen zu machen. Begonnen haben die Arbeiten bei der Umrüstung einer Piper M46 Malibu. Neben seinem Stammsitz in Everett/WA/USA und Hollister in CA/USA wurde eine zweite Location in Mem- ble/Cirencester in Großbritannien eröffnet. Nahezu konkurrenzlos hat sich das Unternehmen in der Wasserstoff-Brennstoffzellen- Technologie an die Spitze gearbeitet. Gegenwärtig ist man dabei, den kompletten Antriebsstrang ZA2000-RJ in der 2 bis 5 MW-Klas- se einsatzreif zu machen. Nach einer zweiten Geldbeschaffungsrunde sind die Einstiege der großen Airlines eine willkommene Ab- sicherung. So konnte man inzwischen 150 Millionen Dollar für weiterführenden Arbeiten einnehmen. Dabei steht American Airlines mit 82 Mio. Dollar an der Spitze. Die Airline möchte für seine Regionalliner alleine 100 Einheiten beschaffen. Auch United Airlines hatte bereit 100 Einheiten vorbestellt. Ob sich die Nachrüstungen rechnen, steht auf einem anderen Blatt: www.zeroavia.com
05.08.2022
Bild:: ZeroAvia
Europa steckt in der Mobilitätswende: weg von fossilen Brennstoffen hin zur nachhaltigen Elektromobilität. Damit ist der Kontinent zu dem am schnellsten wachsenden Markt für die Produktion von Lithium-Ionen-Akkus weltweit geworden. Doch die Er- folgsstory hat einen Haken: Bis heute gibt es keine innereuropäische Versorgung mit Lithiumhydroxid, um die enorm Nachfrage zu decken. Dem wollen jetzt die deutsch-australische „Vulkan Energy“ entgegentreten. Ihr Ziel: aus den Tiefen des Oberrheingrabens gefördertes Lithium aus Thermalwasser zutage bringen. Dazu erhielten sie bereits fünf Explorationslizenzen. Jetzt ziehen die Stadt- werke Speyer und Schifferstadt nach und wollen ein eigenes Unternehmen gründen, das die Förderung von lithiumhaltigen Ther- malwasser aus einer Region von 150 Quadratkilometer aus mehreren tausende Meter Tiefe vorsieht. Damit könnte das ressourcen- arme Deutschland zum Lieferanten des kostbaren Basismaterials für Lithium-Batterien werden. www.stadtwerke-speyer.de
10.08.2022
Symboldbild:
Bild: Stadtwerke Speyer
Die britische Vertical Aerospace, Entwickler des eVTOL V4X4 gab bekannt, die Endmontage seines Senkrechtstarters abgeschlossen zu haben und dass man jetzt mit einer mehrmonatigen Testkampagne beginne. Das Unternehmen arbeitet eng mit Rolls-Royce zusammen, die die Antriebsstränge liefern. Unter anderem sind die Briten mit Molicel, einem der führenden Hersteller von Lithium-Ionen-Zellen in eine strategische Partnerschaft eingegangen. Molicel ist für die Lieferung VX4 Batteriepack zuständig. Vertical Aerospace hat bereits 1400 Vorbestellungen, darunter allein 350 von American Airlines (davon 250 als Vorbestellung und 100 weitere als Option). Zudem hat American Airlines versichert, eine Vorabzahlung zu leisten, um die Liefertermine für die ersten 50 VX4 zu sichern. Hubschrauberbetreiber Babcock denkt außerdem an den Einssatz des VX4 als fliegenden Krankenwagen. Es wird angestrebt sowohl die EASA- als auch die CAA-Zulassung gleichzeitig zu erhalten. www.vertical-aerospace.com
18.08.2022
Foto: Rolls-Royce
Meldungen 2. Halbjahr 2022
Calin Gologan ist einer der Elektroflug-Pioniere. Mit dem Jungfernflug seines Doppelsitzers am 29. Juni 2022 könnte ihm nun der große Wurf gelingen. Der darin verbaute 40 kW starke Außenläufer des HPD 50D von Geiger-Engineering ist luftgekühlt und wird mit einer Niederspannung von 48 Volt betrieben. Gologan’s Firma Elektra Solar gibt an, dass man mit dem Flugzeug 2,5 Stunden Flugdauer und 300 km Reichweite erreichen kann. Es wird das doppelt redundante elektrische Antriebssystem sowie der hohe Komfort für Piloten hervorgehoben. Die Aufbauzeit vom Transportanhänger bis zur Flugbereitschaft betrage etwa 30 Minuten. Der Elektra Trainer wurde als ideales Flugzeug für Flugschulen und Flugvereine konzipiert, was den Kauf von privaten Haltern nicht ausschließen wird. Die Betriebskosten betragen weniger als 60 EUR/Stunde, was etwa der Hälfte der Kosten eines klassischen Ultraleichtflugzeugs entspricht. Der Anschaffungspreis werde bei ca. 200 000 € liegen.www.elektra-solar.com
11.07.2022
Foto: Elektra-Solar
Der 47-jährige Bremer Flughafen-Experte Florian Kruse, Gründer von EVIA AERO GmbH gab jüngst bekannt, bei der britischen Firma Cranfield Aerospace Solution eine „Letter of intent“ für 10 Umrüstkits unterschrieben hat, die den normalerweise mit Kolbenmotoren betriebenen Britten Norman Islander antreiben. Noch aber forscht Cranfield Aerospace an diesen speziellen Kits, die was die Energieversorgung betrifft, an Pods unter die Flügel gehängt werden soll. Der serienmäßige Islander, der fast un- verändert seit den sechziger Jahren gefertigt wird, erhält dann anstelle der zwei Lycomings zwei Elektromotoren. In den Pods wer- den sich je ein Brennstoffzellen- System mit dem Gastank und einer Pufferbatterie zum Betrieb des Elektromotors befinden. Diese Flugzeuge werden die Pläne von EVIA AERO zur Entwicklung einer nachhaltigen Luftfahrt an den Nordküsten Deutschlands unter- stützen, den Niederlanden und Dänemark und wird zu den Umweltbelangen und -zielen der Region beitragen. www.CAeS.com
16.07.2022
Foto: CAeS
CAE Inc., weltweit größter und führender Anbieter von Flugsimulationstechnologien und Ausbildungs- sowie Schu- lungszentren in 20 Ländern auf fünf Kontinenten gab auf der Farnborough International Air Show 2022 bekannt, dass es eine Part- nerschaft mit Piper Aircraft geschlossen hat. Es soll ein Umbausatz über ein Supplemental Type Certificate (STC) für in Betrieb be- findliche Flugzeuge Piper Archer PA-28-181 entwickelt und eine elektrische Variante als Option des legendären Flugzeugs auf den Markt als Option angeboten werden. CAE brachte die beiden Partner H55 und Safran Electrical Power zusammen, den kompletten elektrischen Antriebsstrang für die technisch in die Jahre gekommen Ganzmetallkonstruktion Piper PA-28 Archer zu liefern. CAE beabsichtigt zwei Drittel seiner Piper Archer-Schulungsflotte umzurüsten und einen Lehrplan für zukünftige Piloten für Elektroflug- zeugen in Kanada, den USA und Europa zu entwickeln und die Lärmpegel an den Flugschulen zu reduzieren. www.cae.com
20.07.2022
Bild: CAE
Die Volkswagen Group China hat 2020 ein Projekt zur „Vertikalen Mobilität“ ins Leben gerufen, um Mobilitätslösungen für die Zukunft zu entwickeln. Dazu gehören auch der Markt für urbane Luftmobilität und die Ausweitung des städtischen Verkehrs von der Straße in den Luftraum. Nach intensiver Forschungs-, Konzeptions- und Entwicklungsarbeit hat das Projektteam nun sei- nen ersten Prototypen zur Erprobung im Luftraum entwickelt – den V.MO. Das Modell ist als X-Wing-Konfiguration konzipiert, mit einer Länge von 11,2 m und einer Spannweite von 10,6 m. Es verfügt über acht Rotoren für den Auftrieb und zwei Rotoren für den Vortrieb. Der Konzern führt im Laufe dieses Jahres eine Reihe von Flugtests zur technischen Optimierung durch. Ein verbesserter Prototyp wird bis Spätsommer 2023 noch weitergehende Testflüge absolvieren. Das automatisierte eVTOL könnte in seiner endgül- tigen Ausführung vier Passagiere plus Gepäck über eine Entfernung von bis zu 200 km transportieren. www.vw.china.cn
28.07.2022
Bild: VW China
Die kanadische Regional-Airline Harbour Air betreibt eine Flotte von ein- und zweimotoriger Wassersflugzeugen von De Havilland. 2019 entschied man sich nach und nach die Turbopropflugzeuge auf Elektroantriebe umzurüsten. Jetzt meldete das Un- ternehmen aus Vancouver zum ersten Mal einen vollelektrischen Punkt-zu-Punk Flug durchgeführt zu haben. Der Flug mit der De Havilland DHC-2 Beaver über eine Strecke von 45 Meilen dauerte 24 Minuten. Das Flugzeug verließ sein Terminal am Fraser River neben YVR und landete in Pat Bay neben YYJ. Der Start war am 22. August 2022 morgens um 8.12 Uhr. Nach der Landung um 8.36 Uhr, was einer normalen Kurzflugstrecke der Airline betrifft, gab der Pilot an, noch über reichlich Reserveleistung verfügt zu haben. Das Team des Motorenherstellers MagniX und die kanadische Transportbehörde überwachten den Flug. Die Maschine bleibt auf Vancouver Island zu einem „Tag der offenen Tür“ und wird danach wieder zurück nach Vancouver fliegen. www.harbourair.com
25.08.2022
Foto: Harbour Air
Meilenstein bei Smartflyer erreicht Der Rumpf des Smartflyer SFX1 nimmt langsam Gestalt an. Nachdem in den vergangenen Jahren die Vorarbeiten für das hybride Antriebssys- tem fertig entwickelt wurden und auf einem Testprüfstand die volle Funktion bestehend aus Rotax-Motor, Generator und dem eigentlichen elektrischen Antriebsmotor nachgewiesen werden konnte, hatte Firmengründer Rolf Stuber grünes Licht bei der Schweizer Firma Aerolite aus Ennetbüren bei Luzern zur Fertigung der erste CFK-Rumpfstruktur gegeben. Nach Angaben von Smartflyer kann somit die Systemintegration beginnen. Dazu ist man von Grenchen nach Selzach umgezogen. In einer neu angemieteten Halle mit 500 Quadratmeter soll nun in den nächs- ten Wochen der einbaufertige Antriebsstrang in den Rumpf eingebaut werden. Dennoch lässt es sich das Unternehmen nicht nehmen, auf dem Electrifly-In, das erstmals in Bern stattfinden soll, ebenfalls präsent zu sein. Der Erstflug des Hybrid-Viersitzer ist für das kommende Jahr geplant. www.smartflyer.ch
05.09.2022
Foto: Smartflyer AG
Elektroflugzeuge können jetzt zwei Stunden Nonstop fliegen! Nicht die Entfernung mit einem rein elektrisch betriebenen Flugzeug von A nach B war die kleine Sensation des diesjährigen Electrifly-In in Bern, sondern die Flugzeit, bedingt durch Gegenwind mit 1 h und 55 Minuten war das herausragende Merkmal. Bisher galten 50 Minuten Flug- zeit für das einzig zugelassene Motorflugzeug Pipistrel Velis als Referenzflugzeug. Das Rekordflugzeug Elektra Trainer mit Uwe Nortmann am Steuer ist allerdings für die 600 kg-Klasse entwickelt worden, die das Schweizer BAZL nicht anerkennt. Zu den wenigen Neuigkeiten am neuen Standort für das Fly-in zählten auch neben Nortmanns Flieger der e-Genius der Uni Stuttgart mit einem Range-Extender auf Basis des Smart Dieselmotors. Desgleichen der Rumpf des SF-1 von der Smartflyer AG. Dieser Typ wird ebenfalls einen Range Extender erhalten. Und um noch längere Flugzeiten zu ermöglichen, wurden neue Perspektiven mit möglichen Wasserstoff-Brennstoffzellen-Systeme im Vortrag vorge- stellt, die in den nächsten Jahren im Fokus stehen. www.electrifly-in.ch
13.09.2022
Foto: H.Penner
Kitty Hawk, eines der ersten VTOL-Unternehmen schließt seine Pforten Der im Kalifornien ansässige Lufttaxi-Entwickler Kittyhawk hat beschlossen, seine Türen nach mehr als 10 Jahren zu schließen. „Wir haben die Entscheidung getroffen, Kittyhawk einzustellen“, schrieb das Unternehmen am 21. September in Beiträgen auf Sozialmedia. "Wir arbeiten noch an den Details dessen, was als nächstes kommt." Kittyhawk wurde im Januar 2010 als Zee.Aero mit Unterstützung von Larry Page, Mit- begründer der Google-Muttergesellschaft Alphabet gegründet. Das Unternehmen stellte 2014 seinen einsitzigen Flyer vor, gefolgt von einem halbautonomen zweisitzigen Flugzeug eVTOL Cora im Jahr 2018. 2019 beendete Kittyhawk das Projekt und schloss sich mit Boeing zusam- men, um ein Joint Venture, die Wisk Aero zu gründen, und um das Projekt Cora weiter zu entwickeln. Wisk Aero bleibt im Geschäft. Im Juli gab Wisk bekannt, dass es erwartet, die Serienversion seines eVTOLs und damit die sechste Generation seiner Lufttaxis – in den kommenden Mo- naten vorzustellen. Es ist geplant, diese Version durch die Zertifizierung der Federal Aviation Administration zu bringen. www.kittyhawk.aero
29.09.2022
Foto: Kitty Hawk
Elektroflugzeug für den Selbstbau Pie Aeronefs ist ein junges Schweizer Unternehmen. Gründer, Marc Umbricht hat sich erst vor einigen Jahren entschieden, Flugzeuge zu bau- en. Dazu hat er sich inzwischen eine junge Mannschaft rekrutiert, die zunächst an einem einsitzigen Elektroflugzeug werkelt, mit dem man an Rennflugzeug-Wettbewerben teilnehmen möchte. Voraussichtlich wird das Flugzeug noch in diesem Jahr in die Luft kommen. Im Gegensatz zu den Segelflug- und anderen -Kleinflugzeugherstellern setzte die Firma von Anfang an im Zellbau auf eine moderneres Prepreg-Verfahren, auch wenn weitgehend schon CFK zum Einsatz kommt. UR-2 “Bouvreuil“ soll ein Zweisitzer mit rein elektrischen Antrieb wer-den. Es soll den Leistungen einer Cessna 152 oder Piper Warrior entsprechen (VS0: 50 KIAS, VS1: 95 KIAS). Ziel für UR-2 als auch für die UG-3, die danach als Viersitzer kommen soll, sind ihre Kurzstartfähigkeit auf Plätzen bis 500 Meter Länge und mit Reichweiten von etwa 1 000 Kilometern. Die UG-2 wird ausschließlich als Experimental-Kit-Flugzeug zu einem mit einer Glasair kompatiblen Preis erhältlich sein. www.pieaeronefs.ch
12.09.2022
Bild: Pie Aeronefs
Zukuftsorientierte Brasilianer Eine Symbiose, die sich bezahlt machen soll? Warum nicht? Auch wenn sich zwei ungleiche Partner leiert haben: auf der einen Seite steht Luftfahrtriese Embraer und auf der anderen Seite die kleine norwegische Airline Widerøe. Doch die kleine Fluggesellschaft bevorzugt Kurz- strecken in Skandinavien. Das auch dank ihrer kreativen Führung. Im vergangen Jahr kam es zwischen Widerøe und der Embraer-Tochter EVE zu einer Vereinbarung zur Gründung von Widerøe Zero, um das emissionsfreie und geräuscharme eVTOL von Eve zu nutzen, um ein neu- es Betriebskonzept zu entwickeln. Dessen nicht genug, machten Embraer und Widerøe noch während der diesjährigen Farnborough Airshow die Ansage, einen kooperativen Weg zur Entwicklung zukünftiger emissionsfreier Flugzeuge zu beschreiten. Die Airline verpflichtete sich, als eine der ersten Fluggesellschaften der Welt emissionsfrei zu werden. Widerøe hat für eine nachhaltige Luftfahrt zunächst nur ein MoU unter- schrieben. Das Ziel ist ein emissionsfreies Flugzeug mit 50 Sitzen so schnell wie möglich in den Flugbetrieb aufzunehmen. www.embaer.com
30.08.2022
Bild: Embraer
Stuttgarter Studententeam entwirft für DLR-Wettbewerb Löschflugzeug gegen Waldbrände Seit Jahren schreibt das DLR Wettbewerbe für Studierende aus. Durch den Klimawandel nehmen Waldbrände zu. Die Aufgabe der Design Challenge 2022 griff dieses Thema auf. Ein systemischer Entwurf im Zusammenwirken einer Flotte von Löschflugzeugen sowohl untereinan- der als auch mit Einheiten am Boden soll die transportierte Wassermenge innerhalb von 24 Stunden zum Brandgebiet maximieren. Die eigent- liche Aufgabe: eine Flotte von Luftfahrzeugen für die Indienststellung bis zum Jahr 2030 zu konzipieren, die zusammen mindestens 11.000 Li- ter Wasser in einem Löschangriff an einen Brandort liefern kann. Die einzelnen Flugzeuge sollten so aufgebaut sein, dass sie auch als Passa- gier- oder Frachtvarianten produziert werden können. Mit dem ersten Platz prämierte die Jury des DLR bei der diesjährigen DLR das Konzept INFERNO der Uni Stuttgart. Es folgten die TU Dresden mit PEL-E-FAN-T auf Platz zwei und die RWTH Aachen mit FireWasp auf Platz drei. Auf die weiteren Plätze wurden die Teilnehmer der RMTH Aachen und der DHBW Ravensburg mit ähnlichen Beiträgen verwiesen. www.dlr.de
19.08.2022
Bild: Uni Stuttgart
STOL-Electra kann nach 50 Metern schon abheben Acht Elektromotoren zu „Verteilten Antrieben“ vereint, sollen die amerikanische Electra für 9 Passagiere schon nach 50 Meter Rollstrecke ab- heben lassen. Besonderes Interesse zeigen nicht nur kleine Gesellschaften, die im Outback fliegen, sondern auch das US-Militär und ebenso wie die Lockheed Martin Ventures, eine Tochter des Luft-und Raumfahrtkonzern Weit über 900 Vorbestellungen stehen in den Auftragsbüch- ern. Darunter auch eine in Gründung befindliche deutsche Gesellschaft, die eine Möglichkeit im Inselflugverkehr sieht. Die kleinen elektrisch- en Antriebsstränge wurden bereits in der Schweiz mithilfe von Turbogeneratoren getestet. Als weitere Möglichkeit neben der Verwendung von Turbogeneratoren sieht das gleichnamige Unternehmen Electra auch die Verwendung von Brennstoff-zellen vor. Primär sieht man in erster Li- nie eine Reduzierung der CO2-Emissionen durch die Hybridantriebsstränge vor, die auch auf größere Maschinen skalierbar wären. Im Moment wird vorerst an einem zweisitzigen Demonstrator gearbeitet, um daraus dann das spätere Serienmuster zu evaluieren. www.electra.aero
17.09.2022
Bild Electra
Schwedischer 30-sitziger Commuter mit großer Perspektive Heart Aerospace ist Newcomer mit ambitionierter Plänen. Als Hybridflugzeug ES-30 ausgelegt soll der 30-Sitzer, angetrieben durch vier Elek- tromoren besonders im Kurzstreckenverkehr eingesetzt. Zunächst war das erste Konzept als 19-Sitzer ausgelegt. Marketing-Untersuchungen führten jedoch schnell zu der Überlegung, das die Passagierkapazität erhöht werden muss. Nach dieser Entscheidung stiegen die kanadische Airline und die schwedische Flugzeugherstellerfirma mit je fünf Millionen Dollar als Minderheitsgesellschafter in das junge Unternehmen ein. Zudem orderte Air Canada 30 Flugzeuge. Insgesamt sind jedoch schon 230 Maschinen mit 100 weiteren Optionen vorbestellt. Die reguläre si- chere Reichweite als reine Elektroversion soll bei 200 km liegen. In einer Reserve-Hybrid-Konfiguration mit zwei Turbogeneratoren soll die Reichweite auf 400 Kilometer erweitert werden können. Hearts Konzept sieht vor, die meisten Baugruppen von Aernnova in Spanien herstellen zu lassen und nur die Endmontage in Schweden durchzuführen. ES-30 soll ab 2018 in den Liniendienst gehen. www.heartaerospace.com
18.09.2022
Bild: Heart Aerospace
Nach Umkonstruktion endlich geschafft: Alice fliegt! Am 27.09.2022 konnte am Grant County International Airport (MWH) erfolgreich Alice von Eviation seinen Jungfernflug absolvieren. Die Ma- schine flog acht Minuten und erreichte dabei eine Flughöhe von 3.500 Fuß (ca. 1.100 Meter). Damit ist das rein elektrisch betriebene Flugzeug die erste absolute Neukonstruktion! Alice soll als Cargo-Flugzeug und für den Passagiertransport mit bis zu 9 Sitzen in den Einsatz kommen. Als letzte Gesellschaft orderte Evia Aero 25 Maschinen dieses Typs, nachdem Eviation bereits 137 Vororders in den Bestellbüchern verzeich- nen konnte. Alice soll Strecken zwischen 150 und 250 Meilen bedienen können. Die Reisegeschwindigkeit soll bei 260 kts liegen. Das Flug- zeug weist im Gegensatz zu anderen Typen dieser Klasse eine sehr hohe Flügelstreckung auf. Der Antrieb erfolgt durch zwei 650 kW MagniX- Elektromotoren, die das 6,7 Tonne schwere Flugzeug in die Luft bringen. Der 820 kW/h-Batteriesatz wiegt 3720 kg. Die gegenwärtige Fluger- probung des 2015 gestarteten Projekts soll 2025 abgeschlossen werden. Der erste Einsatz könnte ab 2027 erfolgen. www.eviation.com
28.09.2022
Foto: Eviation
Meldungen 2. Halbjahr 2022
Calin Gologan ist einer der Elek- troflug-Pioniere. Mit dem Jungfern- flug seines Doppelsitzers am 29. Juni 2022 könnte ihm nun der große Wurf gelingen. Der darin ver- baute 40 kW starke Aussenläufer des HPD 50D von Geiger-Enginee- ring ist luftgekühlt und wird mit einer Niederspannung von 48 Volt betrieben. Gologans Firma Elektra Solar gibt an, dass man mit dem Flugzeug 2,5 Stunden Flugdauer und 300 km Reichweite er-reichen kann. Es wird das doppelt redun- dante elektrische Antriebssystem sowie der hohe Komfort für Piloten
hervorgehoben. Die Aufbauzeit vom Transportanhänger bis zur Flugbereitschaft betrage etwa 30 Minuten. Der Elektra Trainer wurde als ideales Flugzeug für Flugschu- len und Flugvereine konzipiert, was den Kauf von privaten Haltern nicht ausschließen wird. Die Betriebs- kosten betragen weniger als 60 EUR/Stunde, was etwa der Hälfte der Kosten eines klassischen Ul- traleichtflugzeugs entspricht. Der Anchaffungspreis werde bei zirka 200 000 € liegen. www.elektra-solar.com
Der 47-jährige Bremer Flughafen- Experte Florian Kruse, Gründer von EVIA AERO GmbH gab jüngst bekannt, bei der britischen Firma Cranfield Aerospace Solution eine „Letter of intent“ für 10 Umrüstkits unterschrieben hat, die den nor- malerweise mit Kolbenmotoren betriebenen Britten Norman Islan- der antreiben. Noch aber forscht Cranfield Aerospace an diesen speziellen Kits, die was die Ener- gieversorgung betrifft, an Pods unter die Flügel gehängt werden soll. Der serienmäßige Islander, der fast unverändert seit den
sechziger Jahren gefertigt wird, erhält dann anstelle der zwei Lyco- mings zwei Elektromotoren. In den Pods werden sich je ein Brenn- stoffzellen- System mit dem Gas- tank und einer Pufferbatterie zum Betrieb des Elektromotors befin- den. Diese Flugzeuge werden die Pläne von EVIA AERO zur Ent- wicklung einer nachhaltigen Luft- fahrt an den Nordküsten Deutsch- lands unterstützen, den Nieder- landen und Dänemark und wird zu den Umweltbelangen und -zielen der Region beitragen. www.CAeS.com
Erstflug des Schulungsdoppelsitzer Elektra Solar
Kurzstrecken-Airline EVIA AERO will mit Wasserstoff fliegen
CAE Inc., weltweit größter und füh- render Anbieter von Flugsimulati- onstechnologien und Ausbildungs- sowie Schulungszentren in 20 Län- dern auf fünf Kontinenten gab auf der Farnborough International Air Show 2022 bekannt, dass es eine Part-nerschaft mit Piper Aircraft geschlossen hat. Es soll ein Um- bausatz über ein Supplemental Type Certificate (STC) für in Be- trieb befindliche Flugzeuge Piper Archer PA-28-181 entwickelt und eine elektrische Variante als Op- tion des legendären Flugzeugs auf den Markt als Option angeboten
werden. CAE brachte die beiden Partner H55 und Safran Electrical Power zusammen, den kompletten elektrischen Antriebsstrang für die technisch in die Jahre gekommen Ganzmetallkonstruktion Piper PA- 28 Archer zu liefern. CAE beab- sichtigt zwei Drittel seiner Piper Archer-Schulungsflotte umzurüsten und einen Lehrplan für zukünftige Piloten für Elektroflugzeugen in Kanada, den USA und Europa zu entwickeln und die Lärmpegel an den Flugschulen zu reduzieren. www.cae.com
CAE lässt eigene Piper-Archer-Flotte auf Elektroantrieb umstellen
Die Volkswagen Group China hat 2020 ein Projekt zur „Vertikalen Mobilität“ ins Leben gerufen, um Mobilitätslösungen für die Zukunft zu entwickeln. Dazu gehören auch der Markt für urbane Luftmobilität und die Ausweitung des städti- schen Verkehrs von der Straße in den Luftraum. Nach intensiver For- schungs-, Konzeptions- und Ent- wicklungsarbeit hat das Projekt- team nun seinen ersten Prototypen zur Erprobung im Luftraum entwi- ckelt – den V.MO. Das Modell ist als X-Wing-Konfiguration konzi- piert, mit einer Länge von 11,2 m
und einer Spannweite von 10,6 m. Es verfügt über acht Rotoren für den Auftrieb und zwei Rotoren für den Vortrieb. Der Konzern führt im Laufe dieses Jahres eine Reihe von Flugtests zur technischen Opti- mierung durch. Ein verbesserter Prototyp wird bis Spätsommer 2023 noch weitergehende Test- flüge absolvieren. Das automati- sierte eVTOL könnte in seiner endgültigen Ausführung vier Pas- sagiere plus Gepäck über eine Entfernung von bis zu 200 km transportieren. www.vw.china.cn
VW-China entwickelt in China für eigenen Markt ein eVTOL
Ampaire will sein Hybrid-System mit Wasserstoff betreiben
Hybridtechnik erfolgreich anwen- den, das ist das Ziel der US-Firma Ampaire. Jüngst meldete Ampaire mit seinem Demonstrator „EEL Ampaire“ und nur einem Zwischen- stopp von Los Angeles nach Osh- kosh, Wisconsin, geflogen zu sein, wo es auf dem EAA AirVenture zurzeit ausgestellt wird. Auf einer Teilstrecke mit 1.135 Meilen (1.825 km) handelte es sich um den läng- sten Nonstop-Flug, der je von ei- nem Hybrid-Flugzeug durchgeführt wurde. Dabei, so die Firma Ampai- re, habe man 40% Treibstoff ein- sparen können. Derzeit wird das
Flugzeug noch mit einem Conti- nental-Kolbenmotor IO-360-GB und einem Elektromotor angetrie- ben, der eigenständig im Parallel- betrieb mit Batterie funktioniert. Als weiterführendes Produkt bietet Ampaire nun eine Eco Caravan von Cessna an. Dieser Typ, von dem bereits fünf Maschinen be- stellt sind (+20 Optionen), wird den deutschen Dieselmotor RED Air- craft AO3 mit 405 kW (550 PS) mit einem Supplemental Type Certifi- cate (STC) erhalten. www.ampaire.com, https://red- aircraft.com/
Pipistrel will zuerst die Panthera-Kolbenversion zulassen
Lange lagen die Pläne zur Zertifi- zierung von Pipistrels Panthera auf Eis. Anlässlich der EBACE 22 in Genf hatte Textron seine Hybrid- version vorgestellt. Doch nun, so scheint es, habe man bei Pipistrel die Karten neu gemischt. Auf der Adventure Show in Oshkosh in Wisconsin gab der neue Präsident und CEO der Firma, Gabriel Mas- sey bekannt, dass man für das Jahr 2024 die EASA-Zulassung für den einmotorigen Viersitzer anstrebt. So werden durchaus im Topsegment der Viersitzer, in dem auch Cirrus Aircraft eine bedeu-
tende Rolle spielt, dem bereits 2011 erstmals auf der AERO vor- gestellten Reiseflugzeug aus Slo- wenien gute Marktchancen ein- geräumt. „Die Panthera wird das Segment der Leichtflugzeuge re- volutionieren“, meinte Gabriel Massey. Zunächst soll die Maschi- ne die erste Hürde mit dem 260 PS starken Lycoming IO-540v- V4AR-Motor nehmen müssen. 1100 Meilen Reichweite bei 230 Meilen pro Stunde sind angesagt. Wann die Hybrid-Version und die Elektroversion kommen soll, ist offen. www.pipistrel.si
Die kanadische Regional-Airline Harbour Air betreibt eine Flotte von ein- und zweimotoriger Wassers- flugzeugen von De Havilland. 2019 entschied man sich nach und nach die Turbopropflugzeuge auf Elek- troantriebe umzurüsten. Jetzt mel- dete das Unternehmen aus Van- couver zum ersten Mal einen voll- elektrischen Punkt-zu-Punkt-Flug durchgeführt zu haben. Der Flug mit der De Havilland DHC-2 Bea- ver über eine Strecke von 45 Mei- len dauerte 24 Minuten. Das Flug- zeug verließ sein Terminal am Fra- ser River neben YVR und landete
in Pat Bay neben YYJ. Der Start war am 22. August 2022 morgens um 8.12 Uhr. Nach der Landung um 8.36 Uhr, was einer normalen Kurzflugstrecke der Airline betrifft, gab der Pilot an, noch über reich- lich Reserveleistung verfügt zu haben. Das Team des Motorenher- stellers MagniX und die kanadi- sche Transportbehörde überwach- ten den Flug. Die Maschine bleibt auf Vancouver Island zu einem „Tag der offenen Tür“ und wird da- nach wieder zurück nach Vancou- ver fliegen. www.harbourair.com
Harbour Air geht auf Strecke
Die britische Vertical Aerospace, Entwickler des eVTOL V4X4 gab bekannt, die Endmontage seines Senkrechtstarters abgeschlossen zu haben und dass man jetzt mit einer mehrmonatigen Testkampa- gne beginne. Das Unternehmen arbeitet eng mit Rolls-Royce zu- sammen, die die Antriebsstränge liefern. Unter anderem sind die Bri- ten mit Molicel, einem der führen- den Her-steller von Lithium-Ionen- Zellen in eine strategische Partner- schaft eingegangen. Molicel ist für die Lieferung VX4 Batteriepack zuständig. Vertical Aerospace hat
bereits 1400 Vorbestellungen, dar- unter allein 350 von American Airli- nes (davon 250 als Vorbestellung und 100 weitere als Option). Zu- dem hat American Airlines versi- chert, eine Vorabzahlung zu leis- ten, um die Liefertermine für die ersten 50 VX4 zu sichern. Hub- schrauberbetreiber Babcock denkt außerdem an den Einssatz des VX4 als fliegenden Krankenwagen. Es wird angestrebt sowohl die EASA-als auch die CAA-Zulassung gleichzeitig zu erhalten. www.vertical-aerospace.com
Mit 1400 Vorbestellungen geht VX4 in die Flugerprobung
Europa steckt in der Mobilitätswen- de: weg von fossilen Brennstoffen hin zur nachhaltigen Elektromobili- tät. Damit ist der Kontinent zu dem am schnellsten wachsenden Markt für die Produktion von Lithium-Ion- en-Akkus weltweit geworden. Doch die Erfolgsstory hat einen Haken: Bis heute gibt es keine in-nereuro- päische Versorgung mit Lithiumhy- droxid, um die enorm Nachfrage zu decken. Dem wollen jetzt die deutsch-australische „Vulkan Ener- gy“ entgegentreten. Ihr Ziel: aus den Tiefen des Oberrheingrabens gefördertes Lithium aus Thermal-
wasser zutage bringen. Dazu er- hielten sie bereits fünf Explorati- onslizenzen. Jetzt ziehen die Stadtwerke Speyer und Schiffer- stadt nach und wollen ein eigenes Unternehmen gründen, das die Förderung von lithiumhaltigen Thermalwasser aus einer Region von 150 Quadratkilometer aus mehreren tausende Meter Tiefe vorsieht. Damit könnte das res- sourcenarme Deutschland zum Lieferanten des kostbaren Basis- materials für Lithium-Batterien wer- den. www.stadtwerke- speyer.de
Lithium auf den Tiefen des Oberrheingrabens
ZeroAvia ist im Begriff sich in der Luftfahrt einen Namen zu machen. Begonnen haben die Arbeiten bei der Umrüstung einer Piper M46 Malibu. Neben seinem Stammsitz in Everett/WA/USA und Hollister in CA/USA wurde eine zweite Loca- tion in Memble/Cirencester in Großbritannien eröffnet. Nahezu konkurrenzlos hat sich das Unter- nehmen in der Wasserstoff-Brenn- stoffzellen-Technologie an die Spit- ze gearbeitet. Gegenwärtig ist man dabei, den kompletten Antriebs- strang ZA2000-RJ in der 2 bis 5 MW-Klasse einsatzreif zu machen.
Nach einer zweiten Geldbeschaf- fungsrunde sind die Einstiege der großen Airlines eine willkommene Absicherung. So konnte man inzwi- schen 150 Millionen Dollar für wei- terführenden Arbeiten einnehmen. Dabei steht American Airlines mit 82 Mio. Dollar an der Spitze. Die Airline möchte für seine Regionalli- ner alleine 100 Einheiten beschaf- fen. Auch United Airlines hatte be- reit 100 Einheiten vorbestellt. Ob sich die Nachrüstungen rechnen, steht auf einem anderen Blatt: www.zeroavia.com
ZeroAvia steigt in die 2-5 MW-Klasse für Brennstoffzellen ein
Die kanadische Horizon Aircraft hat einen 50-Prozent-Prototyp seines eVTOL vorgestellt. Der fünfsitzige Cavorite X5 hebt sich als einziges VTOL von der Masse ab. Seine Auftriebsrotoren werden bei der Transition in den Reiseflug volltän- dig abgedeckt. Der Cavorite X5 hat ein reines Lift & Cruise Canard-De- sign mit 16 im Flügel eingebetteten Rotoren und einem Schubpropeller im Heck. Der wird durch einen Cor- vette-Motor angetrieben, der mit einem Generator zur Stromherstel- lung für die Rotoren geoppelt ist
und der für den eigentlichen Vor- trieb sorgt. Beim patentierten Flü- geldesign teilt sich die aerodynami- sche Hülle in einen vorderen und hinteren Teil. Die Vorder- und Hin- terkanten bewegen sich dabei aus- einander, um die Auftriebsrotoren für den VTOL-Betrieb freizulegen, und sie schließen und verriegeln wieder, wenn es in den Vorwärts- flug gehen soll. Cavorite X5 bietet eine maximale Reisegeschwindig- keit von 240 Knoten (450 km/h). Die Reichweite beträgt 500 Kilome- ter. www.horizonaircraft.com
Erfolgereicher Streckenflug mit Hybridflugzeug über 2002 Kilometer
VTOL mit neuartigem Hubsystem aus Kanada
Einmal mehr konnte bei einem Testflug mit dem inzwischen be- kannten Hybridflugzeug e-Genius die Leistungsfähigkeit dieses Typs mit einem Hybrid-Triebwerk unter Beweis gestellt werden. Das Expe- rimentalflugzeug der Universität Stuttgart flog mit seinen Piloten, dem Wissenschaftlichen Mitarbei- ter des IFB an der Uni-Stuttgart, Jonas Lay und Weltrekord-Pilot Klaus Ohlmann auf einem Non- stop-Flug am 01.08.22 vom Flug- platz Mengen aus bis an den At- lantik und zurück. Beide Piloten wechselten sich während des stra-
paziösen über 2000 Kilometer lan- gen Fluges nacheinander ab. Mensch und Maschine stießen da- bei wahrhaftig an ihre Grenzen, dennoch ein großartiger Erfolg, wie Jonas Lay berichtete. Traumsicht nach „CAVOK“ und als Beweis brachten sie unter anderem Fotos der Vulkankrater über den Pyrenä- en mit. Gesamtspritverbrauch: 81 Liter auf der Gesamtstrecke von 2002 km. Zuvor hatte das Duo be- reits im April und im Juli dieses Jahres sechs Weltrekorde erflogen. www.ifb.uni.stuttgart.de
Ricardo, ein globales Strategie-, Umwelt- und Engineering-Bera- tungsunternehmen, hat einen mehrjährigen Vertrag mit Pratt & Whitney Canada, einem weltweit führenden Unternehmen in der Entwicklung, Herstellung und War- tung von Flugzeug- und Hub- schraubertriebwerken und Hilfsag- gregaten, unterzeichnet. Der mehr- jährige Vertrag sieht vor, dass das Luft- und Raumfahrttechnikteam von Ricardo Pratt & Whitney Cana- da bei der Entwicklung fortschrittli- cher hybrid-elektrischer Antriebs- technologien für Flugzeuge der
nächsten Generation unterstützt. Das Projekt ist Teil des regionalen Hybrid-Elektro-Flugdemonstrator- Programms von Pratt & Whitney Canada auf Basis des De Havil- land Dash 8 Versuchsträgers. Eine ähnliche Kooperation besteht be- reits mit H55 für die Batterien und Collins, der Tochter von Pratt & Whitney. Collins entwickelt be-reits einen 1 MW Antriebsstrang. Die Bo-dentests sollen noch in diesem Jahr beginnen. Die Flugtests könn- ten im Jahr 2024 aufgenommen werden. www.ricardo.com
Ricardo unterstützt Pratt & Whitney of Canada
Kitty Hawk, eines der ersten VTOL-Unternehmen schließt die Pforten
Der im Kalifornien ansässige Lufttaxi-Entwickler Kittyhawk hat beschlossen, seine Türen nach mehr als 10 Jahren zu schließen. „Wir haben die Ent- scheidung getroffen, Kittyhawk einzustellen“, schrieb das Unter- nehmen am 21. September in Beiträgen auf Sozialmedia. "Wir arbeiten noch an den Details dessen, was als nächstes kommt." Kittyhawk wurde im Januar 2010 als Zee.Aero mit Unterstützung von Larry Page, Mit-begründer der Google-Mut- tergesellschaft Alphabet gegrün- det. Das Unternehmen stellte 2014 seinen einsitzigen Flyer vor, gefolgt von einem halbauto-
nomen zweisitzigen Flugzeug eVTOL Cora im Jahr 2018. 2019 beendete Kittyhawk das Projekt und schloss sich mit Boeing zusammen, um ein Joint Ven- ture, die Wisk Aero zu gründen, und um das Projekt Cora weiter zu entwickeln. Wisk Aero bleibt im Geschäft. Im Juli gab Wisk bekannt, dass es erwartet, die Serienversion seines eVTOLs und damit die sechste Genera- tion seiner Lufttaxis – in den kommenden Monaten vorzustel- len. Es ist geplant, diese Version durch die Zertifizierung der Fe- deral Aviation Administration zu bringen. www.kittyhawk.aero
Nicht die Entfernung mit einem rein elektrisch betriebenen Flug- zeug von A nach B war die kleine Sensation des diesjährigen Elec- trifly-In in Bern, sondern die Flug- zeit, bedingt durch Gegenwind mit 1 h und 55 Minuten war das her- ausragende Merkmal. Bisher gal- ten 50 Minuten Flugzeit für das einzig zugelassene Motorflugzeug Pipistrel Velis als Referenzflugeug. Das Rekordflugzeug Elektra Trai- ner mit Uwe Nortmann am Steuer ist allerdings für die 600 kg-Klasse entwickelt worden, die das Schwei- zer BAZL nicht anerkennt. Zu den
wenigen Neuigkeiten am neuen Standort für das Fly-in zählten auch neben Nortmanns Flieger der e-Genius der Uni Stuttgart mit ei- nem Range-Extender auf Basis des Smart Dieselmotors. Desglei- chen der Rumpf des SF-1 von der Smartflyer AG. Dieser Typ wird ebenfalls einen Range Extender erhalten. Und um noch längere Flugzeiten zu ermöglichen, wurden neue Perspektiven mit möglichen Wasserstoff-Brennstoffzellen-Sys- teme im Vortrag vorgestellt, die in den nächsten Jahren im Fokus ste- hen. www.electrifly-in.ch
Elektroflugzeuge können jetzt zwei Stunden Nonstop fliegen!
Pie Aeronefs ist ein junges Schwei- zer Unternehmen. Gründer, Marc Umbricht hat sich erst vor einigen Jahren entschieden, Flugzeuge zu bauen. Dazu hat er sich inzwisch- en eine junge Mannschaft rekru- tiert, die zunächst an einem einsit- zigen Elektroflugzeug werkelt, mit dem man an Rennflugzeug-Wett- bewerben teilnehmen möchte. Vo- raussichtlich wird das Flugzeug noch in diesem Jahr in die Luft kommen. Im Gegensatz zu den Segelflug- und anderen -Kleinflug- zeugherstellern setzte die Firma von Anfang an im Zellbau auf eine moderneres Prepreg-Verfahren,
auch wenn weitgehend schon CFK zum Einsatz kommt. UR-2 “Bou- vreuil“ soll ein Zweisitzer mit rein elektrischen Antrieb werden. Es soll den Leistungen einer Cessna 152 oder Piper Warrior entspre- chen (VS0: 50 KIAS, VS1: 95 KIAS). Ziel für UR-2 als auch für die UG-3, die danach als Viersitzer kommen soll, sind ihre Kurzstartfä- higkeit auf Plätzen bis 500 Meter Länge und mit Reichweiten von etwa 1 000 Kilometern. Die UG-2 wird ausschließlich als Experimen- tal-Kit-Flugzeug zu einem mit einer Glasair kompatiblen Preis erhält- lich sein. www.pieaeronefs.ch
Elektroflugzeug für den Selbstbau
Der Rumpf des Smartflyer SFX1 nimmt langsam Gestalt an. Nach- dem in den vergangenen Jahren die Vorarbeiten für das hybride An- triebssystem fertig entwickelt wur- den und auf ei-nem Testprüfstand die volle Funktion bestehend aus Rotax-Motor, Generator und dem eigentlichen elektrischen Antriebs- motor nachgewiesen werden konnte, hatte Firmengründer Rolf Stuber grünes Licht bei der Schweizer Firma Aerolite aus Ennetbüren bei Luzern zur Ferti- gung der erste CFK-Rumpfstruktur gegeben. Nach Angaben von
Smartflyer kann somit die Syste- mintegration beginnen. Dazu ist man von Grenchen nach Selzach umgezogen. In einer neu angemie- teten Halle mit 500 Quadratmeter soll nun in den nächsten Wochen der einbaufertige Antriebsstrang in den Rumpf eingebaut werden. Dennoch lässt es sich das Unter- nehmen nicht nehmen, auf dem Electrifly-In, das erstmals in Bern stattfinden soll, ebenfalls präsent zu sein. Der Erstflug des Hybrid- Viersitzer ist für das kommende Jahr geplant. www.smartflyer.ch
Meilenstein bei Smartflyer erreicht
Eine Symbiose, die sich bezahlt machen soll? Warum nicht? Auch wenn sich zwei ungleiche Partner leiert haben: auf der einen Seite steht Luftfahrtriese Embraer und auf der anderen Seite die kleine norwegische Airline Widerøe. Doch die kleine Fluggesellschaft bevor- zugt Kurzstrecken in Skandinavien. Das auch dank ihrer kreativen Füh- rung. Im vergangen Jahr kam es zwischen Widerøe und der Embra- er-Tochter EVE zu einer Vereinba- rung zur Gründung von Widerøe Zero, um das emissions-freie und geräuscharme eVTOL von Eve zu nutzen, um ein neues Betriebskon-
zept zu entwickeln. Dessen nicht genug, machten Embraer und Wi- derøe noch während der diesjähri- gen Farnborough Airshow die An- sage, einen kooperativen Weg zur Ent-wicklung zukünftiger emissi- onsfreier Flugzeuge zu beschrei- ten. Die Airline verflichtete sich, als eine der ersten Fluggesellschaften der Welt emissionsfrei zu werden. Widerøe hat für eine nachhaltige Luftfahrt zunächst nur ein MoU un- terschrieben. Das Ziel ist ein emis- sionsfreies Flugzeug mit 50 Sitzen so schnell wie möglich in den Flug- betrieb aufzunehmen. www.embaer.com
Zukuftsorientierte Brasilianer
Stuttgarter Studententeam entwirft für DLR-Wettbewerb Löschflugzeug gegen Waldbrände
Seit Jahren schreibt das DLR Wett- bewerbe für Studierende aus. Durch den Klimawandel nehmen Waldbrände zu. Die Aufgabe der Design Challenge 2022 griff dieses Thema auf. Ein systemischer Ent- wurf im Zusammenwirken einer Flotte von Löschflugzeugen sowohl untereinander als auch mit Einhei- ten am Boden soll die transpor- tierte Wassermenge innerhalb von 24 Stunden zum Brandgebiet maxi- mieren. Die eigent-liche Aufgabe: eine Flotte von Luftfahrzeugen für die Indienststellung bis zum Jahr 2030 zu konzipieren, die zusam- men mindestens 11.000 Liter Was-
ser in einem Löschangriff an einen Brandort liefern kann. Die einzel- nen Flugzeuge sollten so aufge- baut sein, dass sie auch als Pas- sagier- oder Frachtvarianten pro- duziert werden können. Mit dem ersten Platz prämierte die Jury des DLR bei der diesjährigen DLR das Konzept INFERNO der Uni Stutt- gart. Es folgten die TU Dresden mit PEL-E-FAN-T auf Platz zwei und die RWTH Aachen mit FireWasp auf Platz drei. Auf die weiteren Plätze wurden die Teilnehmer der RMTH Aachen und der DHBW Ravensburg mit ähnlichen Beiträ- gen verwiesen. www.dlr.de
Nach Umkonstruktion endlich geschafft: Alice fliegt!
Am 27.09.2022 konnte am Grant County International Airport (MWH) erfolgreich Alice von Eviation sei- nen Jungfernflug absolvieren. Die Maschine flog acht Minuten und erreichte dabei eine Flughöhe von 3.500 Fuß (ca. 1.100 Meter). Damit ist das rein elektrisch betriebene Flugzeug die erste absolute Neuk- onstruktion! Alice soll als Cargo- Flugzeug und für den Passagier- transport mit bis zu 9 Sitzen in den Einsatz kommen. Als letzte Gesell- schaft orderte Evia Aero 25 Ma- schinen dieses Typs, nachdem Eviation bereits 137 Vororders in den Bestellbüchern verzeichnen
konnte. Alice soll Strecken zwis- chen 150 und 250 Meilen bedienen können. Die Reisegeschwindigkeit soll bei 260 kts liegen. Das Flug- zeug weist im Gegensatz zu ande- ren Typen dieser Klasse eine sehr hohe Flügelstreckung auf. Der An- trieb erfolgt durch zwei 650 kW MagniX-Elektromotoren, die das 6,7 Tonne schwere Flugzeug in die Luft bringen. Der 820 kW/h-Batter- iesatz wiegt 3720 kg. Die gegen- wärtige Flugerprobung des 2015 gestarteten Projekts soll 2025 ab- geschlossen werden. Der erste Einsatz könnte ab 2027 erfolgen. www.eviation.com
Schwedischer 30-sitziger Commuter mit großer Perspektive
Heart Aerospace ist Newcomer mit ambitionierter Plänen. Als Hybrid- flugzeug ES-30 ausgelegt soll der 30-Sitzer, angetrieben durch vier Elektromoren besonders im Kurz- streckenverkehr eingesetzt. Zu- nächst war das erste Konzept als 19-Sitzer ausgelegt. Marketing- Untersuchungen führten jedoch schnell zu der Überlegung, das die Passagierkapazität erhöht werden muss. Nach dieser Entscheidung stiegen die kanadische Airline und die schwedische Flugzeugherstel- lerfirma mit je fünf Millionen Dollar als Minderheitsgesellschafter in das junge Unternehmen ein. Zu-
dem orderte Air Canada 30 Flug- zeuge. Insgesamt sind jedoch schon 230 Maschinen mit 100 wei- teren Optionen vorbestellt. Die re- guläre sichere Reichweite als reine Elektroversion soll bei 200 km lie- gen. In einer Reserve-Hybrid-Kon- figuration mit zwei Turbogenera- toren soll die Reichweite auf 400 Kilometer erweitert werden können. Hearts Konzept sieht vor, die meis- ten Baugruppen von Aernnova in Spanien herstellen zu lassen und nur die Endmontage in Schweden durchzuführen. ES-30 soll ab 2018 in den Liniendienst gehen. www.heartaerospace.com
STOL-Electra kann nach 50 Metern schon abheben
Acht Elektromotoren zu „Verteilten Antrieben“ vereint, sollen die ame- rikanische Electra für 9 Passagiere schon nach 50 Meter Rollstrecke abheben lassen. Besonderes In- teresse zeigen nicht nur kleine Ge- sellschaften, die im Outback flie- gen, sondern auch das US-Militär und ebenso wie die Lockheed Mar- tin Ventures, eine Tochter des Luft- und Raumfahrtkonzern Weit über 900 Vorbestellungen stehen in den Auftragsbüchern. Darunter auch eine in Gründung befindliche deutsche Gesellschaft, die eine Möglichkeit im Inselflugverkehr sieht. Die kleinen elektrischen An-
triebsstränge wurden bereits in der Schweiz mithilfe von Turbogener- atoren getestet. Als weitere Mög- lichkeit neben der Verwendung von Turbogeneratoren sieht das gleich- namige Unternehmen Electra auch die Verwendung von Brennstoff- zellen vor. Primär sieht man in ers- ter Linie eine Reduzierung der CO2-Emissionen durch die Hybrid- antriebsstränge vor, die auch auf größere Maschinen skalierbar wä- ren. Im Moment wird vorerst an einem zweisitzigen Demonstrator gearbeitet, um daraus dann das spätere Serienmuster zu evaluier- en. www.electra.aero

Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Electric Flight
13.07.2022
Foto: Uni Delft
13.07.2022
Foto: Airev
Foto: VoltaAero
21.07.2022
21.07.2022
Bild: Hyundai
21.07.2022
Bild: Hyundai
27.07.2022
Bild: H2Fly
28.07.2022
Foto: Ampaire
29.07.2022
Foto: Pipistrel
01.08.2022
Foto: Pratt & Whitney
02.08.2022
Foto: IFB-Uni Stgt.
04.08.2022
Bild:: Horizon Aircraft
05.08.2022
Bild:: ZeroAvia
10.08.2022
Symboldbild:
Bild: Stadtwerke Speyer
18.08.2022
Foto: Rolls-Royce
11.07.2022
Foto: Elektra-Solar
16.07.2022
Foto: CAeS
20.07.2022
Bild: CAE
28.07.2022
Bild: VW China
25.08.2022
Foto: Harbour Air
05.09.2022
Foto: Smartflyer AG
13.09.2022
Foto: H.Penner
29.09.2022
Foto: Kitty Hawk
12.09.2022
Bild: Pie Aeronefs
30.08.2022
Bild: Embraer
19.08.2022
Bild: Uni Stuttgart
17.09.2022
Bild Electra
18.09.2022
Bild: Heart Aerospace
28.09.2022
Foto: Eviation
Der erfolgreiche e-Genius der Uni- versität Stuttgart stand Pate für ei- nen maßstabgetreuen Demonstra- tor der Universität in Delft/Nieder- lande. Das im Maßstab 1:3 ist für das dortige Stundenteam Demons- trator um die Wasserstoff-Brenn- stoffzellentechnologie auch für Kleinflugzeuge zu erproben. Be- reits am 14. Juni flog dieses Modell mit reinem Elektroantrieb, doch erst am 7. Juli 2022 gab das Studen- tenteam der Universität Delft bekannt, dass sie am 14. Juni 2022 mit Flugtests des Phoenix- Demonstrators begonnen haben.
Das Modell mit 6 Meter Spannwei- te wurde zunächst mit dem Strom von Lithiumzellen versorgt. Für das kommende Jahr sind erste Flüge mit flüssigen Wasserstoff geplant. Die Studien dienen mit dem Demonstrator dienen bereits als Vorarbeiten für den KIT-Zweisit- zer Sling-4, der mit flüssigen Was- serstoff ab 2025 fliegen soll. Mit 10 kg flüssigem Wasserstoff betreiben soll der Doppelsitzer dann zwei Stunden fliegen könne und eine Reichweite von 400 km haben. www.tudelft.nl/
Uni Delft: Erprobungsträger soll mit Wasserstoff fliegen
Dass man israelische Flugzeug- bauer ernst nehmen muss, ist nicht neu. Spätestens mit dem Motoren- bauer MagniX, der inzwischen in die USA übersiedelte, ist die Ernst- haftigkeit und auch das Können israelischer Ingenieure unter Be- weis gestellt. Ebenso ernsthaft geht Airev mit seinem Doppelsitzer, einem eVTOL um, der für 200 000 Dollar an den Markt gebracht wer- den soll. „Air One“ wie sich der auch von uns bereits vorgestellte Kopter mit fester Fläche und 8 Mo- toren konnte nun zumindest schon
mal ferngesteuert seine Schwebfä- higkeit unter Beweis stellen. Im Norden von Israel, in Megiddo, wo es sogar grüne Felder gibt, wurden inzwischen mehrere Flüge durch- geführt. Im Gegensatz zu den meisten anderen eVTOL-Anbietern wendet sich Airev ganz bewusst an zukünftige private Halter. Laut Rani Plaut, CEO der Firma soll Air One so sicher wie ein Auto gebaut und auch gehandhabt werden können. Schon Ende Juli soll es auf der EAA Airventure in Oshkosh präsen- tiert werden. www.airev.aero
AIR ONE aus Israel könnte ein Volks-eVTOL werden
20.07.2022
Voltaero hat sich für Safran-E-Motoren entschieden
VoltAeros Prototyp, die Cassio 330 wird mit dem E-Motor ENGINEUS- TM 100 smart von Safran Electrical & Power ausgestattet. Die Verwen- dung des Motors im Parallel-Elek- tro-Hybrid-Antriebssystem des Flugzeugs, wurde auf der Farnbo- rough International Airshow von beiden Partnern unterzeichnet. Der ENGINEUSTM 100 wird beim Start eine maximale Nennleistung von weit über 150 kW haben. Er wird mit einem 150-kW-Verbrenner in der Cassio 330-Hybridantriebsein- heit integriert. Der Fünfsitzer Cas- sio 330 erhält ein 330-kW-Elektro-
Hybrid-Gesamtantriebssystem. Wie VoltAero mitteilte, soll der mit ein-em integrierten Motorcontroller ver-sehene E-Motor mit einem integrierten Thermomanagement- System und einer Luftkühlung im kommenden Jahr von Safran aus- geliefert werden. Die Zertifizierung des Mo-tors soll 2023 erfolgen. Dann werden auch die ersten Flug- versuche mit dem Cassio 330 Pro- totyp beginnen. VoltAero wird die Cassio-Flugzeuge in drei Versio- nen entwickeln und produzieren. www.voltaero.aero
Bristow Group Inc., der weltweit führende Anbieter innovativer und nachhaltiger Vertikalfluglösungen, und Lilium, Entwickler des eVTOL, gab auf der Farborough Airshow gekannt, eine strategische Partner- schaft einzugehen, bei der Bristow die Option zum Kauf von 50 Lilium Jets haben wird, zusätzlich zur Be- reitstellung von Wartungsdiensten für das Startnetzwerk des Lilium Jets in Florida, und andere zukünf- tige Märkte in den USA und Euro- pa. Das Memorandum of Under- standing („MOU“) umreißt die Zu- sammenarbeit zwischen Bristow
und Lilium bei der Entwicklung ei- nes Wartungsprogramms zur Un- terstützung des Betriebs des Lilium Jets. Bristow wandelt sein Ge- schäft aktiv um, um innovative und nachhaltige Technologien, ein- schließlich eVTOL-Flugzeuge zu nutzen. Die Vereinbarung zwischen Bristow und Lilium steht unter dem Vorbehalt, dass die Parteien die Handelsbedingungen finalisieren und diesbezüglich endgültige Ver- einbarungen eingehen sowie be- stimmte Bedingungen erfüllen. www.lilium.com
Bristow hat Option zum Kauf von 50 Lilium Jets unterzeichnet
Bild: Lilium
Mit einer Absichtserklärung haben der Rolls-Royce und die Hyundai Motor Group erklärt, zukünftig ge- meinsam an Elektroantrieben und Brennstoffzellen-Systemen für Luft- fahrzeuge zu arbeiten. Dabei hat der US-Hersteller Supernal an der Farnborough Airshow sein erstes eVTOL Kabinenkonzept enthüllt. Mit dem Prototyp zeigt Supernal, wie der Mutterkonzern Hyundai Motor Group seine auf dem Auto- mobilmarkt erworbenen Kompeten- zen nutzt, um das Geschäft im Be- reich Advanced Air Mobility (AAM) voranzutreiben. Superrnal hat sich
für die Entwicklung seines eVTOL mit den Hy-undai Designstudios zusammengetan, damit das neue Luftfahrzeug schon 2028 in den USA und wenig später auch in der EU und Großbritannien eingesetzt werden kann. Zusätzlich arbeitet Supernal mit externen Partnern und einigen der mehr als 50 Hyun- dai Konzerngesellschaften zusam- men. Wichtig sind hier vor allem die Branchen Automobilbau und Autoteile sowie Konstruktion, Ro- botik und autonomes Fahren. www.supernal.aero
Supernal und Rolls Royce arbeiten zusammen an Antrieben
Collins Aerospace entwickelt einen 500-kW-Motor als Teil einer Familie von Elektromotoren, die nach oben oder unten skaliert werden können. Collins hat in Zusammenarbeit mit Hybrid Air Vehicles und der Univer- sity of Nottingham den ersten funk- tionsfähigen Prototypen seines 500-Kilowatt-Elektromotors herge- stellt, der für das Fluggerät Airlan- der 10 geeignet ist. Collins hat mit den Tests des Motors an der Uni- versity of Nottingham begonnen. Für den Elektromotor mit 2.000 U/min strebt Collins eine spezifi- sche Leistungsdichte von 9 Kilo-
watt pro Kilogramm und einen Wir- kungsgrad von 98 % durch die Verwendung einer neuartigen Mo- tortopologie und einer Verbundkon- struktion an. Collins entwickelt den Motor in seinem Kompetenzzen- trum für elektronische Steuerungen und Motorsysteme in Solihull, Großbritannien, wo es auch seinen 1-MW-Elektromotor und seine Mo- orsteuerung für den regionalen Hy- brid-Elektro-Flugdemonstrator von Pratt & Whitney Canada (P&WC) entwickelt. www.collinsaerospace.com
Collins hat 500-kW-E-Motor für das Fluggerät Airlander entwickelt
Statt normale Gasdrucktanks sol- len nun Hochdrucktanks zur Auf- nahme von Flüssigwasserstoff im Versuchsträger HY4 eingebaut werden. Der Vorteil: flüssiger Was- serstoff ist wesentlich energierei- cher und laut Angaben von H2Fly kommt man so auf die doppelte Reichweite. Nach der Integration des neuen Tanks und der Brenn- stoffzellen in das Testflugzeug, soll Anfang 2023 ein intensives Test- programm am Boden starten und die HY 4 das weltweit erste Ver- kehrsflugzeug sein, das mit flüssi- gem Wasserstoff fliegt. Damit der
Wasserstoff flüssig bleibt, muss er auf -253 C Grad gekühlt werden. Es soll das erste Mal sein, dass das Team mit flüssigem Wasser- stoff an Bord umgeht. Es ist ein weiterer, wichtiger Schritt in Rich- tung des Ziels von H2FLY, den weltweit ersten vollständig wasser- stoff-elektrischen Antriebsstrang zu entwickeln, der Brennstoffzellen und flüssigen Wasserstoff inte- griert. Dies ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Realisie- rung von emissionsfreien Mittel- und Langstreckenflügen. www.h2fly.de
H4Y: Umstellung von Gasdrucktanks auf Wasserstoff-Flüssigtanks